Stefanie Hürtgen, Dr.

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Forschungsschwerpunkte:
Transnationalisierung von Arbeit und (Re-)Produktion; Europäisierung und osteuropäische »Transformation«; subjektives Arbeitshandeln; Gewerkschaftstheorie, Gesellschaftstheorie

Soeben erschienen:
Roland Atzmüller, Stefanie Hürtgen, Manfred Krenn 2015: Die zeitgemäße Arbeitskraft. Qualifiziert, aktiviert, polarisiert. Weinheim: Beltz-Juventa.

Hürtgen, Stefanie 2015: Transnationalisierung und Fragmentierung: Euro-Betriebsratshandeln als multiscalare Praxis, in: Susanne Pernicka (Hg.): Horizontale Europäisierung im Feld der Arbeitsbeziehungen. Wiesbaden: Springer VS Verlag, 17–54.

Biographie

Geboren in Berlin (Ost). Verschiedene Tätigkeiten im Bereich der Kultur- und Erwachsenenbildung sowie beim Fernsehen der DDR. Studium der Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Promotion zu konzeptionellen und normativen Vorstellungen von »Interessenvertretung« von BelegschaftsvertreterInnen in Transnationalen Konzernen im Dreiländervergleich (Polen, Deutschland und Frankreich). 2002 bis 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung. 2005 bis 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an der Europäischen Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main. Seit 2008 Lehrbeauftragte in den Fächern Soziologie, Wirtschaft und Politikwissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, der Universität Trier, der Europäischen Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main und der Fachhochschule Ludwigshafen. Seit September 2010 wieder Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung. Ab September 2013 Dozentin an der Hochschule Luzern. Von Februar bis September 2014 war Stefanie Hürtgen Fellow am DFG-Kolleg »Postwachstumsgesellschaften« der Friedrich Schiller Universität Jena. Im Sommersemester 2015 war sie Vertretungsprofessorin an der Johannes Kepler Universität Linz. Ab Oktober 2015 ist Stefanie Hürtgen Assistenzprofessorin an der Paris Lodron Universität Salzburg.
 

Frühere Forschungsprojekte

Ansprüche an Arbeit und berufliche Entwicklung von Normalarbeitnehmer_innen  | mehr …

Neue Produktionsmodelle und internationale Arbeitsteilung in der Elektronikindustrie – globale Kontraktfertigung im pazifischen Raum und Mittel- und Osteuropa

Thema der beabsichtigten Untersuchung sind neue Formen transnationaler Produktion in der Elektroindustrie und die mit ihnen verbundenen arbeitsorganisatorischen und -politischen Auswirkungen. Untersucht werden soll die Entwicklung der sogenannten Elektronik-Kontraktfertigung (electronics contract manufacturing) an Niedrigkostenstandorten in Südostasien und Osteuropa sowie die Integration dieser Industriekomplexe in die transnationalen Produktionsketten der marktführenden Unternehmen und ihrer Auftraggeber. Anknüpfend an laufende industrieökonomische und arbeitssoziologische Debatten zum Thema Globalisierung der Produktion soll geklärt werden, (1) welche neuen Strukturen der internationalen Arbeitsteilung innerhalb der Konzerne und Branchensegmente bzw. zwischen den Regionen entstehen, (2) welche Konsequenzen dies für Arbeitsorganisation und -politik an strategisch wichtigen Standorten in industriellen Entwicklungsländern hat und (3) welche Rückwirkungen sich für die Organisation von Beschäftigung und Arbeit in den Industrieländern ergeben.

Bibliographie

Hürtgen, Stefanie 2015: Die zeitgemäße Arbeitskraft. Qualifiziert, aktiviert, polarisiert. Weinheim Beltz-Juventa (zus. mit Roland Atzmüller,  Manfred Krenn).

Hürtgen, Stefanie 2015: Das Konzept der strukturellen Heterogenität und die Analyse fragmentierter Wachstumsgesellschaften in Europa. Working Paper der DFG-Kollegforscher_innengruppe Postwachstumsgesellschaften 2. Jena | mehr …

Hürtgen, Stefanie 2015: Transnationalisierung und Fragmentierung: Euro-Betriebsratshandeln als multiscalare Praxis, in: Susanne Pernicka (Hg.): Horizontale Europäisierung im Feld der Arbeitsbeziehungen. Wiesbaden: VS-Verlag, 17–54.

