Dr. Hermann Kocyba

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Postanschrift:
Institut für Sozialforschung
Dr. Hermann Kocyba
Senckenberganlage 26
60325 Frankfurt am Main

Kurzbiographie

Geboren 1949. Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt. Promotion zum Dr. phil. mit einer Dissertation zum Thema “Widerspruch und Theoriestruktur. Zur Darstellungsmethode im Marxschen ’Kapital’“. Seit 1978 Lehrtätigkeit im Fach Soziologie bzw. Philosophie (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M., Universität Marburg, Technische Universität Darmstadt, Universität Flensburg, Fachhochschule Wiesbaden, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg). Seit 1995 Mitarbeiter des Instituts für Sozialforschung.

Forschungsschwerpunkte

Arbeits- und Organisationssoziologie; Wirtschaftssoziologie mit dem Schwerpunkt Entwicklung des Finanzsektors; Dienstleistungsforschung; Diskursanalyse, Wissenssoziologie und Aktor-Netzwerk-Forschung

Laufende Forschungsprojekte

Wertschöpfung und Anerkennung im Finanzdienstleistungssektor

Frühere Forschungsprojekte

Technologieentwicklung als Institutionalisierungsprozeß
Indikatoren der Rehabilitationsbedürftigkeit aus Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung.
Entwicklung von Planungs- und Steuerungssystemen im Kontext flexibel-integrativer Rationalisierung.
Innovation und Arbeit in der 'Wissensgesellschaft'.
Zur Tarifsituation im IT-Sektor.
Entscheidungsverhalten von Führungskräften aus Energietechnik und Energiewirtschaft.

Krankheitsverleugnung: Betriebliche Gesundheitskulturen und neue Arbeitsformen

Weitere Aktivitäten

Tätigkeit als Übersetzer, u. a. von Texten von Luc Boltanski, Gilles Deleuze, Michel Foucault, Arlie Hochschild, Bruno Latour, Thomas McCarthy und Charles Taylor.

Publikationen (Auswahl)

Wissensbasierte Selbssteuerung. Die Wissensgesellschaft als arbeitspolitisches Kontrollszenario, in: Wilfried Konrad und Wilhelm Schumm (Hg.): Wissen und Arbeit. Neue Konturen von Wissensarbeit. Münster 1999: Westfälisches Dampfboot.

Der Preis der Anerkennung. Von der tayloristischen Mißachtung zur strategischen Instrumentalisierung der Subjektivität der Arbeitenden, in: Ursula Holtgrewe u.a. (Hg.): Anerkennung und Arbeit. Konstanz 2000: Universitätsverlag Konstanz.

Die falsche Aufhebung der Entfremdung. Über die normative Subjektivierung der Arbeit im Postfordismus, in: Mathias Hirsch (Hg.): Psychoanalyse und Arbeit. Göttingen 2000: Vandenhoeck & Ruprecht.

(zus. mit Uwe Vormbusch) Partizipation als Managementstrategie. Gruppenarbeit und flexible Steuerung in Automobilindustrie und Maschinenbau. Frankfurt a. M. und New York 2000: Campus.

(zus. mit Wilhelm Schumm) Begrenzte Rationalität – Entgrenzte Ökonomie. Arbeit zwischen Betrieb und Markt, in: Axel Honneth (Hg.):Befreiung aus der Mündigkeit. Paradoxien des gegenwärtigen Kapitalismus. Frankfurt a. M. und New York 2002: Campus, S. 35-64.

Wissenspolitik im Unternehmen. Kennziffern und wissensbasierte Selbststeuerung, in: Stefan Böschen (Hg.): Wissenschaft in der Wissensgesellschaft. Berlin 2003, S. 178-190

Selbstverwirklichungszwänge und neue Unterwerfungsformen. Paradoxien der Gesellschaftskritik, in: Arbeitsgruppe SubArO (Hg.): Ökonomie der Subjektivität - Subjektivität der Ökonomie. Berlin 2004, S. 79-93.

(zus. mit Stephan Voswinkel) Entgrenzung der Arbeit. Von der Entpersönlichung zum permanenten Selbstmanagement, in: WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung, Heft 2/2005, S. 73-83.

Selbstverwirklichung im Unternehmen - Chance oder Anerkennungsfalle?, in: Maria Funder (Hg.): Jenseits der Geschlechterdifferenz? Geschlechterverhältnisse in der Informations- und Wissensgesellschaft. Berlin 2005, S. 139-153.

Die Disziplinierung Foucaults: Diskursanalyse als Wissenssoziologie, in:Dirk Tänzler (Hg.): Neue Perspektiven der Wissenssoziologie. Konstanz 2006, S. 137-155.

