Frankfurter Adorno-Vorlesungen
27. bis 29. November 2006
Stephen Greenblatt,
Harvard University, USA
Shakespeare: Autonomy, Normativity, Negation
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Die drei Vorlesungen sind eine Untersuchung dessen, was Adorno in der Ästhetischen Theorie den »nominalistischen Durchbruch Shakespeares zur sterblichen und in sich unendlich reichen Individualität« genannt hat. Die Ausbildung jener Individualität war nur dadurch möglich, dass das formale und inhaltsleere Ideal einer in sich undifferenzierten Schönheit, das die Ästhetik der Renaissance dominierte, zurückgewiesen wurde. Doch ebenso verwarf Shakespeare das Ideal einer radikalen Trennung und Unabhängigkeit des Individuums von der Gesellschaft, wie sie tragisch Coriolanus verkörperte. Es war die quälende Gestalt des Shylok, der sich in seinem mörderischen und irrationalen Hass der Phantasie hingibt, noch innerhalb des Gesetzes zu sein, mit der Shakespeare seine nominalistische Wende vollzog.
Stephen Greenblatt hat einen Lehrstuhl für Literaturwissenschaft am Department of English and American Literature and Language in Harvard inne und ist Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er gilt als führender Theoretiker des New Historicism und zählt zu den bedeutendsten Shakespeare-Forschern. In deutscher Sprache sind von ihm unter anderem erschienen:
Schmutzige Riten. Betrachtungen zwischen Weltbildern. Berlin: Wagenbach 1991;
Wunderbare Besitztümer. Die Erfindung des Fremden: Reisende und Entdecker. Berlin: Wagenbach 1994;
Was ist Literaturgeschichte? (Erbschaft unserer Zeit). Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2000;
Wille in der Welt. Wie Shakespeare zu Shakespeare wurde. Berlin: Berlin Verlag 2004.
Die Vorlesungen werden in englischer Sprache abgehalten.
Montag, 27. November
18.30 s.t. - 20.30 Uhr
Autonomy
Dienstag, 28. November
18.30 s.t. - 20.30 Uhr
Normativity
Mittwoch, 29. November
18.30 s.t. - 20.30 Uhr
Negation
Veranstaltungsplakat der Adorno-Vorlesungen (PDF)
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt am Main
Hörsaal I
Mertonstraße 17-21
Veranstalter:
Institut für Sozialforschung in Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main
Gefördert durch:
Stadt Frankfurt - Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stiftung zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Beziehungen der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Information und Kontakt:
Institut für Sozialforschung
an der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Senckenberganlage 26
D-60325 Frankfurt am Main
Telefon:
069 / 7561830
Email: ifs@uni-frankfurt.de
INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG an der
Johann Wolfgang Goethe-Universität
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