Die Veranstaltungsreihe »Der utopische Raum« ist eine seit 2019 laufende Kooperation der stiftung medico international mit dem Institut für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau. Der utopische Raum versteht sich als kritisches Forum für Projekte, Initiativen und wissenschaftliche Ansätze, die Wege der Transformation in Theorie und Praxis aufzeigen. Die Auftakttagungen und monatlichen Abendveranstaltungen widmen sich unterschiedlichen Rahmenthemen.

Weitere Informationen unter: https://www.stiftung-medico.de/der-utopische-raum

Donnerstag

Osthafenforum im medico-Haus

Der Utopische Raum

Der Utopische Raum

Der Utopische Raum: Vortrag und Gespräch mit Franziska Martinsen über das Recht auf Teilhabe jenseits nationalstaatlicher Zugehörigkeit

Der aktuelle Menschenrechtsdiskurs ist zweischneidig: Einerseits steht er für emanzipatorische Ziele, andererseits werden gerade unter dem Banner der Menschenrechte Kriege geführt, die zur Stabilisierung der herrschenden Weltordnung beitragen. Was muss geschehen, um die Menschenrechte von ihrer postkolonialen Indienstnahme zu befreien? Was ist nötig, um das auf Gerechtigkeit zielende Potential der Menschenrechte zur Geltung zu bringen? Mit ihrem Vorschlag, den Menschenrechtskatalog um ein allgemeines Recht auf politische Teilhabe unabhängig von der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Staat zu erweitern, antwortet Franziska Martinsen auf die immer drängendere Frage, wie in der zunehmend von Migration geprägten Welt das fundamentale »Recht, Rechte zu haben« (Hannah Arendt), verwirklicht werden kann.

Bitte beachten Sie die Abstands- und Hygienehinweise vor Ort. Der Einlass erfolgt ab 18:15 Uhr – bitte nutzen Sie das Zeitfenster, damit sich die Ankunft der Gäste etwas verteilt.

Die Veranstaltung wird außerdem auf dem Youtube-Kanal von medico international gestreamt. Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der entsprechenden Website von medico international.

Donnerstag

Osthafenforum im medico-Haus

Der Utopische Raum

Der Utopische Raum

Der Utopische Raum: Vortrag und Gespräch mit Aram Ziai über dekoloniale Alternativen zur herrschenden Entwicklungspolitik

Das herkömmliche Konzept von »Entwicklung« und »Unterentwicklung« gründet sich auf eine »Erfindung«, die Mitte des 20. Jahrhunderts aufkam, um die formal unabhängig werdenden Kolonien in Abhängigkeit zu halten. Das koloniale Überlegenheitsdenken, das in ihm zum Ausdruck kommt, ist bis heute zu spüren. Selbst das an sich sympathische Motto: »Leave no one behind!« suggeriert, dass »wir« voranschreiten und »die anderen« hinterherhinken. Nicht um die Bekämpfung von Macht und Folgen struktureller Gewalt geht es dann, sondern um das Abmildern bestehender Missstände und andere affirmative Anpassungsleistungen. »Post-Development« dagegen drängt auf eine Re-Politisierung von Ungleichheit, auf Alternativen zu hegemonialen Modellen von Wirtschaft, Politik und Wissen und auf ein Leben in Würde für alle.

Bis zu 70 Personen können voraussichtlich live vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen, sofern sie gegen Covid-19 geimpft, genesen oder vor maximal 48 Stunden negativ per PCR-Untersuchung getestet worden sind und einen entsprechenden Nachweis vorlegen. Bitte beachten Sie die Abstands- und Hygienehinweise vor Ort. Der Einlass erfolgt ab 18:15 Uhr – bitte nutzen Sie das Zeitfenster, damit sich die Ankunft der Gäste etwas verteilt.

Die Veranstaltung wird außerdem auf dem Youtube-Kanal von medico international gestreamt. Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der entsprechenden Website von medico international.

Donnerstag

hybrid

Der Utopische Raum

Der Utopische Raum

Der Utopiche Raum: Diskussion mit Kollektiv Ararat, Jeanette Ehrmann, Elke Sh. Hartmann und Veronika Zablotsky

Bereits über hundert Jahre liegt die gewaltsame Verfolgung und Ermordung von Armenier*innen und anderen christlichen Minderheiten im Osmanischen Reich zurück. Die Erinnerung an die Ereignisse sowie an das armenische Leben vor und nach dem Genozid verbinden bis heute die globale Diaspora der Armenier*innen. Sie findet sich dabei noch immer mit einer offiziellen Leugnungspolitik konfrontiert, die nicht nur vom türkischen Staat ausgeht, sondern sich auch in der Migrationsgesellschaft verschiedentlich äußert. Das Gespräch widmet sich der Frage, welche Formen der Geschichtsschreibung und Zeug*innenschaft nötig sind, verhandelt erinnerungspolitische Kämpfe und stellt Initiativen und Perspektiven vor, die das Schweigen überwinden und Wege in ein solidarisches Miteinander weisen.

Bis zu 30 Personen können voraussichtlich live vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen, sofern sie gegen Covid-19 geimpft oder genesen sowie zusätzlich tagesaktuell getestet sind oder eine Booster-Impfung erhalten haben und am Einlass entsprechende Nachweise vorlegen (2G-Plus-Regelung). Bitte beachten Sie die Abstands- und Hygienehinweise vor Ort; während der Veranstaltung muss eine medizinische Maske getragen werden. Der Einlass erfolgt ab 18:30 Uhr – bitte nutzen Sie das Zeitfenster, damit sich die Ankunft der Gäste etwas verteilt.

Die Veranstaltung wird außerdem auf dem Youtube-Kanal von medico international gestreamt. Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der entsprechenden Website von medico international.

Donnerstag

Hybrid

Der Utopische Raum

Der Utopische Raum

Der Utopische Raum: »Wege zu einem literarischen Kosmopolitismus« mit Hadija Haruna-Oelker, Haytham El-Wardany, Sandra Hetzl, Ilija Trojanow u. a.

Literatur schafft Verbindungen. Sie bringt Zusammenhänge zwischen Kolonialismus und Rassismus, ökologischen Krisen und Ausbeutung des Globalen Südens sowie Strukturen von Diskriminierung ebenso zur Sprache wie die Suche nach alternativen Gesellschafts- und Lebensentwürfe. Damit an die Stelle von Klischees angemessenere Bilder der Welt treten können, bedarf es der Auseinandersetzung mit außereuropäischen Künsten und ihren ästhetischen Kategorien. Gefragt sind die Stimmen derjenigen, die bisher allzu oft nur von außen beschrieben wurden. Den eurozentrischen Kanon in der Literatur zu überwinden, ist Teil der großen kosmopolitischen Arbeit an neuen gemeinsamen Narrativen.

Bis zu 30 Personen können voraussichtlich live vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen, sofern sie gegen Covid-19 geimpft oder genesen sowie zusätzlich tagesaktuell getestet sind oder eine Booster-Impfung erhalten haben und am Einlass entsprechende Nachweise vorlegen (2G-Plus-Regelung). Bitte beachten Sie die Abstands- und Hygienehinweise vor Ort; während der Veranstaltung muss eine medizinische Maske getragen werden. Der Einlass erfolgt ab 18:30 Uhr – bitte nutzen Sie das Zeitfenster, damit sich die Ankunft der Gäste etwas verteilt.

Die Veranstaltung wird außerdem auf dem Youtube-Kanal von medico international gestreamt. Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der entsprechenden Website von medico international.