Podiumsgespräch: Leerstand zu Wohnraum – aber wie? Erfahrungen, Handlungsspielräume und Herausforderungen

Mit:

Katharina Wagner (Leiterin des Amtes für Wohnungswesen, Frankfurt a.M.)

Astrid Wuttke (Architektin, schneider+schumacher, Frankfurt a.M.)

Christof Schwarz (Initiative Eine Stadt für Alle, Frankfurt a.M.)

und weiteren Gästen.

Moderation: Felix Wiegand (Institut für Sozialforschung, Frankfurt a.M.)

 

Im Anschluss an die Veranstaltung informeller Ausklang an der Bar.

Wer mit offenen Augen durch die Straßen läuft, kann es nicht übersehen: Frankfurt ist eine Stadt voller Leerstand – und dieser hat viele Gesichter. Fast 13.000 Wohnungen stehen leer, mehr als die Hälfte davon länger als sechs Monate. Bis zu 1,5 Millionen Quadratmeter Bürofläche sind ungenutzt. Stadtbekannte Großimmobilien wie das alte Polizeipräsidium, der frühere Bio-Campus oder das Juridicum rotten vor sich hin – eingezäunt, zugemauert und ohne Leben. Trotz Mieten- und Wohnungskrise, wachsender Obdachlosigkeit, einem Mangel an sozialen und kulturellen Freiräumen und der Notwendigkeit von Klima- und Ressourcenschutz bleibt Leerstand in Frankfurt allgegenwärtig.

Und doch ist zuletzt einiges in Bewegung geraten: Stadtpolitische Initiativen und eine aktive Besetzungsbewegung haben Leerstand zum stadtpolitischen Thema gemacht und Möglichkeiten der Aneignung und (Zwischen-)Nutzung aufgezeigt – nicht zuletzt in der ehemaligen Dondorf Druckerei. Architekt*innen, Stadtplaner*innen und Teile der Immobilienwirtschaft diskutieren über die Umnutzung leerstehender Büroflächen zu Wohnraum und eine grundlegende Bauwende. Und auch die Stadt Frankfurt ist aktiv: Während ein Zukunftslabor den weiteren Umgang mit dem Juridicum ausloten soll, ermöglicht das neue hessische Leerstandsgesetz der Kommune selbst gegen unbegründeten Leerstand vorzugehen.

Wo also steht der Kampf gegen Leerstand aktuell? Welche Handlungsspielräume bestehen, wo liegen die Herausforderungen und an welche Erfahrungen lässt sich anknüpfen – in Frankfurt und darüber hinaus? Über diese und weitere Fragen wollen wir bei unserer Veranstaltung miteinander ins Gespräch kommen. Schaut vorbei und diskutiert mit!

 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe »WohnWendeWerkstatt. Wohnungspolitische Konflikte und sozial-ökologische Perspektiven in Frankfurt«, die das Wohnlabor am Institut für Sozialforschung (IfS) mit Unterstützung des DFG-Graduiertenkollegs Gewohnter Wandel (GRK 2892 ∕ 1) organisiert.

Ort: 2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei

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