BEGIN:VCALENDAR PRODID:-//eluceo/ical//2.0/EN VERSION:2.0 CALSCALE:GREGORIAN BEGIN:VEVENT UID:e23ecc6509b5d1f6ae315b9af3b75fd0 DTSTAMP:20231211T034730Z SUMMARY:Lutz Raphael: Jenseits von Kohle und Stahl. Gesellschaftsgeschichte der Deindustrialisierung DESCRIPTION:Industriearbeiterinnen und Industriearbeiter bildeten in den me isten Ländern Westeuropas Mitte der 1970er Jahre die größte Statuskateg orie in den amtlichen Statistiken\, heute beträgt ihr Anteil an der aktiv erwerbstätigen Bevölkerung noch zwischen 18 und 25 Prozent. Hinter dies en Zahlen verbergen sich tiefgreifende Veränderungen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gefüge. Vor allem die Fabriken der sogenannten »a lten« Industrien\, Stahlwerke\, Kohlenzechen\, Schiffswerften und Textilf abriken\, sind im Zuge des krisenbeschleunigten Strukturwandels der 1970er und 1980er Jahre ver-schwunden. Viele der in der Industrie Entlassenen fa nden nur mühsam oder gar keine neue Stelle mehr. Die Deindustrialisierung ging mit einer Zunahme des allgemeinen Konsumniveaus und Lebensstandards einher\, die auf einem anhaltenden Wachstum der Produktivität von Landwir tschaft und Industrie beruht. Diese Produktivitätssteigerungen schufen er st die Voraussetzungen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze im sogenann ten »tertiären« Sektor\, in dem heute mehr Menschen beschäftigt sind u nd ein größerer Anteil am Bruttosozialprodukt erwirtschaftet wird als in der Industrie: Finanzdienstleistungen und industriebezogene Forschung\, B ildung und Wissenschaft\, Gesundheit und öffentliche Verwaltung. Die Nebe nfolgen der erfolgreichen Umstellungen auf »postindustrielle« oder »Die nstleistungsgesellschaften« mit einem internationalen Finanzdienstleistun gssektor zeichneten sich allerdings schon von Anfang an ab: wachsende Ungl eichheit\, abgehängte Regionen und eine tiefgreifende Spaltung der Gesell schaft.Lutz Raphael zeichnet in seinen Adorno-Vorlesungen das Bild eines s ozialen Wandels von revolutionärer Qualität. Er entfaltet eine vielschic htige Analyse der gesellschaftlichen Umbrüche im Gefolge der Deindustrial isierung in Deutschland\, Frankreich und Großbritannien seit den 1970er u nd 1980er Jahren und entwirft dabei zugleich eine Problemgeschichte unsere r eigenen Gegenwart.Lutz Raphael ist seit 1996 Professor für Neuere und N eueste Geschichte an der Universität Trier. Er ist unter anderem Mitglied der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaft en sowie der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. 2013 w urde Lutz Raphael mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Fo rschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Die wichtigsten Forschungsfelder und - themen von Lutz Raphael sind Moderne Sozialgeschichte und Geschichte der G eschichtswissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert\, Geschichte der Intellek tuellen in Europa im 20. Jahrhundert\, Entwicklung westeuropäischer Indus triegesellschaften im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts\, Nationalismus und Imperialismus\, Armut und Migration.\nDie Frankfurter Adorno-Vorlesun gen\nSeit 2002 veranstaltet das Institut für Sozialforschung in Zusammena rbeit mit dem Suhrkamp Verlag jährlich Vorlesungen\, die an drei Abenden an Theodor W. Adorno erinnern sollen. Dabei geht es nicht um eine philolog ische Ausdeutung seines Werks\, sondern darum\, seinen Einfluss auf die he utige Theoriebildung in den Humanwissenschaften zu fördern und die lebend igen Spuren seines interdisziplinären Wirkens in den fortgeschrittenen St römungen der Philosophie\, der Literatur-\, Kunst- und Sozialwissenschaft en sichtbar zu machen. URL:https://www.ifs.uni-frankfurt.de/eventleser/lutz-raphael-jenseits-von-k ohle-und-stahl-gesellschaftsgeschichte-der-deindustrialisierung.html DTSTART:20180620T000000 DTEND:20180622T235959 LOCATION:Mertonstraße 17-21\, 60325 Frankfurt am Main END:VEVENT BEGIN:VTIMEZONE TZID:Europe/Berlin BEGIN:DAYLIGHT DTSTART:20180620T000000 TZNAME:CEST TZOFFSETTO:+0200 TZOFFSETFROM:+0200 END:DAYLIGHT END:VTIMEZONE END:VCALENDAR