Miércoles

Künstler*innenhaus Mousonturm

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Über vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine kann kaum noch ein Zweifel daran bestehen, dass die daraufhin von Bundeskanzler Olaf Scholz verkündete Zeitenwende in vollem Gange ist. Sie erstreckt sich bei Weitem nicht auf Veränderungen in der Außen- und Sicherheitspolitik, sondern hat Besitz ergriffen von Politik und Gesellschaft insgesamt. Wir leben in einer Zeit des Krieges – und während die Bevölkerung und die Öffentlichkeit immer noch Schwierigkeiten haben, in dieser Gegenwart anzukommen, sind die politischen Eliten längst damit beschäftigt, die Zukunft dieser Entwicklung zu vertiefen. Ein ambitionierter Plan der Europäischen Kommission, der den schnörkellosen Titel einer »Wiederbewaffnung Europas« trägt, ist nur ein besonders eindrückliches Beispiel dieser Entwicklung, die sich keinesfalls trennen lässt von einem vergleichsweise inflationär beobachteten Autoritarismus. Wie kann die gegenwärtige Expansion der Kriegslogik analysiert und ihre Verbindung zu autoritären Entwicklungen verstanden werden – und was sind wirksame Gegenmittel? Die Veranstaltung soll den Raum für diese Debatten öffnen.

 

Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.

 

22. April 2026: Die beleidigte Republik. Überwachen und Strafen als Antwort auf gesellschaftliche Konflikte – Özge Inan im Gespräch mit Franziska Wildt

6. Mai 2026: Die Welt des Krieges. Diskurs und Politik nach der »Zeitenwende« – Mario Neumann im Gespräch mit Sarah Kruck

11. Juni 2026: Dark Enlightenment: Platform Neofascism as Mass Deception – Bruna Della Torre im Gespräch mit Juana de Oliveira Lorena (in englischer Sprache)

 

Die Veranstaltungen beginnen jeweils im 20 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm. Der Eintritt ist frei.

Lunes

SH 2.105

Serie de ponencias «Sociología crítica»

Serie de ponencias «Sociología crítica»

Vortrag von Franziska Ohde, kommentiert von Franziska von Verschuer

Vortragsreihe des AK Kritische Soziologie. Gemeinsamer Arbeitskreis am Institut für Soziologie der Goethe-Universität und am Institut für Sozialforschung (IfS) Frankfurt a. M.

Alle Vorträge finden c. t. statt.
Kontakt: martin@soz.uni-frankfurt.de
Koordination: Ole Bogner, Laura Hanemann, Paul Höfer, Stephan Lessenich, Susanne Martin, Jonas Schmeinck, Doris Schweitzer.

Jueves

Institut für Sozialforschung, Sitzungssaal

Jornadas, conferencias, talleres

Jornadas, conferencias, talleres

»Die Kybernetik ist überall, wie Luft«, so der einflussreiche Data Scientist Alex »Sandy« Pentland, der damit die prominente medienwissenschaftliche These, dass wir in einem von der Kybernetik durchdrungenen Zeitalter leben, spiegelt. Die Kybernetik als »Wissenschaft von Kommunikation und Kontrolle« erscheint ubiquitär, und ist doch weit mehr als Luft: kybernetisches Gedankengut materialisiert sich in konkreten Infrastrukturen und Devices unserer Lebens- wie Arbeitswelten. Entgegen prominenter Zeitdiagnosen wie des Überwachungs-, Plattform- oder digitalen Kapitalismus untersucht Anna-Verena Nosthoff das kybernetische Vorzeichen der Gegenwart in genealogisch-diskursanalytischer Perspektive. Die technische Konstellation, so Nosthoff, ist geprägt von kybernetischen Strukturen, Ensembles und Wissensregimen, die in Anlehnung an Michel Foucault als Regierungsformen zu lesen sind. Eine Theorie digitaler Regierungskunst umfasst demnach nicht nur eine kritische-genealogische Einordnung kybernetischer Dispositive, sondern unterstreicht auch die dialektische Dynamik einer Kritik der Kybernetik und der darauffolgenden Kybernetisierung der Kritik. Nicht zuletzt ist die datafizierte Gegenwartsgesellschaft zunehmend von autoritären Tendenzen geprägt – so zeigt sich die Dringlichkeit der Erneuerung der Kritik für die kommende Gesellschaft.

Anna-Verena Nosthoff ist Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Ko-Direktorin des Critical Data Lab (Humboldt-Universität zu Berlin/Carl von Ossietzky Universität Oldenburg). Sie promovierte 2024 am Institut für Soziologie der Universität Freiburg mit der Arbeit Kybernetik und Kritik. Eine Theorie digitaler Regierungskunst, die im Februar 2026 bei Suhrkamp erschienen ist.

Der Workshop wird begleitet von Kommentaren von Josef Barla, Ole Bogner und Vicky Kluzik (alle Goethe-Universität Frankfurt a. M.).

Es wird um Anmeldung bis zum 7. Mai unter kluzik@soz.uni-frankfurt.de gebeten.
Mit der Anmeldungsbestätigung folgen weitere Informationen zum Ablauf.

