Johannes Röß | Zwischen Freiheit und Entfremdung

Eine Sozialphilosophie des Geldes nach Georg Simmel

Was bedeutet es, dass moderne Gesellschaften ihre ökonomischen Beziehungen über Geld realisieren? Zerstört Geldorientierung – wie in der kapitalismuskritischen Ideengeschichte oft behauptet – die sozialen Bande? Im Anschluss an Georg Simmel argumentiert Johannes Röß für ein differenziertes Verständnis der gesellschaftlichen Rolle des Geldes. Zu berücksichtigen sind nicht nur dessen versachlichte Herrschaftsmomente, sondern auch die ambivalenten Freiheitseffekte: Monetäre Beziehungen etablieren einerseits ein individualisiertes Verständnis von Freiheit, das zentral für unsere liberale Kultur ist. Andererseits entfremden sie von einem Freiheitsverständnis, welches in nicht-instrumentellen Praktiken und kollektiven Bezügen gründet. Diese Konstellation von Herrschaft, Freiheit und Entfremdung lotet der Autor mit Simmel aus. Dabei fragt er im Anschluss an die neuere Sozialphilosophie nach dem Rationalitätspotenzial des Geldes jenseits seiner kapitalistischen Form.

Frankfurt a. M. und New York 2023 – Campus Verlag, 356 Seiten

EUR 40,00

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Titelbild
Cover-Röß
Ausgabe
2023
ISBN
9783593518084
Erscheinungsdatum
13.12.2023
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