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Bürgerliche Bewusstseins- und Subjektivierungsformen angesichts der Klimakatastrophe
Das Vorhaben ist im Feld der psychoanalytischen Sozialpsychologie angesiedelt und fragt nach Bewusstseins- und Subjektivierungsformen, die in gegenwärtigen Reaktionen auf die Klimakrise wirken. Untersucht wird insbesondere, in welchem Verhältnis die kapitalistische Zurichtung von äußerer Natur (Klima & Umwelt) und innerer Natur (Körper & Psyche) steht und wie sich dieses in psycho-sozialen Dynamiken niederschlägt. Zentral ist die Annahme, dass die reaktionäre Verleugnung der ökologischen Krise wie auch individualisierte Nachhaltigkeitspraxen tendenziell konformistisch wirken, insofern sie die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse affirmieren. Die Untersuchung erfolgt über eine tiefenhermeneutische Auswertung von Interviews mit Personen, die im Fitnessstudio Sport betreiben. So sollen Einsichten in die psycho-sozialen Dimensionen der Klimakrise, das doppelte Naturverhältnis sowie die Bedingungen und Blockierungen der notwendigen sozial-ökologischen Transformation erlangt werden.