Hürtgen, Stefanie und Stephan Voswinkel 2014: Nichtnormale Normalität? Anspruchslogiken aus der Arbeitnehmermitte. Berlin: edition sigma. | mehr …

Hürtgen, Stefanie 2014: Modernizations and Emancipation. Comparative Critical Studies Between Germany and Brazil. Workshopbericht, in: WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung 11. 1, 175–180.

Hürtgen, Stefanie 2014: Labour as a transnational actor, and labour’s national and cultural diversity as an important frame of today’s transnationality, in: Capital & Class 38. 1, 211–238.

Hürtgen, Stefanie 2014: Der gesellschaftliche Sinn der Arbeit, in: Detlef Wetzel, Jörg Hofmann und Hans-Jürgen Urban (Hg.): Industriearbeit und Arbeitspolitik. Kooperationsfelder von Wissenschaft und Gewerkschaften. Hamburg: VSA, 38–39.

Hürtgen, Stefanie 2014: Erfolgsvorstellungen in biographischen Ansprüchen von NormalarbeitnehmerInnen, in: Denis Hänzi, Hildegart Matthies und Dagmar Simon (Hg.): Erfolg. Konstellationen und Paradoxien einer gesellschaftlichen Leitorientierung. Leviathan Sonderband 29, Berlin: Nomos, 230–245.

Hürtgen, Stefanie 2013: From Silicon Valley to Shenzhen. Global Production and Work in the IT Industry. Boulder: Roman & Littlefield (zusammen mit Boy Lüthje; Peter Pawlicki und Martina Sproll).

Hürtgen, Stefanie 2013: Mensch sein auf der Arbeit? Kollegialität als Balance von allgemein-menschlichen und leistungsbezogenen Aspekten von Arbeit, in: Lucie Billmann und Josef Held (Hg.): Solidarität in der Krise. Wiesbaden: VS-Verlag, 237–262.

Hürtgen, Stefanie und Stphan Voswinkel 2012: Lebensorientierungen als subjektive Zugänge zum Wandel der Arbeit, in: Arbeits- und industriesoziologische Studien 5. 2, 54–67. | mehr …

Hürtgen, Stefanie und Stephan Voswinkel 2012: Ansprüche an Arbeit und Subjektivierung von Biographie, in: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Schwerpunktheft »Individualisierung, Entgrenzung und Bewältigung« 4, 347–365.

Hürtgen, Stefanie und Jens Wissel 2012: Arbeit und materialistische Staatstheorie – das Paradigma der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, in: Klaus Dörre, Dieter Sauer und Volker Wittke (Hg.): Kapitalismustheorie und Arbeit. Neue Ansätze soziologischer Kritik. Frankfurt a. M. und New York: Campus, 143–156.

Hürtgen, Stefanie 2011: Europäische Interessenvertretung – eine Frage der nationalen Kultur?, in: Industrielle Beziehungen 18. 4, 315–335.

Hürtgen, Stefanie 2009: Standortkonkurrenz in Ost- und Westeuropa. Das Beispiel der Kontraktfertigung in der Elektronik-Industrie, in: Elke Ahlers u. a. (Hg.): Beschäftigte in der Globalisierungsfalle. Baden-Baden: Nomos, 107–136.

Hürtgen, Stefanie 2009: Von Silicon Valley nach Shenzhen. Globale Produktion und Arbeitsteilung in der IT-Industrie. Hamburg: VSA (zusammen mit Boy Lüthje, Wilhelm Schumm und Martina Sproll).

Hürtgen, Stefanie 2008: Prekarität als Normalität? Von der Festanstellung zur permanenten Erwerbsunsicherheit, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 4,  113–119.  
Ein Download des Artikels ist für zwei Euro auf der Homepage der Zeitschrift unter folgendem Link möglich: ‹www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2008/april/prekaritaet-als-normalitaet›

Hürtgen, Stefanie 2008: Transnationales Co-Management. Betriebliche Politik in der globalen Konkurrenz. Münster: Westfälisches Dampfboot.

Hürtgen, Stefanie 2008: Globalisierung, Leistung, Co-Management, in: Kai Dröge, Kira Marrs und Wolfgang Menz (Hg.): Subjekt – Leistung – Markt. Neue Koordinaten betrieblicher Leistungspolitik? Berlin: Sigma, 221–237.