Jueves – Viernes

2og:dondorf

Jornadas, conferencias, talleres

Jornadas, conferencias, talleres

In Kooperation mit dem IfS laden der DGS-Arbeitskreis Soziologie der Nachhaltigkeit (SONA), das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), die DGS-Sektion Umwelt- und Nachhaltigkeitssoziologie sowie die Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Frankfurt-Rhein-Main zu einem zweitägigen Workshop im 2og:dondorf ein. Dort sollen zum einen aktuelle Forschungsprojekte und -ideen im Feld der sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeits- und Umweltforschung diskutiert und der Austausch über Bedingungen und Perspektiven wissenschaftlicher Arbeit in diesem Forschungsfeld ermöglicht werden.

Einreichungen für die Diskussion eigener Forschung und für Workshopideen (bis zu 90 Minuten) können in Form Abstracts (max. 300 Wörter) sowie einer kurzen biographischen Notiz bis zum 10. April 2026 als eine PDF-Datei an sebastian.suttner@uni-wuerzburg.de gesendet werden.

Der ausführliche Call for Participation befindet sich auf der Website des AK SONA.

Lunes

SH 2.105

Serie de ponencias «Sociología crítica»

Serie de ponencias «Sociología crítica»

Vortrag von Ferdinand Sutterlüty, kommentiert von Doris Schweitzer

Vortragsreihe des AK Kritische Soziologie. Gemeinsamer Arbeitskreis am Institut für Soziologie der Goethe-Universität und am Institut für Sozialforschung (IfS) Frankfurt a. M.

Alle Vorträge finden c. t. statt.
Kontakt: martin@soz.uni-frankfurt.de
Koordination: Ole Bogner, Laura Hanemann, Paul Höfer, Stephan Lessenich, Susanne Martin, Jonas Schmeinck, Doris Schweitzer.

Jueves

Künstler*innenhaus Mousonturm

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

This talk argues that today’s far right is fundamentally shaped by the infrastructure of digital capitalism, rather than simply repeating the fascism of the twentieth century. It examines how major transformations in culture industry, especially the rise of digital platforms and Big Tech, have enabled new forms of far-right organization and influence. The core of the presentation offers a concrete comparison: twentieth-century fascism relied on the party, centralized propaganda, and mass media like radio and cinema, whereas the contemporary far right mobilizes through social media platforms that double as hubs for political activity, sociability, and commerce. Political engagement now merges with digital entertainment, circulating through memes, short videos, and viral campaigns, while far-right leaders blend political and influencer personas. The aim is to show that neofascism is now inseparable from digital capitalism and that understanding this shift is crucial for grasping present-day political dynamics.

 

Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.

 

22. April 2026: Die beleidigte Republik. Überwachen und Strafen als Antwort auf gesellschaftliche Konflikte – Özge Inan im Gespräch mit Franziska Wildt

6. Mai 2026: Die Welt des Krieges. Diskurs und Politik nach der »Zeitenwende« – Mario Neumann im Gespräch mit Sarah Kruck

11. Juni 2026: Dark Enlightenment: Platform Neofascism as Mass Deception – Bruna Della Torre im Gespräch mit Juana de Oliveira Lorena (in englischer Sprache)

 

Die Veranstaltungen beginnen jeweils im 20 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm. Der Eintritt ist frei.

Sábado

Oper Frankfurt

Ponencias públicas

Ponencias públicas

Veranstaltung im Rahmen der Reihe »Brüche«, einer Kooperation von Institut für Sozialforschung, Sigmund-Freud-Institut und der Oper Frankfurt

Mit Manuel Schmitt (Opernregisseur), Konrad Kuhn (Dramaturg), Vera King (SFI) und Stephan Lessenich (IfS)

Lunes

SH 2.105

Serie de ponencias «Sociología crítica»

Serie de ponencias «Sociología crítica»

Vortrag von Ruth Manstetten, kommentiert von Jonas Schmeinck

Vortragsreihe des AK Kritische Soziologie. Gemeinsamer Arbeitskreis am Institut für Soziologie der Goethe-Universität und am Institut für Sozialforschung (IfS) Frankfurt a. M.

Alle Vorträge finden c. t. statt.
Kontakt: martin@soz.uni-frankfurt.de
Koordination: Ole Bogner, Laura Hanemann, Paul Höfer, Stephan Lessenich, Susanne Martin, Jonas Schmeinck, Doris Schweitzer.

Martes

2og:dondorf

Miércoles

Campus Bockenheim

Ponencias Adorno

Ponencias Adorno

Jueves

Campus Bockenheim

Ponencias Adorno

Ponencias Adorno

Viernes

Campus Bockenheim

Ponencias Adorno

Ponencias Adorno

Jueves

2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei)

Ponencias públicas

Ponencias públicas

Symposium im Rahmen der Reihe »Brüche«, einer Kooperation von Institut für Sozialforschung, Sigmund-Freud-Institut und der Oper Frankfurt