Reihe: ZeitBrüche - Diagnosen zur Gegenwart
"Angst im Rechtsstaat "
Es diskutieren:
Werner Bohleber (PSYCHE, Frankfurt am Main)
,
Erhard Denninger (Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main) ,
Thea Dorn (Autorin, Berlin)
,
Klaus Günther (IfS)
Moderation: Peter Kemper (Hessischer Rundfunk)
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In der Veranstaltungsreihe ZeitBrüche stellt das Institut für Sozialforschung (IfS) in Zusammenarbeit mit dem
Hessischen Rundfunk (hr2) und dem Literaturhaus Frankfurt im halbjährigen Abstand Zeitdiagnosen vor.
Die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus provoziert den Rechtsstaat zu Gegenmaßnahmen, die ihn an seine
Grenzen treiben und zuweilen auch darüber hinaus. Nicht mehr die Angst vor staatlicher Willkür bedroht die Freiheit
des Einzelnen, sondern die Angst vor dem Anderen. Wer Angst hat, traut sich nicht, seine Freiheit in dem Umfang
zu gebrauchen, wie es ihm rechtlich zusteht - eine Person vor ebendieser Selbstbeschränkung ihrer eigenen Freiheit
zu bewahren ist eine zentrale Aufgabe des Rechtsstaates. Doch nicht alle empfinden die gleiche Angst, manche reagieren
gelassen und verhalten sich nur etwas vorsichtiger, andere sind eingeschüchtert und schränken ihren Bewegungsspielraum
sehr weit ein. Auf welche Angst soll der Rechtsstaat reagieren, ohne mit seinen Maßnahmen die Freiheit mehr als
notwendig einzuschränken? Auf wieviel Freiheit will jeder einzelne verzichten, um sich bei der Ausübung seiner
Freiheit nicht mehr ängstigen zu müssen? Ob und in welchem Ausmaß es diese Ängste gibt, ob und in welchem Maße
sie berechtigt sind, und wo die Grenze zwischen einer freiheitsbewahrenden und freiheitsvernichtenden politischen
Reaktion auf Angst verläuft, das sind die zentralen Themen an diesem Abend.
In Zusammenarbeit mit dem IfS und hr2.
INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG an der
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Senckenberganlage 26 60325 Frankfurt am Main Telefon:
069 - 75 61 83 0 Telefax: 069 - 74 99 07
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