Globale Verteilungskämpfe. Migrationsabwehr als Quelle autoritärer Gefährdung der Demokratie

Migrationsabwehr ist gegenwärtig ein zentraler Auslöser von autoritären Transformationsprozessen innerhalb liberaler Demokratien. Das Ziel, Migrant:innen abzuschrecken, zu vergrämen oder abzuschieben, ist nicht nur grundlegend für Wahlerfolge rechtsextremer und/oder autoritär-populistischer Parteien. Es motiviert auch demokratische Parteien, grundgesetzliche Garantien oder rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft zu setzen. Konflikte um Migration stellen daher eine akute Herausforderung für demokratische Strukturen dar. Sie haben das Potential, bestehende Ungleichheitsverhältnisse zu verschärfen und Demokratie grundsätzlich zu gefährden.
Für bestehende Erklärungsansätze autoritärer Effekte migrationspolitischer Auseinandersetzungen ist ein nationalstaatlicher Fokus charakteristisch (methodologischer Nationalismus): Betont werden unter anderem latent vorhandene rassistische Einstellungsmuster und deren Aktivierung, Konkurrenz um Beschäftigungsverhältnisse oder Wohnraum, Sicherheitsprobleme (bzw. deren diskursive Konstruktion), Social-Media-Diskurse und Machtverhältnisse in der Medienöffentlichkeit oder die Rolle von Sicherheitsbehörden. Die Forschungsprojekt geht demgegenüber der bislang kaum beachteten Frage nach, wie Konflikte um das Migrationsgeschehen und Strategien der Migrationsabwehr durch globale Verteilungskämpfe geprägt sind.

Projektpartner:

Bayerischer Flüchtlingsrat (Dr. Stephan Dünnwald)

kohero – Magazin für interkulturellen Zusammenhalt

 

Mediale Begleitung durch kohero
- Instagram-Reel: Vorstellung des Forschungsprojekts
- Instagram-Reel zur Projektveranstaltung in Chemnitz mit dem Titel »Sicher für wen? Sicherheit und Sicherheitsempfinden in Chemnitz«

Forum der Taskforces »Transformationswissen über Demokratien im Wandel - transdisziplinäre Perspektiven« in Hannover, 9./10.03.2026
- Instagram-Reel 'Vorstellung Taskforce'
- Instargam-Reel von kohero

Veranstaltungsreihen
- »Globale Verteilungskämpfe. Migrationsabwehr als Quelle autoritärer Gefährdungen der Demokratie«, Stream im Rahmen der Konferenz des Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung (kritnet) mit dem Titel »Autoritarismus und Grenzregime: Kämpfe um Migration, Rechte und Demokratie« in Hamburg, 26./27.03.2026 (mit Sabine Hess und Niki Kubaczek).
- »The encroachment of authoritarianism. How opposition to migration threatens de mocracy and the rule of law«, Vortrag im Rahmen der Lecture Series der DFG-Research Training Group »Mobility Rights in the Global Context of Multiple Crises« an der an der Uni Göttingen, 18.06.2026 (Alexander Kern und Nikolai Huke). Link zum Graduiertenkolleg.

Abschlussveranstaltung im Künstler*innenhaus Mousonturm in Frankfurt, 22.10.2026, mit Gilda Sahebi, Stephan Lessenich und Birgit Glorius, Moderation: Alexander Kern

Antragsteller:in