Das IfS veranstaltet in unregelmäßigen Abständen öffentliche Vorträge, über geplante Veranstaltungen informieren wir Sie hier

Dienstag

Elchkeller Hannover, Leibniz Universität Hannover

Öffentliche Vorträge

Öffentliche Vorträge

In der Auseinandersetzung über die Ursachen und Folgen der ökologischen Verwüstung erfährt eine zentrale Kategorie der Kritischen Theorie zu wenig Aufmerksamkeit: das Subjekt. Doch nur wenn eine kritische Gesellschaftstheorie die subjektiven Bedingungen der Klimakatastrophe analysiert, kann sie in Zeiten umfassender Naturzerstörung sowohl die Beharrungskräfte eines destruktiven Kapitalismus als auch den Aufstieg einer veränderten Form des Autoritarismus verstehen.

Der von Thomas Barth, Ricarda Biemüller, Tobias Heinze und Heiko Stubenrauch herausgegebene Sammelband »Subjekte der ökologischen Verwüstung. Kritische Theorie der Klimakatastrophe« versammelt theoretische und empirische Beiträge, die sich der zunehmenden Affirmation von ökologischer Destruktivität mithilfe der für die Kritische Theorie charakteristischen Verbindung von neomarxistischer Gesellschaftstheorie und psychoanalytischem Subjektbegriff zuwenden. Das Buch verknüpft den gesellschaftskritischen und interdisziplinären Anspruch der Kritischen Theorie, um so eine Bestimmung des Subjekts als unverzichtbaren Ansatzpunkt zur Analyse und Kritik ökologischer Verwüstung zu leisten. Zugleich fragen die Beiträge, inwiefern zentrale Begriffe der Kritischen Theorie angesichts neuer und zugespitzter Formen sozialer und ökologischer Destruktivität einer Neubestimmung bedürfen.

Das Buch wird am 9. Juni 2026 im Elchkeller an der Leibniz Universität Hannover durch Tobias Heinze und Heiko Stubenrauch vorgestellt. Die Veranstaltung wird moderiert von Johann Szews.

Der Sammelband erscheint am 28. Mai 2026 im Campus Verlag und kann dann auf der Website des Verlags kostenlos heruntergeladen werden.

Tobias Heinze ist Doktorand am Institut für Sozialforschung in Frankfurt und Fellow am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover.

Heiko Stubenrauch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie und Kunstwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg und Postdoc am dortigen Graduiertenkolleg »Kultur der Kritik«.

Johann Szews ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover.



Barrieren: Der Elchkeller ist barrierefrei über einen Aufzug erreichbar.

Veranstalter:innen: Forschungsinstitut für Philosophie Hannover, Students for Future Hannover, Fachrat Sozialwissenschaften Leibniz Universität Hannover, Institut für Sozialforschung Frankfurt am Main, Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg.

Montag

Jüdisches Museum Frankfurt

Öffentliche Vorträge

Öffentliche Vorträge

Antisemitismus ist nicht nur das »Gerücht über die Juden« (Adorno), sondern ein frontaler Angriff auf das demokratische Miteinander. Historisch wie gegenwärtig zeigt sich: Die Konstruktion eines ›inneren Feindes‹ dient dazu, gesellschaftliche Konflikte umzulenken – und untergräbt zugleich grundlegende Prinzipien wie Gleichheit, Teilhabe und Solidarität, letztlich also das demokratische Miteinander. Das Panel geht den demokratiegefährdenden Effekten des Antisemitismus nach und fragt, welche spezifischen Dynamiken dabei wirksam werden. Diskutiert werden historische Entwicklungen, aktuelle Tendenzen sowie Konsequenzen für antisemitismuskritische Bildungspraxis.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissensnetzwerks »Antisemitismus und Demokratiegefährdung« statt, das vom HMWK gefördert und am Institut für Sozialforschung koordiniert wird.

