Reihe: ZeitBrüche - Diagnosen zur Gegenwart

"Homosexualisierung der Sexualität"

Es diskutieren:
Andrea Bambey, Ina Hartwig, Reimut Reiche und Martin Dannecker
Moderation: Peter Kemper (Hessischer Rundfunk)

 

In der Veranstaltungsreihe ZeitBrüche stellt das Institut für Sozialforschung (IfS) in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk (hr2) und dem Literaturhaus Frankfurt Zeitdiagnosen vor. An diesem Abend geht es um die Frage, wie sich sexuelle Lebensformen seit den siebziger Jahren gewandelt haben. Die Ethik der "ewig bindenden", kinderreichen Ehe hat in den letzten dreißig Jahren ihre Bedeutung verloren. Heterosexuelle Beziehungen sind damit nicht mehr an die Ehe gebunden, sie sind nicht einmal mehr an das Zusammenleben an einem Ort gekoppelt. Mit diesen Veränderungen in der kulturellen und sexuellen Praxis formt sich auch das Bild vom männlichen Sexualpartner neu: Beide Partner, nicht mehr nur die Frau, müssen sich als sexy inserieren. In solchen und anderen Phänomenen erkennt der Psychoanalytiker Reimut Reiche den stilbildenden Einfluss homosexueller Subkulturen und ihre Pionierfunktion für die kulturellen Umbrüche in heterosexuellen Lebensformen.

In Zusammenarbeit mit dem IfS und hr2.


INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG an der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Senckenberganlage 26 • 60325 Frankfurt am Main • Telefon: 069 - 75 61 83 0 • Telefax: 069 - 74 99 07
http://www.ifs.uni-frankfurt.de • Email: ifs@rz.uni-frankfurt.de