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SUMMARY:Kritik der rechten Gewalt/en
DESCRIPTION:Wird rechte Gewalt medial thematisiert\, stehen meist der Täte
 r und seine grausame Tat im Zentrum. Die Morde des NSU\, die Anschläge am
  9. Oktober 2019 in Halle und am 19. Februar 2020 in Hanau oder auch der A
 nschlag im Olympia-Einkaufszentrum in München am 22. Juli 2016 erscheinen
  darin als einzelne\, ideologisch motivierte Akte physischer Gewalt. Doch 
 in welchem größeren gesellschaftlichen Kontext stehen diese Taten? Was h
 at sie ermöglicht? Was ging den Taten voraus und welche tiefgreifenden Sp
 uren haben die Taten bei den Überlebenden und Angehörigen der Ermordeten
  hinterlassen? Für solche Fragen scheint das Interesse meist weniger gro
 ß zu sein. Von Betroffenen und Überlebenden sowie von antirassistischen 
 und antisemitismuskritischen Initiativen wurde immer wieder darauf hingewi
 esen\, dass die Gewalt rechten Terrors nicht für sich steht\; dass sie in
  ihrer gesellschaftlichen Dimension und im Kontext staatlicher Gewalt anal
 ysiert\, ihre Bedingungen aufgeklärt und kritisiert werden müssen\; und 
 dass Gewalt ein wesentliches Moment in rechtsextremen Ideologien und für 
 das Selbstverständnis rechter Akteure darstellt.\nDiesem Verständnis fol
 gend widmet sich der Workshop dem Begriff der Gewalt anhand der sozialen\,
  kulturellen\, psychologischen und materiellen Hintergründe und Zusammenh
 änge rechtsextremer Taten. Dazu schlagen wir vor\, die Widersprüchlichke
 it und Mehrdeutigkeit im Begriff der »Gewalt/en« zu entfalten: Gewalten 
 im Sinne von Rechtsstaatlichkeit und demokratischen Institutionen stehen i
 n einem doppelten Verhältnis zu rechter Gewalt: Zum einen sollen sie die 
 Freiheit und Gleichheit aller Bürger:innen garantieren und sie gegen (rec
 hte) Gewalt schützen\; zum anderen stehen diese Institutionen für eine s
 trukturelle Gewalt\, die vor allem jene trifft\, die von rechter Gewalt be
 sonders betroffen sind. Wie also lässt sich der Ort und die Bedeutung die
 ser strukturellen\, institutionellen Gewalt für das Verständnis von Gewa
 lttaten rechten Hasses bestimmen? Welche Komplizenschaft besteht hier und 
 inwiefern greifen beide ineinander? Inwieweit werden sie durch Ignoranz un
 d Desinteresse gegenüber den Opfern der Gewalt begünstigt\, durch aktive
  Formen des Wegsehens und der Abwehr gesellschaftlich mitgetragen? Inwiewe
 it wird darin auch eine epistemische Dimension der Gewalt erkennbar?\nDami
 t verbunden stellt sich die Frage\, welche Anforderungen eine Kritik der r
 echten Gewalt/en erfüllen muss\, die diese vielfältigen Dimensionen mite
 inbegreift? Wie lässt sich die Kritik der Gewalt dabei auch mit der Frage
  der Trauer um die Opfer rechter Gewalt verbinden? Welche Formen der öffe
 ntlichen Erinnerung sind im Sinne der Kritik erforderlich? Wie können Ang
 ehörige und Überlebende davor bewahrt werden\, dass die leidvollen Erfah
 rungen in der medialen Darstellung rechter Gewalttaten verstärkt oder ver
 längert werden? Welche diskursiven und künstlerischen Auseinandersetzung
 en mit rechter Gewalt vermögen die Gewalt zur Darstellung zu bringen\, oh
 ne selbst an ihr zu partizipieren. Gibt es eine ästhetische Gewalt der Ku
 nst?\nDiese und weitere Fragen um die Vielschichtigkeit von Gewaltverhält
 nissen sowie um die verschränkten Formen und Aspekte der Gewalt sollen im
  Workshop in interdisziplinärer Hinsicht und anhand verschiedener inhaltl
 icher Schwerpunkte diskutiert werden.\n \nProgramm\nDonnerstag\, 16. Apri
 l\n \n\n\n\n\n14:00\n\n\nAnkommen\, Begrüßung\n\n\n\n\n15:00\n\n\nNikla
 s Krawinkel\nZeithistorische Überlegungen zu den Ermöglichungsbedingunge
 n rechter Gewalt\n\n\n\n\n16:15\n\n\nPause\n\n\n\n\n16:30\n\n\nLuise Klaus
 \nÜbermäßige polizeiliche Gewaltanwendungen\n\n\n\n\n17:45\n\n\nPause\n
 \n\n\n\n18:00\n\n\nGloria Freitag\nCountering the Question: Who Counts? Zu
 r Kritik (nicht nur) epistemischer Gewalt\n\n\n\n\n20:00\n\n\nGemeinsames 
 Abendessen\n\n\n\n\n \nFreitag\, 17. April\n \n\n\n\n\n10:30\n\n\nAnkomm
 en\, Kaffee\n\n\n\n\n11:00         \n\n\nAyşe Güleç\nLernen un
 d Verlernen – (migrantisch) situiertes Wissen\n\n\n\n\n12:15\n\n\nPause\
 n\n\n\n\n12:30\n\n\nMatthias N. Lorenz\nBilder\, Blicke\, Narrative: Rosto
 ck-Lichtenhagen 1992 und danach\n\n\n\n\n14:00\n\n\nEnde der Veranstaltung
 \, Mittagessen\n\n\n\n\n \nOrganisation\nRime Abd Al Majeed\, Marina Mart
 inez Mateo\, Felix Trautmann\, Franziska Wildt\n(Institut für Sozialforsc
 hung\, HfG Offenbach\, Akademie der Bildenden Künste München\, Leuphana 
 Universität Lüneburg)\n \nVeranstaltung im Rahmen des von der Volkswage
 nStiftung geförderten Projekts »Die Kunst der Gegenuntersuchung«.
URL:https://www.ifs.uni-frankfurt.de/eventleser/kritik-der-rechten-gewalt-e
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LOCATION:Senckenberganlage 26\, 60325 Frankfurt am Main
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