Was war Faschismustheorie? Geschichte und Gegenwart eines Versprechens – Morten Paul im Gespräch mit Ricarda Biemüller
Eine Veranstaltung der Reihe »Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus«
Am 17. Dezember 2025 um 19 Uhr im Künstler*innenhaus Mousonturm
Für die Gesellschaftstheorie in der Nachfolge des Marxismus war das plötzliche Auftauchen des Faschismus ein Schock: Statt der erwarteten Weltrevolution folgte auf den Ersten Weltkrieg eine Welle reaktionärer Gewalt. Fortschrittsvorstellungen und politische Überzeugungen zerbrachen. Dringlicher denn je mussten kritische Theoretiker:innen klären, wie Erkenntnis und politisches Handeln, Theorie und Praxis zusammenhängen. Zunächst hielten sie an der aufklärerischen Vorstellung fest, dass den Faschismus besser bekämpfen kann, wer ihn richtig versteht. Doch über 100 Jahre Faschismustheorie zeigen, wie fragwürdig diese Hoffnung ist. Die vielen Theorien haben weder faschistische Machtübernahmen noch die Wiederkehr von Autoritarismus, Populismus und politischer Gewalt verhindert. Der Vortrag nimmt daher die Geschichte dieser Theorien in den Blick. Er fragt, was sich aus ihr für eine Faschismustheorie der Gegenwart lernen lässt.
Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm.