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SUMMARY:Was war Faschismustheorie? Geschichte und Gegenwart eines Versprech
 ens – Morten Paul im Gespräch mit Ricarda Biemüller
DESCRIPTION:Für die Gesellschaftstheorie in der Nachfolge des Marxismus wa
 r das plötzliche Auftauchen des Faschismus ein Schock: Statt der erwartet
 en Weltrevolution folgte auf den Ersten Weltkrieg eine Welle reaktionärer
  Gewalt. Fortschrittsvorstellungen und politische Überzeugungen zerbrache
 n. Dringlicher denn je mussten kritische Theoretiker:innen klären\, wie E
 rkenntnis und politisches Handeln\, Theorie und Praxis zusammenhängen. Zu
 nächst hielten sie an der aufklärerischen Vorstellung fest\, dass den Fa
 schismus besser bekämpfen kann\, wer ihn richtig versteht. Doch über 100
  Jahre Faschismustheorie zeigen\, wie fragwürdig diese Hoffnung ist. Die 
 vielen Theorien haben weder faschistische Machtübernahmen noch die Wieder
 kehr von Autoritarismus\, Populismus und politischer Gewalt verhindert. De
 r Vortrag nimmt daher die Geschichte dieser Theorien in den Blick. Er frag
 t\, was sich aus ihr für eine Faschismustheorie der Gegenwart lernen läs
 st.\n \nEine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und de
 m Künstler*innenhaus Mousonturm\nGegenwärtig wird sichtbar\, was sich sc
 hon lange abzeichnete: Politische Kräfte\, die neoliberale Politiken mit 
 autoritären Anrufungen verknüpfen\, rücken zunehmend zusammen und bilde
 n Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« 
 nimmt diese Konvergenz in den Blick\, die nicht nur soziale Ungleichheiten
  vertieft\, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt un
 d für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.\nWährend der 
 Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung sch
 afft\, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordn
 ungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima\, das demokrati
 sche Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck s
 etzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall\, sie is
 t Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch 
 wie historisch lässt sich zeigen\, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen
  bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.\nDie vom Institut 
 für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veran
 staltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutsc
 hland und der Welt\, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und 
 deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach\, welche Gege
 nbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.\n \n9. Ok
 tober 2025: Volker Weiß (Villigster Forschungsforum Hamburg) im Gespräch
  mit Paul Erxleben (IfS): Gangs of today – Was die Racket-Theorie über 
 die Gegenwart sagen kann\n26. November 2025: Micaela Cuesta (Universidad N
 acional de San Martín Buenos Aires) im Gespräch mit Alexander Kern (IfS)
 : Para una Teoría Crítica del Autoritarismo Contemporáneo en Argentinia
  [auf Spanisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche]\n17. Dezember 2025: 
 Morten Paul (Ruhr-Universität-Bochum) im Gespräch mit Ricarda Biemüller
  (IfS): Was war Faschismustheorie? Geschichte und Gegenwart eines Versprec
 hens\n28. Januar 2026: Carolin Amlinger (Universität Basel) im Gespräch 
 mit Georg Marx (IfS): Zerstörungslust - Destruktivität als affektive Que
 lle des Autoritarismus\n11. Februar 2026: Fiona Kalkstein (Else-Frenkel-Br
 unswik-Institut Leipzig) im Gespräch mit Anna Rosa Ostern (IfS): Über S
 ündenböcke und Phantasmen. Faschisierung als Heilsversprechen\n \nDie V
 eranstaltungen beginnen jeweils im 19 Uhr im Künstler*innenhaus Mousontur
 m. Der Eintritt ist frei.
URL:https://www.ifs.uni-frankfurt.de/eventleser/wie-es-kommen-musste-2.html
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LOCATION:Künstler*innenhaus Mousonturm
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