Arbeitskreise 

 

Arbeitskreis Arbeit

Der Arbeitskreis befasst sich mit theoretischen und empirischen Themen, Fragestellungen und aktuellen Problemlagen in der Arbeit. »Arbeit« wird hierbei nicht eng verstanden, sondern soll auch Fragen der Profession und Berufe sowie der Ökonomie umgreifen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Arbeitskreis arbeiten als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts oder in anderen wissenschaftlichen Institutionen (insbesondere an der Goethe-Universität Frankfurt a. M.) an Forschungen über die Arbeitswelt. Sie haben ein gemeinsames Interesse an der Diskussion übergreifender Fragestellungen wie auch empirischer Arbeiten. In der ersten Phase diskutiert der Arbeitskreis, ob und in welcher Weise die Kategorie der »Entfremdung« in der Lage ist, aktuelle Formen und Entwicklungen der Arbeit zu begreifen, und wie sie in empirischer Forschung fruchtbar gemacht werden kann. Für die nächste Zeit ist zudem eine Verständigung über die Debatte zur »digitalen Arbeit« beziehungsweise zur »Industrie 4.0« sowie zur Emotionsarbeit vorgesehen.

Kontakt:
PD Dr. Stephan Voswinkel | +49 (0)69 75 61 83 – 73 | voswinkel@em.uni-frankfurt.de

 

Arbeitskreis Ästhetik und Medienkultur

Der Arbeitskreis befasst sich mit soziologischen, politischen und sozialphilosophischen Fragen im Bereich der Ästhetik und Medienkultur. Neben der historischen Genese einer vermarktlichen Kultur und ihrer gesellschaftlichen wie politischen Auswirkungen werden auch aktuelle Entwicklungen im Bereich der sozialen und sogenannten »partizipativen« Medienkultur (Internet, Popkultur, Reality-TV, etc.) zur Diskussion gestellt. Kunst und Kultur werden hierbei nicht allein als ästhetische und kommunikative Ausdrucks- und Beziehungsformen, sondern auch hinsichtlich ihres Beitrags zur Demokratisierung und Erweiterung der kulturellen Teilhabe betrachtet. Gegenstand des Arbeitskreises ist die Frage, inwieweit die Kultur in paradoxer Weise mit einer wachsenden Verdinglichung und Vermarktlichung im kulturellen Bereich ebenso einhergeht wie mit neuen Formen der Kritik und politischen Praxis. Diese Fragen werden sowohl mit Bezug auf die klassische Kulturkritik der Kritischen Theorie als auch auf neuere Forschungsbeiträge diskutiert.

Programm: WiSe 2015-2016; WiSe 2016-2017 und SoSe 2017

Kontakt:
Felix Trautmann | +49 (0)69 75 61 83 – 74 | trautmann@em.uni-frankfurt.de

Dr. Olivier Voirol | +49 (0)69 75 61 83 – 74 | voirol@soz.uni-frankfurt.de

 

Arbeitskreis Deutscher Idealismus und Kritische Theorie

Ziel des Arbeitskreises ist die quellenbasierte Aneignung des philosophie- und ideengeschichtlichen Fundaments Kritischer Theorie. Dazu wurde bereits in den vorangegangenen Semestern Hegels »Phänomenologie des Geistes« gelesen und diskutiert. Der »Negativen Dialektik« Adornos zufolge ist Philosophie an den Deutschen Idealismus, zumal an dessen Hegelsche Fassung als letzte und ausgefeilteste Gestalt philosophischer Vernunft zurückverwiesen, da ihre von Marx angekündigte Verwirklichung im Übergang zur praktischen Einrichtung vernünftiger, menschlicher Verhältnisse misslungen ist; insofern sei die Reflexion des Verhältnisses von Theorie und Praxis »innerstes Element« (Leo Löwenthal) der Kritischen Theorie. Im kommenden Semester wird im Arbeitskreis die Konstellation von gegenwärtig versperrter Praxis und ohnmächtiger Theorie erörtert, die zur selbstkritischen Neuinterpretation der Philosophie nötigt. Nach der Diskussion thematischer Teile des Werkes Adornos sollen daran anschließende oder sich davon abgrenzende Bemühungen besprochen werden, die das Problem von Theorie und Praxis zu lösen, zu umgehen oder auszuhalten suchen.

