Prof. Dr. Ferdinand Sutterlüty

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Postanschrift:
Institut für Sozialforschung
Senckenberganlage 26
60325 Frankfurt am Main

Wissenschaftliche Biographie

 
 

Geboren 1962 in Egg (Vorarlberg/Österreich). Studium der Katholischen Theologie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck mit einem Studienaufenthalt in Salamanca (Spanien). 1987 Abschluss als Magister der Theologie. Soziologiestudium an der Universität Konstanz und der Freien Universität Berlin. 1994 Abschluss als Diplom-Soziologe. 2000 Promotion zum Dr. phil. an der Freien Universität Berlin. 2010 Habilitation an der Universität Wien und Erteilung der Lehrbefugnis (venia docendi) für das Fach Soziologie. Mehrjährige Tätigkeit als Referent in der Erwachsenenbildung bei der Gesellschaft für Integration, Sozialforschung und Betriebspädagogik gGmbH Berlin, Lehraufträge am John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin. 2001 bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. 2005 bis 2007 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. 2007 bis 2012 Professor für Soziologie an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Paderborn und seit dem Sommersemester 2012 Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Familien- und Jugendsoziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt; Mitglied des Kollegiums am Institut für Sozialforschung.

 

Forschungsschwerpunkte

Soziale Ungleichheit, ethnische Beziehungen, Jugend- und Familiensoziologie, Gewalt- und Kriminalsoziologie, Religionssoziologie, Sozialtheorie, qualitative Methoden der Sozialforschung

Laufendes Forschungsprojekt

Religiöse Ideen und soziales Handeln. Christliche Rechtfertigungsnarrative zwischen Gesellschaftskritik und Legitimitätsglauben

Frühere Forschungsprojekte

»Negative Klassifikationen«. Ideologien der Ungleichwertigkeit in den symbolischen Ordnungen gegenwärtiger Sozialgruppen (Institut für Sozialforschung Frankfurt, 2002 – 2005).

Gewalterfahrungen und Gewaltkarrieren. Elemente einer empirisch fundierten Theorie der Jugendgewalt (Freie Universität Berlin, 1996 - 2000).

Weitere Aktivitäten

Mitherausgeber von »WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung«

 

Publikationen (Auswahl)

Religion in sozialen Inklusions- und Exklusionsprozessen, in: Kurt Appel et al. (Hrsg.): Religion in Europa heute. Sozialwissenschaftliche, rechtswissenschaftliche und hermeneutisch-religionsphilosophische Perspektiven. Göttingen: Vienna University Press bei V&R unipress 2012, S. 41–65.

Normative Paradoxien der Gegenwart – eine Forschungsperspektive, in: West-End. Neue Zeitschrift für Sozialforschung, Jg. 8, Heft 1/2011, S. 67–85 (zusammen mit Axel Honneth).

In Sippenhaft. Negative Klassifikationen in ethnischen Konflikten. Frankfurt/New York: Campus 2010.

The Paradox of Ethnic Equality, in: Archives Européennes de Sociologie – European Journal of Sociology, Vol. 51, No. 1/2010, S. 33–53.

Understanding Youth Violence: Rationality and its Limits, in: Illinois Child Welfare, Vol. 5, No. 1/2009–2010, S. 47–64.

Jugend und Gewalt, in: Ethik & Unterricht, Jg. 19, Heft 2/2009, S. 6–10.

Abenteuer Feldforschung. Soziologen erzählen. Frankfurt/New York: Campus 2008 (hrsg. zusammen mit Peter Imbusch).

Markt der Nächstenliebe, in: Ferdinand Sutterlüty/Peter Imbusch (Hrsg.): Abenteuer Feldforschung. Soziologen erzählen. Frankfurt/New York: Campus 2008, S. 79–96.

Einführung zum Abschnitt »Ausgrenzungen und Ungleichheiten«, in: Peter Imbusch/Wilhelm Heitmeyer (Hrsg.): Integration – Desintegration. Ein Reader zur Ordnungsproblematik moderner Gesellschaften. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2008, S. 389–396.

Klassifikationen im Kampf um Abgrenzung und Zugehörigkeit, in: Sighard Neckel/Hans-Georg Soeffner (Hrsg.): Mittendrin im Abseits. Ethnische Gruppenbeziehungen im lokalen Kontext. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2008, S. 27–89 (zusammen mit Sighard Neckel und Ina Walter).

