Reihe: ZeitBrüche - Diagnosen zur Gegenwart
"Das Ende des sozialen Kapitalismus?"
Es diskutieren:
Boy Lüthje (IfS), Werner Plumpe (Universität Frankfurt am Main/IfS), Mathias Greffrath (ZEIT), Karen Horn (FAZ)
Moderation: Peter Kemper (Hessischer Rundfunk)
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In der Veranstaltungsreihe ZeitBrüche stellt das Institut für Sozialforschung (IfS) in Zusammenarbeit
mit dem Hessischen Rundfunk (hr2) und dem Literaturhaus Frankfurt Zeitdiagnosen vor. An diesem Abend steht
die Frage auf der Tagesordnung, wie sich der derzeitige rasche Strukturwandel des Kapitalismus auf seine
soziale Gestaltung, seine Organisationsstrukturen und seine politischen "Steuerbarkeit" auswirkt.
Dabei geht es um eine doppelte Perspektive: Einerseits ist der gegenwärtige Strukturwandel Teil eines
mittel- und langfristigen Entwicklungsprozesses, der sich nur historisch begreifen lässt. Der
"kapitalistische Wohlfahrtsstaat" und das "sozialpartnerschaftlich orientierte Unternehmen" waren
Produkte einer besonderen historischen Situation, die im Rahmen der Globalisierung vergangen ist.
Andererseits aber ist die Globalisierung kein naturwüchsiger Prozess, der sich zwangsläufig vollzieht,
sondern auch und gerade Gegenstand gestalterischer Eingriffe. Nur: nach welchen Regeln und nach welchen
Vorbildern kann eine Gestaltung des Kapitalismus nach dem Ende seiner "sozialen Phase" erfolgen? Und:
welche Eingriffe haben im Rahmen weltwirtschaftlicher Dynamik welche Folgen? Welche sind erfolgreich,
welche haben unter Umständen andere Folgen als die intendierten? Kurz: Das Ende des "sozialen Kapitalismus"
stellt um so drängender die Frage nach seiner Zukunft.
In Zusammenarbeit mit dem IfS und hr2.
INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG an der
Johann Wolfgang Goethe-Universität
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