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SUMMARY:AND NOW HANAU. Theater und Diskussion
DESCRIPTION:»Es hört einfach nicht auf« – mit diesem einfachen Satz be
 ginnt das Theaterstück »And now Hanau« von Tuğsal Moğul über den ras
 sistischen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020. Es fragt nach den Kontin
 uitäten\, aber auch nach den Nachwirkungen und der Kritik rechter Gewalt.
  Die Bühne bietet einen Raum\, nicht nur um der Trauer Ausdruck zu verlei
 hen und die Opfer zu Wort kommen zu lassen\, sondern auch\, um Fragen zu s
 tellen: nach der gesellschaftlichen Wirkung der Tat\, den Voraussetzungen\
 , die sie möglich gemacht haben\, und den politischen Konsequenzen – Fr
 agen\, die sich heute\, fast sechs Jahre später\, immer noch und immer wi
 eder neu stellen. Was ist der gesellschaftliche und was ist der juristisch
 e Sinn von Gerechtigkeit? Welche strukturelle Bedingungen ermöglichen Ras
 sismus? Welche institutionellen und gesellschaftlichen Veränderungen sind
  nach Hanau nötig? Auch im begleitenden Podiumsgespräch widmen wir uns d
 iesen Fragen im Spannungsfeld juristischer\, polizeilicher und politischer
  Aufklärung und diskutieren zugleich die Rolle und Möglichkeiten des The
 aters als Ort der Gegenuntersuchung\, der politischen Bildung und kritisch
 en Revision.\n \n \n16.30 Uhr Podiumsgespräch\nHörsaalzentrum\, HZ 15\
 nMit: Waltraut Verleih (Rechtsanwältin)\, Narku Laing (Rassismusforscher)
 \, Tuğsal Moğul (Autor und Regisseur) und Armin Kurtović (Initiative 19
 . Februar\, Hanau)\nModeration: Justine Diebel und Felix Trautmann\nEintri
 tt frei\, keine Anmeldung nötig.\n \n19.30 Uhr »And now Hanau«\nCasino
 \, Festsaal I\nGastspiel des Staatstheater Mainz\nText und Regie: Tuğsal 
 Moğul\nMit: Vincent Doddema\, Flora Udochi Egbonu\, Anneke Gies\, Sabah Q
 alo\nDauer ca. 80 Minuten\nEinlass ab 19h15\n \nAnmeldung\nAufgrund begre
 nzter Sitzplätze\, ist die Teilnahme an der Theatervorstellung »And now 
 Hanau« um 19h30 nur nach Anmeldung per Email möglich: kunstdergegenunter
 suchung@gmail.com\nDer Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit zur 
 Spende an die Initiative „Echte Konsequenzen für Hanau. Wir ziehen vor 
 Gericht!“ der Familie Kurtović.\n \n  \nOrganisation\nDie Veranstalt
 ung ist eine Kooperation des Arbeitsbereichs „Kriminologie und Strafrech
 t“ der Goethe-Universität Frankfurt (Tobias Singelnstein\, Justine Dieb
 el) und des Forschungsprojekts „Die Kunst der Gegenuntersuchung“ am In
 stitut für Sozialforschung (Marie-Hélène Gutberlet\, Arman Manafpour-Os
 saloo\, Anna Schlote\, Felix Trautmann\, Franziska Wildt)\n \nIn Kooperat
 ion mit\nStaatstheater Mainz\nGoethe Universität Frankfurt\nHfG Offenbach
 \nInstitut für Sozialforschung\nInitiative 19. Februar\n \nMit freundlic
 her Unterstützung von\nVolkswagenStiftung\nVereinigung Hessischer Strafve
 rteidiger:innen\nHT Strafverteidiger\nDefensio Strafverteidiger\n \n \nA
 usführliche Informationen zum Theaterstück »And now Hanau«\nDas Theate
 rstück And now Hanau von Tuğsal Moğul befasst sich mit dem Anschlag in 
 Hanau am 19. Februar 2020\, bei dem ein rechtsextremer Attentäter neun Me