Zur Zukunft der Kirchen, in: Ingeborg Gottschalk/Alexander von Oettingen/Beate Sutterlüty (Hrsg.): Zur Zierde der Stadt und Erhebung der Seelen. 100 Jahre Erlöserkirche Bad Homburg. Frankfurt a. M.: Societätsverlag 2008, S. 236–243.

The Genesis of Violent Careers, in: Ethnography, Vol. 8, No. 3/2007, S. 267–296.

Lerntheoretische Fehlschlüsse in Aggressionsforschung und Gewaltprävention, in: Mario Gollwitzer/Jan Pfetsch et al. (Hrsg.): Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen. Aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis. Göttingen: Hogrefe 2007, S. 75–88.

Gewalt und suspendierte Handlungsrationalität, in: Trauma & Gewalt, Jg. 1, Heft 1/2007, S. 12–23.

Bashing the Migrant Climbers: Interethnic Classification Struggles in German City Neighborhoods, in: International Journal of Urban and Regional Research, Vol. 30, No. 4/2006, S. 798–815 (zusammen mit Sighard Neckel).

Wer ist was in der deutsch-türkischen Nachbarschaft?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 40-41/2006 (»Integration - Desintegration«), S. 26-34.

The Belief in Ethnic Kinship: A Deep Symbolic Dimension of Social Inequality, in: Ethnography, Vol. 7, No. 2/2006, S. 179-207.

Blutsbande. Ethnische »Verwandtschaft« als Tiefendimension sozialer Ungleichheit, in: WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung, Jg. 3, Heft 1/2006, S. 36-70.

Dynamik der Gewalt. Wie Ohnmachtsgefühle sich in einen Machtrausch verkehren können. Der Fall der Neuköllner Rütli-Schule, in: Die Zeit, Nr. 15, 6. April 2006, S. 49.

Türkische Tüchtigkeit und deutsche Dissozialität. Negative Klassifikationen in urbanen Nachbarschaften, in: Soziale Probleme, Jg. 16, Heft 1/2005, S. 25-48.

Negative Klassifikationen. Konflikte um die symbolische Ordnung sozialer Ungleichheit, in: Wilhelm Heitmeyer/Peter Imbusch (Hrsg.): Integrationspotenziale einer modernen Gesellschaft. Analysen zu gesellschaftlicher Integration und Desintegration. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2005, S. 409-428 (zusammen mit Sighard Neckel).

Übernahmegerüchte. Klassifikationskämpfe zwischen türkischen Aufsteigern und ihren deutschen Nachbarn, in: Leviathan, Jg. 33, Heft 2/2005, S. 182-204 (zusammen mit Ina Walter).

Gewaltaffine Interpretationsregimes. Situationsdefinitionen gewalttätiger Jugendlicher, in: Christoph Liell/Andreas Pettenkofer (Hrsg.): Kultivierungen von Gewalt. Beiträge zur Soziologie von Gewalt und Ordnung. Würzburg: Ergon 2004, S. 85-108.

Ist Gewalt rational?, in: WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung, Jg. 1, Heft 1/2004, S. 101-115.

Was ist eine »Gewaltkarriere«?, in: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 33, Heft 4/2004, S. 266-284.

Respekt vor den Verlierern schaffen, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 36, 13. Februar 2004, S. 2.

Intrinsische Gewaltmotive bei jugendlichen Tätern, in: Handlung, Kultur, Interpretation. Zeitschrift für Sozial- und Kulturwissenschaften, Jg. 11, Heft 2/2002, S. 242-260.

Gewaltkarrieren. Jugendliche im Kreislauf von Gewalt und Missachtung. Frankfurt/New York: Campus 2002.

Gewalterfahrung als Motiv. Gespräche mit jugendlichen Tätern, in: Kursbuch, Heft 147/2002 (»Gewalt«), S. 106-118.

Wie werden Jugendliche zu Gewalttätern? Theoretische Perspektiven und ein Fallbeispiel, in: Jan Koehler/Sonja Heyer (Hrsg.): Anthropologie der Gewalt. Chancen und Grenzen der sozialwissenschaftlichen Forschung. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Forschung 1998, S. 27-47.


INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG an der Johann Wolfgang Goethe-Universität
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