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Politische Talkshows als Arenen der Deutungskämpfe bundesdeutscher Geschichte
Ausgangspunkt für diese Forschungsarbeit ist die empirische Untersuchung der Verschiebung von Sagbarkeitsgrenzen im Zeitraum 1980-2024 in sonntagabendlichen politischen Talkshows. Als wichtige Arena der medialen Reinszenierung des politischen Austauschs sind sonntagabendliche Polit-Talkshows Gegenstand verschiedenster Anrufungen, die sich hier verdichten. Ihre Untersuchung soll Auskunft darüber geben, welche Positionen und Aussagen zu welchem Zeitpunkt als legitim und diskutierbar eingeordnet werden und welche problematisiert, sanktioniert oder gänzlich ausgeschlossen werden. Die gesellschaftstheoretische Reflexion umfasst den Rückbezug auf die Spezifik des Forschungsfeldes und seine historische Gewordenheit. Erst so kann geklärt werden, welche Aussagen über gesellschaftliche Prozesse durch eine Analyse politischer Talkshows getroffen werden können. Zudem soll gefragt werden, in welchem Verhältnis die beobachteten Veränderungen im Forschungsfeld zu gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen stehen und wie sie in gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsstrukturen eingebunden sind.