Wohnt Frankfurt ungleich? Rassismus als Wohnungsfrage
Hat Frankfurt eine rassistische Wohnungskrise? Worum geht es, wenn wir über Rassismus auf dem Wohnungsmarkt sprechen? Es geht um rassistische Zuschreibungen, diskriminierende Auswahlpraktiken bei Bewerbungen um eine Wohnung und um städtische Verdrängungsmechanismen, die auch in Frankfurt den Zugang zu Wohnraum prägen.
Frankfurt wächst, die Mieten steigen, und wer eine bezahlbare Wohnung ergattern kann, entscheidet sich oft nicht nur am Einkommen, sondern an Nachnamen, Staatsangehörigkeit oder Sprache.
Frankfurt am Main – eine Stadt, in der mehr als die Hälfte der Bewohner*innen eine Migrationsgeschichte hat – ist zugleich Symbol urbaner Vielfalt und Ort sozialer Ungleichheit. Der ungleich verteilte Zugang zu Wohnraum ist hier Ausdruck gesellschaftlicher Zugehörigkeit und sozialer Sicherheit.
Die Veranstaltung fragt nach den strukturellen Zusammenhängen von Wohnen, Migration und Rassismus: Welche Rolle spielen institutionelle Hürden, »unsichtbare« Grenzen und politische Entscheidungen auf dem Wohnungsmarkt? Und wie kann solidarische Stadtentwicklung in einer postmigrantischen Metropole wie Frankfurt aussehen?
Gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft, Aktivismus und Stadtgesellschaft diskutieren wir, wie Wohnen zum Ort gesellschaftlicher (Un-)Gleichheit wird – und was dagegen getan werden kann. Frankfurt, Stadt der Vielfalt, soll auch Stadt der Chancengleichheit sein – für alle, die hier leben.
Referent*innen:
- Dr. Cihan Sinanoğlu (Leiter der Geschäftsstelle Rassismusmonitor (NaDiRa) am DeZIM, Berlin)
- Dr. Harpreet Cholia (Leitung der Stabsstelle Antidiskriminierung am AmkA, Frankfurt a.M.)
- Prof. Dr. Heike Hanhörster (TU Berlin im Bereich Diversität und räumliche Planung)
Und Co.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe »WohnWendeWerkstatt. Wohnungspolitische Konflikte und sozial-ökologische Perspektiven in Frankfurt«, die das Wohnlabor am Institut für Sozialforschung (IfS) mit Unterstützung des DFG-Graduiertenkollegs Gewohnter Wandel (GRK 2892 ∕ 1) organisiert.