Symposium im Rahmen der Reihe »Brüche«, einer Kooperation von Institut für Sozialforschung, Sigmund-Freud-Institut und der Oper Frankfurt
Eine vorherige Anmeldung per Mail ist erforderlich: anmeldung@ifs-frankfurt.de
Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Für Tagungsteilnehmer:innen besteht die Möglichkeit des vergünstigten Besuchs der Opernvorstellungen Le roi Arthus. Das Kartenkontingent für den Opernbesuch ist begrenzt. Die Anmeldung wird erst gültig nach dem Erhalt einer Bestätigung.
Symposium
Die liberale Demokratie steht unter erheblichem Druck. Viele fürchten um ihre Zukunft, nicht wenige wünschen ihr offenbar das Ende. Etliche bekämpfen die demokratischen Institutionen, Verfahren und Öffentlichkeiten vermeintlich ›im Namen‹ der Demokratie. Den direkten oder verschleierten autoritären Angriffen wird teils mit Ratlosigkeit begegnet, teils mit hilflosen Verteidigungsstrategien, die selbst Elemente der Angriffsbewegung übernehmen. Antidemokratisch ausgerichtete Regression ist vor diesem Hintergrund eine breit geteilte Gegenwartsdiagnose. Unklar bleibt dabei jedoch, wohin Rückschritte führen werden: Was wird aus der Demokratie, wie wir sie kennen? Welche Rolle spielen dabei Zukunftsbilder? Können die zeitgenössischen Krisen auch produktive Perspektiven eröffnen?
Das Symposium in der Reihe Brüche – Demokratie in Zeiten ihrer Regression fragt nach heute schon verfügbaren Szenarien einer postregressiven Zukunft – in Überwindung jener erstarrten Phantasie, die der Aufstieg antidemokratischer Kräfte verursacht und die eben diesen Aufstieg ihrerseits befördert.
Programm
10:00–10:15 Begrüßung und Einführung (Vera King und Stephan Lessenich)
10:15–11:30 Thomas Biebricher (Goethe-Universität Frankfurt): Regression, Resilienz, Renaissance? Die Zukunft der Demokratie
11:30–11:45 Pause
11:45–13:00 Stephan Lessenich, Bettine Rau und Leonie Wüst (IfS): Die Zukunft der Geschichte der Gegenwart. Das Gruppenexperiment des Instituts für Sozialforschung
13:00–13:45 Mittagspause
13:45–15:00 Konrad Kuhn und Magdalena Hinterdobler (Oper Frankfurt): Die Oper Le roi Arthus – Utopie und Scheitern der demokratischen Idee
15:00–15:15 Pause
15:15–16:30 Vera King und Ferdinand Sutterlüty (SFI und Goethe-Universität Frankfurt): Rache an der Zukunft. Über neue Autoritarismen
16:30–16:45 Pause
16:45–18:00 Cynthia Fleury (Conservatoire national des arts et métiers / L’hôpital Sainte-Anne, Paris): Der Faschismus als psychisches und kulturelles Dispositiv [in französischer Sprache]
18:00 Tagungsende