BEGIN:VCALENDAR PRODID:-//eluceo/ical//2.0/EN VERSION:2.0 CALSCALE:GREGORIAN BEGIN:VEVENT UID:08cd86c6626953e34449c4415c2e6fca DTSTAMP:20231208T222219Z SUMMARY:Diedrich Diederichsen: Übergriffe und Traumhäuser. Zur Ästhetik der nachpopulären Künste DESCRIPTION:Sowohl die sich als autonom verstehende Kunst der Hochmoderne a ls auch die populären Massen künste sehen sich dem Vorwurf der Folgenlos igkeit ausgesetzt. Die autonome Kunst verzichte darauf\, auf gesellschaftl iche Prozesse einzuwirken\, die Kulturindustrie wiederum sediere die Masse n und verhindere so\, dass deren Genussfähigkeit zu Selbstverständigung und erkenntnis führe und auf diese Weise gesellschaftliche Folgen zeitige . Meistens sind diese Vorwürfe von Künstler_innen und anderen Praktiker_ innen und Theoretiker_innen artikuliert worden\, aber auch eine antielitä r argumentierende sozialdemokratische Kulturpolitik glaubt entschieden an eine unmittelbare Mobilisierung des Publikums.Diedrich Diederichsen zeigt\ , dass die sehr unterschiedlichen Angriffe auf die Folgenlosigkeit der Kü nste ganz unterschiedliche Defizite oder auch Eigentümlichkeiten künstle rischer Praxis kritisieren\, aber im Laufe der letzten gut 50 Jahre zusamm engeschossen sind zu einem Konsens des Übergriffs und des Eingriffs\, wie ihn »folgenreiche«\, in das Alltagsleben hineinreichende neue Formate – meditative Minimal Music oder zum politischen Kampf ermutigende oder e inpeitschen de People’s Bands\, aktivistische und aktionistische Kunst\, das Publikum einladende oder beschämende Theaterformen – immer wieder aufgenommen haben. Diese Formate haben ihre eigenen ästhetischen Werte un d Bedingungen ihres Gelingens\, und sie überspannen die einstigen Gegens ätze von hoher und populärer Kunst: Sie haben sich von den Spezifika ihr er ursprünglichen Kritik und deren Genealogie abgetrennt und leben als na chpopuläre Künste weiter.In den drei Vorlesungen wird je eine ursprüngl ich gegen Folgenlosigkeit gerichtete kritische Stoßrichtung rekonstruiert \; es wird darum gehen\, die neuen Formen und Formate qualitativ zu diskut ieren und dabei freiwillige und unfreiwillige ästhetische Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.Diedrich Diederichsen ist Professor für Theorie\, Praxi s und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der Bildenden Künst e Wien. Nach seinem Studium an der Universität Hamburg (Hispanistik\, Neu ere Deutsche Literatur und Philosophie) arbeitete er seit 1979 bei der Zei tschrift Sounds\; 1985 wurde er Redakteur der Musik und Popkulturzeitschri ft Spex. Es folgten Dozenturen und Professuren unter anderem an der Merz A kademie\, Stuttgart\, am Art Center College of Design\, Pasadena\, an der Akademie der Bildenden Künste\, München\, an der BauhausUniversität\, W eimar\, und der Universität Wien. Daneben arbeitet Diederichsen als Kurat or\, Journalist und Autor. Er ist in verschiedenen Gremien und Jurys als B erater tätig. Im vergangenen Jahr ist von ihm das vielfach als Opus magnu m gewürdigte Buch erschienen: Über PopMusik. Köln: Kiepenheuer + Witsch 2014.\nDie Frankfurter Adorno-VorlesungenSeit 2002 veranstaltet das Insti tut für Sozialforschung in Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag jährli ch Vorlesungen\, die an drei Abenden an Theodor W. Adorno erinnern sollen. Dabei geht es nicht um eine philologische Ausdeutung seines Werks\, sonde rn darum\, seinen Einfluss auf die heutige Theoriebildung in den Humanwiss enschaften zu fördern und die lebendigen Spuren seines interdisziplinäre n Wirkens in den fortgeschrittenen Strömungen der Philosophie\, der Liter a tur\, Kunst und Sozialwissenschaften sichtbar zu machen. URL:https://www.ifs.uni-frankfurt.de/eventleser/diedrich-diederichsen-ueber griffe-und-traumhaeuser-zur-aesthetik-der-nachpopulaeren-kuenste.html DTSTART:20150617T000000 DTEND:20150619T235959 LOCATION:Mertonstraße 17-21\, 60325 Frankfurt am Main END:VEVENT BEGIN:VTIMEZONE TZID:Europe/Berlin BEGIN:DAYLIGHT DTSTART:20150617T000000 TZNAME:CEST TZOFFSETTO:+0200 TZOFFSETFROM:+0200 END:DAYLIGHT END:VTIMEZONE END:VCALENDAR