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Das Institut für Sozialforschung plant, jährlich im November
eine dreitägige Adorno-Vorlesung zu veranstalten. Damit wird die
Idee verfolgt, das intellektuelle Vermächtnis von Adorno in der
ganzen Breite der von ihm behandelten Disziplinen wachzuhalten. Zu diesem
Zweck werden international renommierte Wissenschaftler eingeladen, die
in Form von drei zusammenhängenden Vorträgen Aspekte des Werkes
von Adorno in ihren eigenen Theorieprojekten darstellen und weiterverfolgen
sollen; dabei ist alternierend an Schwerpunktsetzungen in der Philosophie,
der Ästhetik und den Sozialwissenschaften gedacht.
Den Auftakt im Jahr 2002 wird die Philosophin Judith Butler (University
of California, Berkeley) machen, die in den letzten Jahren durch ihre
Veröffentlichungen zur Macht- und Kulturtheorie allerhöchste
Resonanz in der intellektuellen Öffentlichkeit gefunden hat; in
drei Vorlesungen und einem Seminar will sie die Fragen einer zeitgenössischen
Ethik in Form einer Auseinandersetzung mit Adornos "Minima Moralia"
behandeln.
Programm:
Prof. Dr. Judith Butler, Berkley, Calif.:
Kritik der ethischen Gewalt
Montag, 11. November bis Mittwoch, 13. November
jeweils 18.00 - 20.00 Uhr:
1. Rechenschaft über sich selbst
2. Gegen die ethische Gewalt
3. Verantwortung und die Frage nach dem Menschen
Ort:
Johann Wolfgang Goethe-Universität,
Hörsaalgebäude,
Hörsaal VI (Mertonstraße)
INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG an der
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Senckenberganlage 26 60325 Frankfurt am Main Telefon:
069 - 75 61 83 0 Telefax: 069 - 74 99 07
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