 

Grußwort: Christoph Degen, Staatssekretär Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, HMWK

Es diskutieren:

Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museum Frankfurt

Prof. Dr. Ilka Quindeau, Professorin für Psychoanalyse, Frankfurt University of Applied Sciences

Prof. Dr. Sophie Schmitt, Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften, Justus-Liebig-Universität Gießen

 

Moderation: Dr. Saba-Nur Cheema, Politologin & Erziehungswissenschaftlerin, Institut für Sozialforschung

Samstag

Oper Frankfurt

Öffentliche Vorträge

Öffentliche Vorträge

Panelgäste: Manuel Schmitt (Opernregisseur), Konrad Kuhn (Dramaturg), Vera King (SFI) und Stephan Lessenich (IfS)

In Kooperation mit dem Sigmund-Freud-Institut und der Oper Frankfurt fand das Symposium Nach uns die Sintflut mit Bezügen u.a. zur Neuproduktion Melusine statt. Daran anknüpfend startet unter dem Titel Brüche – Demokratie in Zeiten ihrer Regression eine neue Reihe als Beitrag zu dem vom Land Hessen geförderten Forschungsschwerpunkt »Herausforderungen der Demokratie in Zeiten ihrer Regression: Zeiten, Räume und Diskurse«. Damit sollen wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven zusammengebracht werden. Den Auftakt macht ein öffentliches Panel im Chagallsaal mit Kurzbeiträgen und Diskussion zum Thema Antidemokratische Mobilisierung und die Macht der Gefühle. Anlässlich der Neuproduktion der Oper Tancredi von Gioachino Rossini kommen der Regisseur Manuel Schmitt, die Sozialpsychologin Vera King (Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts) und der Soziologe Stephan Lessenich (Direktor des Instituts für Sozialforschung) ins Gespräch. Die Handlung der Oper bietet zahlreiche Anknüpfungsmöglichkeiten: Erzählt wird von der (realen oder imaginierten) Bedrohung einer Gemeinschaft durch innere und äußere Gefährdungen, von Abschottung und Radikalisierung als regressiven Reaktionsweisen.

Mit Prof. Dr. Vera King, Prof. Dr. Stefan Lessenich und dem Regisseur Manuel Schmitt.
Moderation, Konrad Kuhn

Fortsetzung nach der Vorstellung von Tancredi (Beginn 19.00 Uhr) im Format Oper im Dialog.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe »Brüche«, einer Kooperation von Institut für Sozialforschung, Sigmund-Freud-Institut und der Oper Frankfurt

Dienstag

PEG 1G191 (Campus Westend)

Öffentliche Vorträge

Öffentliche Vorträge

Buchvorstellung und Diskussion

Mit Florian Butollo, Melanie Arntz, Johanna Wenckebach und Stephan Lessenich

Angesichts von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz wird allerorts vor massiven Arbeitsplatzverlusten gewarnt. Gleichzeitig reißen die Klagen über Fachkräftemangel nicht ab, zahllose Stellen bleiben unbesetzt, und dem Pflegesektor droht der Kollaps.

Florian Butollo geht diesem Paradoxon auf den Grund und analysiert, warum trotz Automatisierung immer mehr Arbeit entsteht – und dies Keimzelle eines neuen sozialen Konflikts ist: Die anbrechende Ära der Arbeitskräfteknappheit ist geprägt vom Leiden an Überlastung und den Kämpfen dagegen. Zugleich stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Arbeit neu: Wofür wollen wir angesichts sozialer und ökologischer Krisen künftig unsere Arbeitskraft einsetzen – und welche Tätigkeiten können verschwinden?

 

Das Buch wird kommentiert von:

Melanie Arntz, Professorin und Arbeitsmarktforscherin, Vize-Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Mitglied der Arbeitsgruppe » Digitalisierung und ökologische Transformation«

Johanna Wenckebach, Professorin für Arbeitsrecht an der University of Labour und Justiziarin der IG Metall

Stephan Lessenich, Direktor des Instituts für Sozialforschung und Professor für Gesellschaftstheorie und Sozialforschung an der Goethe-Universität

Dienstag

2og:dondorf

Donnerstag

2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei)

Öffentliche Vorträge

Öffentliche Vorträge

Symposium im Rahmen der Reihe »Brüche«, einer Kooperation von Institut für Sozialforschung, Sigmund-Freud-Institut und der Oper Frankfurt