Die Sitzungen des Arbeitskreises finden während des Sommersemesters 2017 etwa dreiwöchentlich statt. Erster Termin ist Dienstag, der 18. April 2017, von 18:00 Uhr (s.t.) bis 20:00 Uhr.
Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Kontakt:
Nico Bobka, M. A. | +49 (0)69 75 61 83 80 | nico.bobka@web.de

Dr. Dirk Braunstein | +49 (0)69 75 61 83 80 | dirkbraunstein@netic.de

Dr. Simon Duckheim (Institut für Geschichte der Medizin, Gießen) | +49 (0)641 99 47 704  | s.duckheim@gmx.de

 

Arbeitskreis Familie, Sozialisation, Geschlechterverhältnisse

Der Arbeitskreis widmet sich Fragen der Familien-, Sozialisations- und Geschlechterforschung aus einer soziologischen und sozialpsychologischen Perspektive. Die sozialisatorisch verinnerlichten Ordnungen der Familie und der Geschlechterverhältnisse spielten seit den Gründungsjahren eine herausragende Rolle in der Theoriebildung und empirischen Forschung am Institut für Sozialforschung; dabei stand stets die Bedeutung der Familie als Reproduktionsagentur der gesellschaftlichen Verhältnisse und daran angepasster Sozialcharaktere im Vordergrund. In dieser Tradition sieht sich der Arbeitskreis, der sich indessen in einer theoretisch offenen Weise vornehmlich mit gegenwartsbezogenen Fragestellungen auf den genannten Gebieten beschäftigt. In einem kontinuierlichen Arbeitszusammenhang stellen thematisch einschlägige Forschungsprojekte aus dem Institut für Sozialforschung und dem Umfeld der kooperierenden Professur mit dem Schwerpunkt Familien- und Jugendsoziologie an der Goethe-Universität ihre laufende Arbeit zur Diskussion. Weiterhin werden externe Referentinnen und Referenten zu Vorträgen eingeladen sowie zentrale Referenztexte debattiert. Einzelne Sitzungen, die den Charakter einer Forschungswerkstatt haben, sind der Generierung und Weiterentwicklung von Forschungs- und Projektideen gewidmet. Der Arbeitskreis ist auch für Studierende geöffnet, die dadurch die Gelegenheit erhalten, frühzeitig an laufenden Forschungsprozessen zu partizipieren.

Programm: SoSe 2017

Kontakt:
Dr. Sabine Flick | +49 (0)69 798 – 36578 | s.flick@em.uni-frankfurt.de

Prof. Dr. Ferdinand Sutterlüty | sutterluety@em.uni-frankfurt.de

 

Arbeitskreis Kritische Soziologie

Der gemeinsam vom Institut für Sozialforschung und dem Institut für Soziologie des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität getragene Arbeitskreis befasst sich mit Fragen einer empirisch fundierten, theoriegenerierenden und zugleich gesellschaftskritischen Sozialforschung. In der Regel werden Forschungen am Fachbereich und IfS über bestimmte Gegenstände diskutiert im Hinblick auf Fragen wie: Welche Gegenstände sind warum und in welcher Perspektive kritisierenswert? Welche Anforderungen theoretischer und methodischer Art stellen sich an eine kritische soziologische Forschung? Welche Formen der Kritik lassen sich unterscheiden? Der Arbeitskreis will damit zu einer (Selbst-)Verständigung über Aufgaben und Fragen einer kritischen Soziologie der Gegenwart im Gespräch zwischen der Tradition Kritischer Theorie und Kritikkonzeptionen anderer Provenienz beitragen.
Nach der Veranstaltung der Internationalen Tagung »Critical Sociology – Current Issues and Future Challenges« im Juni 2014 veranstaltet der Arbeitskreis derzeit vor allem die Vortrags- und Diskussionsreihe »Gegenstände der Kritik«.
Der Arbeitskreis wird von PD Dr. Stephan Voswinkel (IfS) und Dr. Alexandra Rau (Goethe-Universität Fachbereich Gesellschaftswissenschaften) koordiniert.