Hürtgen, Stefanie 2007: Globalisierungskritik statt Modellanalyse. Das Beispiel der Elektronik-Kontraktfertigung in Mittel- und Osteuropa, in: Giovanni Arrighi u. a. (Hg.): Kapitalismus Reloaded. Kontroversen zu Imperialismus, Empire und Hegemonie. Hamburg: VSA, 104–125.

Hürtgen, Stefanie 2005: Keine Netze ohne Boden: Kontraktfertigung und Beschäftigung in der osteuropäischen Elektronikindustrie, in: Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.): Internationale Politik und Gesellschaft 3, 108–126.  Ein Download des Artikels ist auf der Homepage der Zeitschrift unter folgendem Link möglich: ‹www.fes.de/ipg/IPG3_2005/09HUERTGEN.PDF›.

Hürtgen, Stefanie 2003: Der ganz normale Weltmarkt. Kontraktfertigung als „Unterseite“ der New Economy in Osteuropa. In: Mitteilungen des Instituts für Sozialforschung, Nr. 14, Frankfurt am Main, 45-72.

Hürtgen, Stefanie 2003: Gestaltung des Anpassungsdrucks oder Kampf um soziale Transformation? Gewerkschaftliche Positionen zur Globalisierung in Deutschland und Frankreich. In: Prokla, Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft 33. 1, 7–29.  Ein Download des Artikels ist im Online-Archiv der Zeitschrift unter folgendem Link möglich: ‹www.prokla.de/wp/wp-content/uploads/2003/Prokla130.pdf›.

Hürtgen, Stefanie 2002: Wir können auch anders. Perspektiven von Partizipation und Demokratie. Münster: Westfälisches Dampfboot (Herausgeberin zusammen mit Norbert Fröhler, Christiane Schlüter und Mike Thiedke).

Hürtgen, Stefanie 2002: Rückblick ist Ausblick. Zur Geschichte der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc und ihrer Interpretation heute, in: Sylke Bartmann, Karin Gille und Sebastian Haunss (Hg.): Kollektives Handeln. Politische Mobilisierung zwischen Struktur und Identität. Münster: Westfälisches Dampfboot, 265–286.

Lässt sich mit der Fordismus-Analyse die DDR-Gesellschaft erklären? In: Bernd Gehrke und Wolfgang Rüddenklau (Hg.): Das war doch nicht unsere Alternative. DDR-Oppositionelle zehn Jahre nach der Wende. Münster: Westfälisches Dampfboot, 302-329.

Ausgewählte Vorträge und Moderationen der letzten Monate:

»Transnationalisation and Marginalisation.« Vortrag auf der EU-ExpertInnen-Tagung »Core and Periphery in the European Union« in Belgrad, Serbien, am 25. Oktober 2014.

»Dual Development and the denial of social requirements by logics of Growth and Degrowth.« Vortrag im Rahmen der »Degrowth-Konferenz« in Leipzig, am 4. September 2014.

»Globales Kapital, nationale Arbeitskraft?« Vortrag im Rahmen des Forschungskolloqiums von Prof. Dr. Klaus Dörre und Dr. Hajo Holst, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie, Friedrich Schiller Universität Jena, Institut für Soziologie, am 08. Juli 2014.

Chair der Session »Workings of Capitalism« im Rahmen der Critical Sociology Conference, mit Serge Paugam und Paul Thompson, Goethe-Universtität Frankfurt am Main, am 24. Juni 2014.

»Strukturelle Heterogenität  und soziale Fragmentierung in Europa«. Vortrag im Rahmen der Forschergruppe des Kollegs Postwachstumsgesellschaften in der Friedrich Schiller Universität Jena, am 12. Juni 2014.

»Ansprüche an Arbeit unter Normalitätsdruck?« Vortrag am Hamburger Institut für Sozialforschung im Rahmen der “Hamburger Gespräche zur Zukunft der Arbeit”, am 04. Juni 2014.

»European Transnational Capital Class Formation and Labour«. Vortrag und Kommentar zu Bastiaan Apeldoorn auf dem “Critical European Studies Workshop” der Assoziation Kritischer Europaforschung, an der VU Universität Amsterdam, am 16. Mai 2014.

»Precarization and Fragmentation in Germany and Europe«. Vortrag im Rahmen der Konferenz Transformation Of Labour In The Period Of Neoliberal Offensive an der Universität Belgrad, am 04. April 2014.