BEGIN:VCALENDAR PRODID:-//eluceo/ical//2.0/EN VERSION:2.0 CALSCALE:GREGORIAN BEGIN:VEVENT UID:3b10a09ccab2a6d8d1297171b7e22e90 DTSTAMP:20230204T120115Z SUMMARY:Linda Martín Alcoff: Race\, Culture\, History DESCRIPTION:Seit 2002 veranstaltet das Institut für Sozialforschung in Zus ammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag jährlich Vorlesungen\, die an drei Ab enden an Theodor W. Adorno erinnern. In diesem Jahr widmet sich die Philos ophin Linda Martín Alcoff der historischen und kulturellen Rekonstruktion von Race und damit verbundenen Identitäten: Welche Erfahrungen entstehen aus der konstitutiven Beziehung von Race\, History and Culture? Wie sind bestimmte Vorstellungen von Race mit konkreten\, regressiven wie progressi ven\, Praktiken und Lebensweisen verbunden? Und inwieweit braucht es neue Ansätze\, um die Narrative des Rassismus und ihr Fortbestehen zu überwin den und gesellschaftliche Verhältnisse zu transformieren?\nIn ihrer erste n Vorlesung mit dem Titel The Historic Formation of Race untersucht Linda M. Alcoff die zeitlich und lokal variierenden Vorstellungen von Race und n immt bislang unterbestimmte und fehlgeleitete Zusammenhänge in den Blick. Die Differenzkategorie Race\, so Alcoff\, ist nicht begrifflich falsch\, ideologisch oder moralisch verwerflich\, sondern entwickelte sich im Zuge historischer Ereignisse und erweist sich als durchweg sozial\, kontextgebu nden und dynamisch. Race umfasst gemeinsame Lebensformen\, Subjektivierung sweisen und geteiltes Wissen\, die aus der Kolonialgeschichte entstanden s ind und bis in die Gegenwart fortdauern.\nUnter dem Titel Cultural Racism wendet sich Alcoff in ihrer zweiten Vorlesung dem von Frantz Fanon in den 1950ern geprägtem Konzept des kulturellen Rassismus zu und entwickelt es auf Grundlage theoretischer und gesellschaftspolitischer Diskurse weiter: Einerseits legitimieren die rassistischen und kolonialen Ideologien bis he ute Krieg\, Enteignung und die Verweigerung von demokratischer Partizipati on\, anderseits eröffnet die kritische Reflexion des Konzepts die Möglic hkeit einer antikolonialen und widerständigen Praxis sowie eine Reformier ung sozialer Ideen und Praktiken. Alcoff zeigt\, wie bestehende problemati sche Vorstellungen über den Globalen Süden zu überwinden sind\, um Kult uren in ein neues\, emanzipatorisches Verhältnis zueinander setzen zu kö nnen.\nZeitgleich geraten traditionelle\, auf dem Nationalstaat beruhende Narrative durch soziale Bewegungen und öffentliche Forderungen zunehmend unter Druck: Die weiße Identität befindet sich in einer Krise. Die rassi stische Abwehr und nationalistische Verweigerung der sowie die öffentlich en Angriffe auf die Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erben sind davon ebenso Ausdruck wie die immer noch in Alltagspraktiken und Lebensweisen v erankerte\, jetzt aber zu bröckeln beginnende Vorstellung einer weißen V ormachtstellung. In ihrer dritten Vorlesung The Crises of White Identity l okalisiert Alcoff progressive Gestaltungsräume in diesen Spannungsfeldern und zeigt Möglichkeiten der Transformation und für die gemeinsame Neuge staltung von Lebensweisen.\nLinda Martín Alcoff\, Prof. Dr.\, ist Profess orin für Philosophie am Hunter College und dem Graduate Center der City U niversity of New York. Zu ihren Forschungsfeldern zählen die Kontinentalp hilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts\, Critical Race Studies\, Sozialph ilosophische Epistemologie\, Postkoloniale und Feministische Theorien sowi e die Lateinamerikanische Philosophie. Linda M. Alcoff war Mitglied des Pr ogrammbeirats der New York Society for Women in Philosophy und Präsidenti n der American Philosophical Association. Als Autorin schreibt sie regelm äßig für die New York Times\, Aeon und New York Indypendent. Für ihre 2006 erschienene Publikation Visible Identities. Race\, Gender and the Sel f (Oxford: Oxford University Press) erhielt Linda M. Alcoff den Frantz Fan on Preis der Carribean Philosophical Association. Zu ihren weiteren Buchve röffentlichungen zählen unter anderem: Rape and Resistance. Understandin g the Complexities of Sexual Violation. Cambridge: Polity Press 2018\; The Future of Whiteness. Cambridge: Polity 2015\; The Routledge Companion to the Philosophy of Race. New York und London: Routledge 2018 (Hg. zusammen mit Paul Taylor and Luvell Anderson).\nDie Vorlesungen finden auf Englisch statt.\nNähere Informationen zum Programm sowie zur Durchführung der Ve ranstaltung erscheinen demnächst auf der Webseite des IfS.\n  URL:https://www.ifs.uni-frankfurt.de/eventleser/linda-martin-alcoff-race-cu lture-history-2.html DTSTART:20220701T183000 DTEND:20220701T203000 LOCATION:Mertonstraße 17-21\, 60325 Frankfurt am Main END:VEVENT BEGIN:VTIMEZONE TZID:Europe/Berlin BEGIN:DAYLIGHT DTSTART:20220701T183000 TZNAME:CEST TZOFFSETTO:+0200 TZOFFSETFROM:+0200 END:DAYLIGHT END:VTIMEZONE END:VCALENDAR