Kontakt:
PD Dr. Stephan Voswinkel | +49 (0)69 75 61 83 – 73 | voswinkel@em.uni-frankfurt.de

 

Arbeitskreis Paradoxien von Partizipation

Partizipation ist hoffnungsvolles Versprechen und Zumutung zugleich – ob in der Arbeits- und Konsumwelt, im Bildungsbereich, bei der Planung städtebaulicher Vorhaben und Diskussion ethischer Belange des Regierungshandelns, bei Fragen im Zusammenhang mit der Integration von Migrantinnen und Migranten, in digitalen Kommunikationsräumen, aber auch im Forschungskontext bei der Gewinnung wissenschaftlicher Ergebnisse. Der Begriff steht im Zentrum der kapitalistischen Modernisierung, auch der daraus hervorgehenden Paradoxien, wie sie Gegenstand des Forschungsprogrammes des Instituts für Sozialforschung sind. Partizipation bedeutet einerseits Eröffnung von Handlungsmöglichkeiten, kann andererseits aber an jenen Stellen zu Exklusion und Stigmatisierung führen, wo strukturelle Gründe es verunmöglichen, den damit verknüpften normativen Anforderungen entsprechend handeln zu können. So zeigen sich paradoxale Auswirkungen denn auch im Verhältnis von strukturellen Umbrüchen und Handlungserfordernissen einerseits sowie normativen Anforderungen und Vorstellungen andererseits. Die einzelnen Konstellationen bedürfen jeweils der genaueren Untersuchung.

Im Arbeitskreis werden Texte diskutiert, die inhaltlich zu den erwähnten Aspekten und Debatten beitragen. Außerdem wird ein Rahmen für die Diskussion von Materialanalysen und Zwischenergebnissen aus Forschungsprojekten geboten. Der Arbeitskreis organisiert auch Veranstaltungen mit externen Referentinnen und Referenten.

Kontakt:
Dr. Maria Kontos | +49 (0)69 75 61 83 – 35 | kontos@em.uni-frankfurt.de

PD Dr. Chantal Magnin | +49 (0)69 75 61 83 – 71 | magnin@em.uni-frankfurt.de

 

Arbeitskreis Rechtskritik

Der Arbeitskreis befasst sich mit theoretischen, dogmatischen und empirischen Rechtsfragen. Die Teilnehmer_innen des Arbeitskreises arbeiten am Institut für Sozialforschung oder an der Goethe-Universität in den Bereichen Rechtswissenschaft, Soziologie oder Philosophie. Der Arbeitskreis ist in drei thematischen Blöcken konzipiert. In einer ersten Phase haben wir einen rechtstheoretischen Fokus und beschäftigen uns primär mit aktuellen Beiträgen zur Reflexivität des modernen Rechts. Der zweite Block nimmt das Recht aus marxistisch-materialistischer Perspektive in den Blick. Schließlich wollen wir in einer dritten Phase aktuelle Rechtsentwicklungen und rechtspolitisch bedeutsame Urteile diskutieren. Es können auch eigene Arbeiten und Projekte der Teilnehmer_innen besprochen werden.

Kontakt:
Marie Diekmann | +49 (0)69 – 75 61 83 – 70 | diekmann@em.uni-frankfurt.de

 

Internationaler Arbeitskreis für Kritische Theorie

Der Internationale Arbeitskreis für Kritische Theorie bildet auf der Grundlage ausgewählter Lektüren Raum für Diskussionen über die Rolle, Gestalt und zentrale Themen der Kritischen Theorie. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der Gegenwart der Kritischen Theorie durch gemeinschaftliche Auseinandersetzung mit sowohl der Tradition als auch neueren Ansätzen zu gewinnen. Im Einklang mit diesem Leitgedanken wird sich die Auswahl von Texten darauf richten, dass die verschiedenen, auch divergent entwickelten Positionen im Licht eines für jedes Semester neu zu bestimmenden Themas untersucht werden: Im WS 2017-2018 ist das Thema des Arbeitskreises »Kunst und Revolution«.

Programm: SoSe 2013; WiSe 2013–2014; SoSe 2014; WiSe 2014–2015; SoSe 2015; WiSe 2015–2016; SoSe 2016; WiSe 2016–2017; SoSe 2017; WiSe 2017–2018

Kontakt:
Marcus Döller | marcus-doeller@web.de

Sebastián Tobón | tobon.sebastian@gmail.com