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Walter Benjamins »Passagenwerk« als Theorie des gesellschaftlichen Imaginären
Das Dissertationsprojekt verfolgt zwei miteinander verbundene Ziele. Erstens entwickelt es eine sozialphilosophische Lektüre von Walter Benjamins Passagenwerk als Theorie des gesellschaftlichen Imaginären und schließt so eine Lücke in der Benjaminforschung. Es argumentiert dafür, dass Benjamin, obwohl er den Ausdruck nicht nutzt, mit einem Begriff des gesellschaftlichen Imaginären im Sinne eines unbewussten, kollektiven, reflexiven und konstitutiven Bildes der Gesellschaft sowie dessen Hervorbringungsvermögen operiert. Zweitens positioniert das Dissertationsprojekt Benjamin in aktuellen Debatten über das gesellschaftliche Imaginäre. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Materialität des Imaginären, im Sinne seiner technisch-medialen Vermittlung, denken lässt, ohne die prinzipielle Indetermination gesellschaftlicher Einbildungskraft und damit die Möglichkeit von gesellschaftlicher Neuerung zu leugnen. Auf diese Weise wird die enge Korrespondenz zwischen Einbildungskraft und Produktivkraft, und damit zugleich die Geschichtlichkeit des Imaginären selbst begrifflich fassbar.