Vortrag
Jonathan Unger
Governance, Control, and Identity in an Industrialized Chinese Village Community: Chen Village Today |
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Öffentlicher Vortrag in englischer Sprache
in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Zentrum für Ostasienstudien (IZO)
an der Goethe-Universität Frankfurt
Donnerstag, 1. Oktober 2009,
14 Uhr c.t.
IfS Raum I
Seit den 1970er Jahren nahm Jonathan Unger an Forschungen über ein Bauerndorf im Perlflussdelta Chinas teil. Seine neueren Untersuchungen fokussieren auf eine außergewöhnliche Transformation des Dorfes, nachdem es zu einem Standort der Exportindustrie wurde. Auch wenn gegenwärtig mehr als 50 000 »Auswärtige« auf dem Territorium des Dorfes leben, üben die 1 000 »Einheimischen« eine umfassende politische Kontrolle aus – mithilfe einer Dorfregierung, die alleine sie bestimmen.
Unger diskutiert die verschlungenen Pfade, auf denen ein ländliches Regulierungs- und Polizeisystem dazu eingesetzt wird, eine dominante lokale Gruppe zu privilegieren und dabei überlieferte Abstammungslinien in einem neuen, industrialisierten Rahmen zu verfestigen.
Jonathan Unger ist Direktor des Contemporary China Centre an der Australian National University. Er publizierte 14 Bücher und zahlreiche Artikel zu China, unter anderen The Transformation of Rural China. Armonk, NY: M. E. Sharpe 2002; The Nature of Chinese Politics from Mao to Jiang. Armonk, NY: M. E. Sharpe 2000; (als Koautor) Chen Village: Revolution to Globalization. University of California Press 2009.
INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG an der
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