Theodor W. Adorno. Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie. Einleitung, in: Axel Honneth (Hg.): Schlüsseltexte der Kritischen Theorie. Wiesbaden 2006, S. 69-71.

(zus. mit Stephan Voswinkel) Betriebliche Gesundheitskulturen und neue Arbeitsformen. Arbeitspapier Nr. 150 der Hans-Böckler-Stiftung. Düsseldorf 2007.

(zus. mit Stephan Voswinkel) Störfaktor Krankheit. Warum der rückläufige Krankenstand das falsche Signal für betriebliche Gesundheitspolitik ist, in: Forschung Frankfurt 3/2007, 43–46.

Was leistet das Leistungsprinzip?, in: Ralf Zwengel (Hg.): Gesellschaftliche Perspektiven Arbeit und Gerechtigkeit. Jahrbuch der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen 21. Frankfurt 2007, S. 163–177.

Die Bedeutung der Kategorie Wissen für den Wandel der Arbeit, in: Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis 2. 16 (2007), S. 43–49.

Anerkennung, Subjektivierung, Singularität, in: travailler 18 (2007), S. 89–102.

Reconnaissance, subjectivisation, singularité, in: travailler 18 (2007), S. 103–118.

(zus. mit Stephan Voswinkel) 2007: Krankheitsverleugnung – Das Janusgesicht sinkender Fehlzeiten; in: WSI-Mitteilungen Jg. 60/2007 Heft 3, S. 131–137.

Kocyba, Hermann Entscheidungsverhalten von Führungskräften aus Energietechnik und  Energiewirtschaft, in: Aus Forschung und Entwicklung. Mitteilungen der Forschungsstelle
und des Forschungsbeirates der AGFW 12, Frankfurt 2007, S. 93–102.

Soziologie ohne Soziologen: Verkauft sich eine Profession unter Wert?, in: Birgit Blättel-Mink et al. (Hg.): Beratung als Reflexion. Perspektiven einer kritischen Berufspraxis für SoziologInnen. Berlin 2008, S. 92–97.

Die neue Unterschicht: Von der Ausbeutung zur Ausgrenzung und zurück, in: Claudio Altenhain et al. (Hg.): Von »Neuer Unterschicht« und Prekariat. Gesellschaftliche Verhältnisse und Kategorien im Umbruch. Bielefeld 2008, S. 65–76.

(zus. mit Stephan Voswinkel) Kritik (in) der Netzwerkökonomie, in: Gabriele Wagner und Philipp Hessinger (Hg.): Ein neuer Geist des Kapitalismus? Paradoxien und Ambivalenzen der Netzwerkökonomie. Wiesbaden 2008, S. 41–62.

(zusammen mit M. Bartels, L. Dittmann, H. Huther, D. Lindenbergerg, W. Lutsch, W. Münch, S. Neckel, J. Oberschmidt, P. Radgen, F.- G. Witterhold) Schwerpunkte und Effizienzstrategien in der Energieforschung. Abschlussbericht zum Vorhaben »Multidimensionale Technikbewertung« im Programm EduaR&D des BMWi. Frankfurt a. M.: AGFW, Frankfurt 2008.

(zus. mit Lutz Eichler und Wolfgang Menz): Gesellschaftstheoretischer Anspruch und die Beharrlichkeit des Besonderen. Theorie und Empirie in den industriesoziologischen Arbeiten des Instituts für Sozialforschung, in: Hans J. Pongratz und Rainer Trinczek (Hg.): Industriesoziologische Fallstudien. Entwicklungspotenziale einer Forschungsstrategie. Berlin 2010, S. 163-204.

Kommt gute Arbeit unter die Räder? Zum »Mehrwert der Wertedebatte«, in: express Nr. 12/1009, Frankfurt S. 1–3.

Les paradoxes de la manifestation de reconnaissance, in: Christian Lazzeri und Soraya Nour (Hg.): Reconnaissance, identité et intégration sociale. Paris 2009, S. 277-293.

Wissensökonomie – jenseits von Kapitalismus und Verwertungszwängen?, in: Ralf Zwengel (Hg.): Ohne Proletariat ins Paradies? Zur Aktualität des Denkens von André Gorz. Frankfurt 2009, S. 43-55.

Diese Hin- und Herverschieberei, das hat irgendwann zu einer absoluten Überblickslosigkeit geführt, in: Claudia Honegger et. al. (Hg.): Strukturierte Verantwortungslosigkeit. Berichte aus der Bankenwelt. Frankfurt 2010, S. 41-46.

Die Finanzmarktorientierung ist das Hauptproblem, in: Claudia Honegger et. al. (Hg.): Strukturierte Verantwortungslosigkeit. Berichte aus der Bankenwelt. Frankfurt 2010, S. 224-229.



INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG an der Johann Wolfgang Goethe-Universität
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