Erwerbstätige Mütter im Spannungsfeld von Sozialpolitik und sozialer Praxis

Prof. Dr. Ute Gerhard, Dr. Isolde Ludwig, Vanessa Schlevogt

Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung

Oktober 1998 bis Juni 2002

Ziel des von der Hans Böckler Stiftung geförderten Projektes war es, die Alltagspraxis erwerbstätiger Mütter im Spannungsfeld von Staat, Markt und Privatsphäre genauer zu untersuchen. Gefragt wurde, welche Strategien Frauen entwickeln, um den widersprüchlichen Anforderungen von Arbeitsmarkt und Familie gerecht zu werden, wie sozialpolitische Leistungen in Anspruch genommen werden und welche Defizite in den politischen und rechtlichen Strukturen festzustellen sind. Damit eröffnet die Studie eine neue Dimension in der sozialpolitischen Diskussion, indem sie die vielfältigen Arrangements und sozialen Netzwerke von Frauen als aktiven Beitrag zur Sozialpolitik und gesellschaftlichen Integration begreift und ins Zentrum der Untersuchung stellt.

Das Projekt soll klären, inwiefern das alltägliche Handeln von Frauen und ihre Probleme bei der Vereinbarkeit von Mutterschaft und Erwerbstätigkeit durch spezifische sozialpolitische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie kulturelle Muster des deutschen Wohlfahrtsstaates beeinflusst sind. Die Studie hat daher eine international vergleichende Ausrichtung und steht im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten Netzwerkes »Working and Mothering: Social Practices and Social Policies« (TSER).

Projektbericht
Gerhard, Ute, Ute Klammer, Isolde Ludwig und Vanessa Schlevogt 2002: Erwerbstätige Mütter im Spannungsfeld von Sozialpolitik und sozialer Praxis. Institut für Sozialforschung Frankfurt am Main.

 

Veröffentlichungen

Klammer, Ute 2001: Managerin gesucht. Erwerbstätige Mütter in Europa zwischen Sozialpolitik und sozialer Praxis, in: WSI-Mitteilungen 5.

Schlevogt, Vanessa 2001: Erwerbstätige Mütter im Spannungsfeld von Sozialpolitik und sozialer Praxis, in: Marianne Schmidbaur (Hg.): Hessischer Forschungsschwerpunkt Frauenbewegungen – sozialer und kultureller Wandel: Ein Blick zurück – ein Blick nach vorn. Dokumentation des Workshops vom 27. November. Mitteilungen des Cornelia-Goethe-Centrum Frankfurt am Main 10.

Ludwig, Isolde und Vanessa Schlevogt 2002: Erwerbstätige Mütter – die Managerinnen von morgen? Stressresistenz ist ein Muss, in: Forschung Frankfurt 20. 1/2, 8–13.

Ludwig, Isolde und Vanessa Schlevogt 2002: Bessere Zeiten für erwerbstätige Mütter? Eine neue Balance zwischen Arbeit und Privatleben als Zukunftsmodell für Frauen und Männer, in: WSI Mitteilungen 3.

Ludwig, Isolde und Vanessa Schlevogt 2002: Auf dem Weg zu einer neuen Balance zwischen Erwerbsarbeit und Familienleben? Der Alltag berufstätiger Mütter in Frankfurt am Main und Leipzig, in: Informationen für Erziehungsberatungsstellen 1. 02, 10–19.

Ludwig, Isolde, Vanessa Schlevogt, Ute Klammer und Ute Gerhard 2002: Managerinnen
des Alltags. Strategien erwerbstätiger Mütter in Ost- und Westdeutschland. Berlin: edition sigma.

 

Vorträge

Die Forschungsergebnisse wurden von Dr. Isolde Ludwig und Vanessa Schlevogt auf folgenden Fachtagungen präsentiert:

Workshop »Familienzeiten – Arbeitszeiten«, WSI in der Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf, Juli 2001.

Workshop des Hessischen Forschungsschwerpunktes, »Frauenbewegungen – kultureller und sozialer Wandel«, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, November 2000.

Feministische Plattform Wirtschaftsethik, Evangelische Akademie Iserlohn, September 2000.

Internationaler Frauentag, Internes Frauenbüro/Kreis Offenbach, März 2000.

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Dezentrale Familienbildungsstätte Langen, Januar 2000.

Tagung »Auch für Frauen? Eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit«, Evangelische Akademie Arnoldshain, Arnoldshain, November 1999.