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SUMMARY:Diedrich Diederichsen: Übergriffe und Traumhäuser. Zur Ästhetik 
 der nachpopulären Künste
DESCRIPTION:Sowohl die sich als autonom verstehende Kunst der Hochmoderne a
 ls auch die populären Massen künste sehen sich dem Vorwurf der Folgenlos
 igkeit ausgesetzt. Die autonome Kunst verzichte darauf\, auf gesellschaftl
 iche Prozesse einzuwirken\, die Kulturindustrie wiederum sediere die Masse
 n und verhindere so\, dass deren Genussfähigkeit zu Selbstverständigung 
 und erkenntnis führe und auf diese Weise gesellschaftliche Folgen zeitige
 . Meistens sind diese Vorwürfe von Künstler_innen und anderen Praktiker_
 innen und Theoretiker_innen artikuliert worden\, aber auch eine antielitä
 r argumentierende sozialdemokratische Kulturpolitik glaubt entschieden an 
 eine unmittelbare Mobilisierung des Publikums.Diedrich Diederichsen zeigt\
 , dass die sehr unterschiedlichen Angriffe auf die Folgenlosigkeit der Kü
 nste ganz unterschiedliche Defizite oder auch Eigentümlichkeiten künstle
 rischer Praxis kritisieren\, aber im Laufe der letzten gut 50 Jahre zusamm
 engeschossen sind zu einem Konsens des Übergriffs und des Eingriffs\, wie
  ihn »folgenreiche«\, in das Alltagsleben hineinreichende neue Formate 
 – meditative Minimal Music oder zum politischen Kampf ermutigende oder e
 inpeitschen de People’s Bands\, aktivistische und aktionistische Kunst\,
  das Publikum einladende oder beschämende Theaterformen – immer wieder 
 aufgenommen haben. Diese Formate haben ihre eigenen ästhetischen Werte un
 d Bedingungen ihres Gelingens\, und sie überspannen die einstigen Gegens
 ätze von hoher und populärer Kunst: Sie haben sich von den Spezifika ihr
 er ursprünglichen Kritik und deren Genealogie abgetrennt und leben als na
 chpopuläre Künste weiter.In den drei Vorlesungen wird je eine ursprüngl
 ich gegen Folgenlosigkeit gerichtete kritische Stoßrichtung rekonstruiert
 \; es wird darum gehen\, die neuen Formen und Formate qualitativ zu diskut
 ieren und dabei freiwillige und unfreiwillige ästhetische Gemeinsamkeiten
  herauszuarbeiten.Diedrich Diederichsen ist Professor für Theorie\, Praxi
 s und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der Bildenden Künst
 e Wien. Nach seinem Studium an der Universität Hamburg (Hispanistik\, Neu
 ere Deutsche Literatur und Philosophie) arbeitete er seit 1979 bei der Zei
 tschrift Sounds\; 1985 wurde er Redakteur der Musik und Popkulturzeitschri
 ft Spex. Es folgten Dozenturen und Professuren unter anderem an der Merz A
 kademie\, Stuttgart\, am Art Center College of Design\, Pasadena\, an der 
 Akademie der Bildenden Künste\, München\, an der BauhausUniversität\, W
 eimar\, und der Universität Wien. Daneben arbeitet Diederichsen als Kurat
 or\, Journalist und Autor. Er ist in verschiedenen Gremien und Jurys als B
 erater tätig. Im vergangenen Jahr ist von ihm das vielfach als Opus magnu
 m gewürdigte Buch erschienen: Über PopMusik. Köln: Kiepenheuer + Witsch
  2014.\nDie Frankfurter Adorno-VorlesungenSeit 2002 veranstaltet das Insti
 tut für Sozialforschung in Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag jährli
 ch Vorlesungen\, die an drei Abenden an Theodor W. Adorno erinnern sollen.
  Dabei geht es nicht um eine philologische Ausdeutung seines Werks\, sonde
 rn darum\, seinen Einfluss auf die heutige Theoriebildung in den Humanwiss
 enschaften zu fördern und die lebendigen Spuren seines interdisziplinäre
 n Wirkens in den fortgeschrittenen Strömungen der Philosophie\, der Liter
 a tur\, Kunst und Sozialwissenschaften sichtbar zu machen.
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