Monday

Institut für Sozialforschung, Sitzungsraum

Public Lectures

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Worin kann der Beitrag der Philosophie zur Analyse und Kritik von Rassismus liegen? Auf welche Weise können wir die Philosophie auf der Basis von rassismuskritischen Ansätzen und Kämpfen neu denken und welche institutionellen Rahmenbedingungen bräuchte es dafür? Worin liegen offene Fragen und blinde Flecken einer (philosophischen) Rassismuskritik und in welche Richtungen lassen sie sich weiterdenken? Der von Franziska Dübgen, Marina Martinez Mateo und Ruth Sonderegger herausgegebene Band Philosophie und Rassismus. Debatten und Kontroversen bietet eine Bestandsaufnahme dieser Diskussionen und bringt dabei eine Vielfalt an Methoden, Zugriffen und philosophischen Traditionen in einen Dialog.

In der Veranstaltung wird der Band von den Herausgeberinnen Franziska Dübgen und Marina Martinez Mateo vorgestellt und von Ivo Eichhorn, Hannah Hecker und Franziska Wildt diskutiert werden. Im Zentrum werden dabei Fragen zum Verhältnis von philosophischer Rassismusforschung und anderen Disziplinen (etwa Soziologie und Geschichtswissenschaft); zum Verhältnis von Rassismus(-Kritik) und Antisemitismus(-Kritik) sowie zur ambivalenten Bedeutung politischer und sozialer Kontexte zur differenzierten Bestimmung des Rassismusbegriffs stehen.

Franziska Dübgen ist Professorin für Philosophie mit den Schwerpunkten Politische Philosophie und Rechtsphilosophie an der Universität Münster.

Ivo Eichhorn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt.

Hannah Hecker ist Doktorandin am Institut für Sozialforschung und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen.

Marina Martinez Mateo ist Juniorprofessorin für Medien- und Technikphilosophie an der Akademie der Bildenden Künste München.

Franziska Wildt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »Die Kunst der Gegenuntersuchung« am Institut für Sozialforschung Frankfurt.

Monday

2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei)

Public Lectures

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Mit Frank Ehmann (FRA-UAS), Katja Kipping (Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes), Christian Kolbe (ISR/ FRA-UAS), Stephan Lessenich (IFS/ GU) und Anna Schumacher (FALZ)

Vorgeschichte, Inkrafttreten und Entwicklung des SGB II stehen paradigmatisch für ein enttäuschtes Versprechen universeller Teilhabe. Mit der Anrufung zur Aktivierung waren immer Ausschlussdrohungen verbunden, mit der Adressierung von »Unternehmer:innen ihrer selbst« immer auch die Legitimation von Strafpraktiken. Die programmatische Anrufung des Gesetzbuchs ist im Zeichen wechselnder politischer Kräfteverhältnisse unterschiedlich gelesen und operationalisiert worden. Für 2026 wartet nun die aktuelle Bundesregierung unter dem Titel »Neue Grundsicherung« mit der Herabsetzung der Grundsicherungsleistungen, neuen Regeln der Aktivierung und einem veränderten Strafenkatalog auf, um dem rechtspopulistischen Klima Rechnung zu tragen. Damit treibt sie Erwerbslose mehr noch als zuvor in konkurrenzielle Verhältnisse und schürt Entsolidarisierung. Nicht zufällig kehrt in diesem Kontext die die Faulheitsdebatte zurück, während das Arsenal der Strafen, ob formal oder informell, schon seiner Anwendung harrt.

Eine Kooperationsveranstaltung von Frankfurter Arbeitslosenzentrums, Institut für Sozialforschung und Institut für Stadt- und Regionalentwicklung.

Wednesday

Institut für Sozialforschung

Public Lectures

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Wir sind es gewohnt, Menschen nach Geschlecht, Rasse, Alter oder Intelligenz zu unterscheiden. Doch ebenso wie die Abgrenzungen des Menschen von der Natur, den Tieren, dem Göttlichen oder den Maschinen sind diese Differenzierungen höchst ungewiss. In seinem neuen Buch »Rasse, Geschlecht, Gattung. Zur Frage der
anthropologischen Differenz« kennzeichnet Étienne Balibar diese Ungewissheit mit dem Begriff der anthropologischen Differenzen und zeigt, dass sich diese nie eindeutig bestimmen lassen, sondern immer wieder institutionell festgeschrieben werden müssen. Sind sie daher von Gewalt, Herrschaft und Kämpfen geprägt? Und wie werden sie im Rassismus, aber auch in emanzipatorischen Politiken wirksam? Können wir uns von ihnen oder durch sie befreien? Indem er das Unbehagen der menschlichen Gattung freilegt, entwirft Balibar eine neue Philosophie und Anthropologie.

Vortrag und Diskussion mit Étienne Balibar am 28. Januar 2026 von 18 Uhr bis 20 Uhr. Zeitgleich in Paris, Berlin und Frankfurt/Main.
Bitte darauf achten: Teilnahme nur vor Ort in Berlin und Frankfurt/Main möglich (ein Link wird nicht verschickt):
Institut für Europäische Ethnologie, Anton-Wilhelm-Amo-Str. 40/41, 10117 Berlin, Raum 408
Institut für Sozialforschung, Sitzungssaal Senckenberganlage 26, 60325 Frankfurt/Main

Friday

IG-Farben-Nebengebäude 1.741b, Campus Westend