Adultismus, Kinderrechte und die Kritik der Familie

Kinder sind oftmals von demokratischer Teilhabe ausgeschlossen, sei es in der Familie, der Schule oder in der Gesellschaft. Die Perspektiven und Lebensrealitäten von Kindern werden in vielen gesellschaftlichen Bereichen unsichtbar gemacht. In ihrem Vortrag analysiert Sarah Mühlbacher solche gesellschaftlichen Verhältnisse mit Hilfe des Konzepts des Adultismus. Ausgangspunkt ihrer Überlegungen ist eine empirische Analyse von rechtlichen Regelungen, insbesondere der elterlichen Sorge. Im Vortrag wird sie schwerpunktmäßig zwei Thesen vorstellen: Erstens wird sie darlegen, wie das im Recht verankerte Kleinfamilienideal das Machtgefälle zwischen Erwachsenen Kindern fördert. Daran anschließend wird sie zweitens zeigen, inwiefern die Machtverhältnisse zwischen Kindern und Erwachsenen, verschränkt mit der kapitalistischen und nationalstaatlichen Ordnung, ein demokratisches Problem darstellen.

Vortrag von Sarah Mühlbacher.

Moderation: Christina Engelmann.

Organisiert vom AK Kritische Bildungsforschung am Institut für Sozialforschung

Ort: Eisenhower-Saal (IG 1.314)

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