Die seit 2004 vom Institut für Sozialforschung herausgegebene Zeitschrift WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung richtet sich an ein breites intellektuelles Lesepublikum. An ihre berühmte Vorgängerin, die in den Jahren 1932 bis 1941 erschienene Zeitschrift für Sozialforschung, schließt sie mit dem Gedanken der Interdisziplinarität und dem Anspruch einer kritischen Gesellschaftstheorie an. Zur Veröffentlichung kommen Aufsätze und Essays aus unterschiedlichen sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen, die zur Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Lage beitragen. Die Rubrik »Studien« enthält jeweils drei Aufsätze, die eine grundsätzliche Frage der Sozial- oder ästhetischen Theorie behandeln. Ein »Stichwort«, das den Schwerpunkt der jeweiligen Ausgabe anzeigt, versammelt Beiträge zu einem zeitdiagnostisch relevanten Thema. Unter dem Titel »Eingriffe«, der dritten Rubrik, finden sich kürzere Texte, die in aktuelle Debatten intervenieren und zu wichtigen theoretischen Entwicklungen Stellung beziehen.

Mit dem 11. Jahrgang ist die Zeitschrift vom Stroemfeld Verlag zum Campus Verlag gewechselt.

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1—2019

Helfen zwischen Solidarität
und Wohltätigkeit

 

Inhalt

Studien

3 Didier Fassin: Der lange Atem der Kritik

33 Nina Fischer: Literatur als kultureller Widerstand. Palästinabilder aus der Diaspora

55 Lutz Wingert: Zwischen opportunistischer Anpassung und kontemplativer Klage? Politische Philosophie in einer nicht-idealen Welt

87 Stichwort: Helfen zwischen Solidarität und Wohltätigkeit Hg. von Greta Wagner | lesen …

91 Frank Adloff: Ambivalenzen des Gebens. Hilfe zwischen Hierarchie und Solidarität

101 Serhat Karakayali: Helfen, Begründen, Empfinden. Zur emotionstheoretischen Dimension von Solidarität

113 Christine Unrau: »Your position?« – Zeigen, Erzählen und Geben in Fuocoammare

123 Isabell Trommer und Greta Wagner: Mitleid und Krise. Zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Bundesrepublik

Eingriffe

135 Anne-Claire Defossez und Didier Fassin: Eine unwahrscheinliche Bewegung? Macrons Frankreich und der Aufstieg der Gilets Jaunes

151 Axel Honneth: Die moralische Geburt des französischen Strukturalismus. Zu Claude Lévi-Strauss’ Traurigen Tropen

161 Wolfgang Seifert: Entfernte Verwandte? Masao Maruyama und Franz Neumann zu »Ultranationalismus« und Nationalsozialismus

Mitteilungen aus dem IfS

175 Bericht: »LinksVerkehr« – eine Veranstaltungsreihe über 1968 in Marburg und Frankfurt a. M.

181 Neues Forschungsprojekt: Flucht aus der Freiheit. Der Weg junger Männer in den Dschihadismus

183 Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2019

185 Autorinnen und Autoren

 

Archiv

02—2018 Sozialisation und familiale Triade
01—2018 Sozialer Aufstieg – Sozialer Abstieg
02—2017 Gefängnis und Armut
01—2017 Alexis de Tocqueville und die Paradoxien der Gleichheit
02—2016 Die Gegenwart der Homophobie
01—2016 Privatheit und politische Freiheit
02—2015 Stoner – Ambivalenze einer literarischen Sozialfigur
01—2015 Ethik im Finanzsystem?
02—2014 Neuroenhancement. Fantasien der Selbstoptimierung
01—2014 Exodus. Leben jenseits von Staat und Konsum?
2 | 2013 Aufruhr und Protest
1 | 2013 Soziologie der Polizei
1|2 | 2012 Freundschaft im gegenwärtigen Kapitalismus
2 | 2011 Postsäkularismus
1 | 2011 Normative Paradoxien der Gegenwart
2 | 2010 Digitales Selbst. Personale Identität im Zeitalter des Internet
1 | 2010 Marcel Hénaff | Gabe und soziale Integration
2 | 2009 Pathologien der chinesischen Moderne
1 | 2009 Neue Bürgerlichkeit? Tragödie und Face
2 | 2008 Luc Boltanski | Eine Soziologie der Moral
1 | 2008 Die Herrschaft der Zahlen (2)
2 | 2007 Die Herrschaft der Zahlen (1)
1 | 2007 Neue Väter – alles beim Alten?
2 | 2006 Angst im Rechtsstaat
1 | 2006 Marktexzesse
2 | 2005 Entgrenzung der Arbeit?
1 | 2005 Liebe und Kapitalismus
1 | 2004 Gewaltverhältnisse

 

Die Jahrgänge 1 bis 10 sind im Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main und Basel, erschienen.