 nschen aus rassistischen Motiven ermordete und danach seine Mutter und sic
 h selbst tötete. Der Bühnentext beruht auf Recherchen von Tuğsal Moğul
 \, der Initiative 19. Februar und Untersuchungen von Forensic Architecture
 . Das Stück stellt den Anschlag in den Kontext der langen Geschichte rech
 ter Gewalttaten in Deutschland seit 1945 und insbesondere seit den frühen
  1990er Jahren.\nAnd now Hanau reiht sich damit in Theaterarbeiten der jü
 ngeren Zeit ein\, die Räume für die Auseinandersetzung mit Taten rechtse
 xtremer Gewalt öffnen. Neben der Perspektive der Angehörigen und politis
 cher Solidaritätsinitiativen greift Tuğsal Moğul in der Tradition des d
 okumentarischen Theaters auch Aussagen von Politiker:innen sowie von Betei
 ligten der juridischen und parlamentarischen Untersuchungsverfahren auf. D
 as Stück verbindet die Rekonstruktion des Tathergangs mit einer Kritik de
 r teils verzerrten Wahrnehmung des Anschlags durch die Öffentlichkeit sow
 ie einer Anklage der Versäumnisse und Vergehen auf Seiten der staatlichen
  Behörden. Davon ausgehend werden eine Reihe politischer\, gesellschaftli
 cher und moralischer Fragen aufgeworfen\, allen voran die dringlichste: Wa
 s hat diese Tat überhaupt möglich gemacht und hätte sie verhindert werd
 en können? Aber auch: Weshalb müssen die Angehörigen die Aufklärungsar
 beit selbst übernehmen und von den Behörden einfordern? Welchen Einfluss
  hatte es\, dass einige der im Tatzeitraum eingesetzten Polizisten selbst 
 rechtsextrem sind? Was folgt aus den neu gewonnenen Erkenntnissen zum Tath
 ergang und den Mängeln der behördlichen Untersuchung? Wie kann der Opfer
  angemessen gedacht werden?\nGerade die nüchtern zusammengetragenen Tatsa
 chen besitzen in And now Hanau einen besonders dramatischen Effekt\, indem
  sie mit der eindringlichen Adressierung des Publikums einhergehen. Zuglei
 ch gibt das Stück der Trauer und Sprachlosigkeit einen Ausdruck. Statt mo
 ralischer Erhabenheit und didaktischer Erläuterung\, was nun zu tun sei\,
  stellt das Stück eine Untersuchungsanordnung dar\, die die Betrachtung d
 es Anschlags in Hanau auf eine Vielzahl von Aspekten ausweitet\, etwa den 
 institutionellen Rassismus in den staatlichen Behörden und der Gesellscha
 ft insgesamt\, die Ungleichheitserfahrungen migrantischer Communitys sowie
  die Frage der gesellschaftlichen Verantwortung. Über diese Gegenermittlu
 ng hinaus schafft das Theater einen Raum des empathischen Erzählens vom L
 eben der Ermordeten und des gemeinsamen Trauerns darüber\, dass sie es ni
 cht weiterleben durften.\nDie Uraufführung von »And now Hanau« fand am 
 12. Mai 2023 im Rathaus Recklinghausen statt. Es handelte sich um eine Kop
 roduktion der Theater Münster und Oberhausen mit den Ruhrfestspielen. Ein
 e weitere Inszenzierung erfolgte am Staatstheater Mainz. Das Stück wurde 
 vorwiegend in Rathäusern\, Gerichtssälen\, Polizeipräsidien sowie in ö
 ffentlichen Räumen gespielt.
URL:https://www.ifs.uni-frankfurt.de/eventleser/and-now-hanau-theater-und-d
 iskussion.html
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LOCATION:Norbert-Wollheim-Platz 1\, 60323 Frankfurt am Main
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