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SUMMARY:Über Sündenböcke und Phantasmen. Faschisierung als Heilsversprec
 hen – Fiona Kalkstein im Gespräch mit Anna Rosa Ostern
DESCRIPTION:Die Faschismusforschung unterscheidet zwischen einer Bewegungsp
 hase\, in der die Faschisten (noch) nicht an der Macht sind und der Phase 
 der Herrschaft. Die Bewegungsphase ist für die Sozialpsychologie von beso
 nderem Interesse\, da die Faschisten noch kaum auf Herrschafts- und Unterd
 rückungsmechanismen rekurrieren können\, um ihre Ideologie zu verbreiten
 . Sie müssen hier auf psychologische Mechanismen setzen\, die Faschisieru
 ng attraktiv wirken lassen\, um eine gesellschaftliche Basis zu verankern.
  Faschistische Ideologie und ihre Versprechen docken an unbewusste\, regre
 ssive Wünsche und Phantasien der Reinheit\, Vernichtung\, totalen Beherrs
 chung u.v.m. an\, zu denen die Gesellschaft in Krisenzeiten in stärkerem 
 Ausmaß tendiert. Ein Verständnis des Unbewussten und seines Zusammenspie
 ls mit Autoritarismus und Faschismus\, wie es die analytische Sozialpsycho
 logie versucht\, kann uns dabei helfen\, Faschisierungsprozesse gezielt zu
  bekämpfen.\n \nEine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschu
 ng und dem Künstler*innenhaus Mousonturm\nGegenwärtig wird sichtbar\, wa
 s sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte\, die neoliberale Polit
 iken mit autoritären Anrufungen verknüpfen\, rücken zunehmend zusammen 
 und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autorita
 rismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick\, die nicht nur soziale Ungle
 ichheiten vertieft\, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend unter
 gräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.\nWäh
 rend der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsich
 erung schafft\, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und ri
 gide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima\, das 
 demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unte
 r Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall
 \, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. An
 alytisch wie historisch lässt sich zeigen\, dass autoritäre Ordnungsvors
 tellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.\nDie vom 
 Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisie
 rte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz 
 in Deutschland und der Welt\, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Pol
 itik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach\, we
 lche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.\n
  \n9. Oktober 2025: Volker Weiß (Villigster Forschungsforum\, Hamburg) i
 m Gespräch mit Paul Erxleben (IfS): Gangs of today – Was die Racket-The
 orie über die Gegenwart sagen kann\n26. November 2025: Micaela Cuesta (Un
 iversidad Nacional de San Martín\, Buenos Aires) im Gespräch mit Alexand
 er Kern (IfS): Para una Teoría Crítica del Autoritarismo Contemporáneo 
 en Argentinia [auf Spanisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche]\n17. De
 zember 2025: Morten Paul (Ruhr-Universität-Bochum) im Gespräch mit Ricar
 da Biemüller (IfS): Was war Faschismustheorie? Geschichte und Gegenwart e
 ines Versprechens\n28. Januar 2026: Carolin Amlinger (Universität Basel) 
 im Gespräch mit Georg Marx (IfS): Zerstörungslust - Destruktivität als 
 affektive Quelle des Autoritarismus\n11. Februar 2026: Fiona Kalkstein (El
 se-Frenkel-Brunswik-Institut\, Leipzig) im Gespräch mit Anna Rosa Ostern 
 (IfS): Über Sündenböcke und Phantasmen. Faschisierung als Heilsversprec
 hen\n \nDie Veranstaltungen beginnen jeweils im 19 Uhr im Künstler*innen
 haus Mousonturm. Der Eintritt ist frei.
URL:https://www.ifs.uni-frankfurt.de/eventleser/wie-es-kommen-musste-4.html
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DTEND:20260211T190000
LOCATION:Künstler*innenhaus Mousonturm
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