Reihe: ZeitBrüche - Diagnosen zur Gegenwart

»Elend der Integration«

Es diskutieren:
Mina Ahadi (Menschenrechtlerin, Köln), Jörg Lau (Die Zeit, Berlin), Werner Schiffauer (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder), Ferdinand Sutterlüty (IfS)
Moderation: Peter Kemper (Hessischer Rundfunk hr2)

 

In der Veranstaltungsreihe ZeitBrüche initiiert das Institut für Sozialforschung (IfS) in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk (hr2) und dem Literaturhaus Frankfurt zwei Mal jährlich eine Diskussion zu einem zeitdiagnostischen Thema.
Unter dem Titel Elend der Integration beschäftigt sich die Diskussionsrunde diesmal mit Fragen der sozialen Integration von Migrantinnen und Migranten. Dabei geht es vor allem um die deutsche Integrationsrealität und ihre empirischen Beschreibungen. Eine wichtige Frage wird sein, welche – politischen, ökonomischen, kulturellen und lebensweltlichen – Faktoren zu einer gelingenden oder misslingenden Integration beitragen. Darüber hinaus sollen verschiedene normative Vorstellungen von Integration, ihre Realitätstauglichkeit und ihre moralische Wünschbarkeit Thema sein. Möglicherweise wird die Runde auch Antworten finden auf die in der Öffentlichkeit vieldiskutierten Fragen, ob die allgegenwärtigen Forderungen nach Integrationsbereitschaft eine kontraproduktive Zumutung für die Migranten und Migrantinnen darstellen; ob Tendenzen zur Herausbildung ethnischer und religiöser Parallelstrukturen zu einer unzumutbaren Gefahr für die Aufnahmegesellschaft werden; was es für Migrantinnen und Migranten bedeutet, wenn ihnen, von der Herkunftsgemeinschaft wie von der Mehrheitsgesellschaft, eine kulturelle und religiöse Identität verordnet wird.

 

 


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