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FR über die Abschlussveranstaltung der Reihe »WohnWendeWerkstatt«: »Für bezahlbaren Wohnraum«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Der Wohnungsforscher Felix Wiegand vom Institut für Sozialforschung hielt fest, derzeit gebe es »kein Bewegungshoch«, um die Forderungen auf die Straße zu bringen. Gleichwohl sieht er eine »Krise des Neoliberalismus« seit der Finanzkrise, damit einhergehend auch »ein Zeitfenster für eine progressive Wohnungspolitik«.


Hessenschau über den Tag der offenen Tür im 2og:dondorf und die Diskussion über die Nutzung der ehemaligen Druckerei im Stadtteil Bockenheim

Zeitungsartikel, Über das IfS

Auch Felix Wiegand vom Institut für Sozialforschung, das ebenfalls einen Raum im »2. OG Dondorf« nutzt, betont die zentrale Rolle des Kollektivs. Natürlich hätten viele Gruppen zum Erhalt des Gebäudes beigetragen und teils Jahrzehnte dafür gekämpft. Aber ohne die zweifache Besetzung im Jahr 2023 wäre es aus seiner Sicht nicht gelungen, die Dondorf Druckerei zu erhalten. »Dann wäre sie wahrscheinlich heute schon abgerissen und die Stadtgesellschaft hätte einen ganz tollen Ort verloren, den wir jetzt gemeinsam nutzen können.«


FR über den Tag der offenen Tür im 2og:dondorf: Kontroverse um Buchhandlungspreis

Zeitungsartikel, Über das IfS

Am Ende des Flurs, in einem der kleineren Räume, sitzen die Menschen dicht nebeneinander und verfolgen gespannt eine Diskussionsrunde über ein Thema, das derzeit weit über die Buchbranche hinaus für Aufmerksamkeit sorgt: die umstrittene Vergabe des Deutschen Buchhandlungspreises. Eingeladen hat das Institut für Sozialforschung, dessen Direktor Stephan Lessenich die Diskussion moderiert und in den Entwicklungen der letzten Wochen „Konturen eines neuen Autoritarismus und Kulturkampfes“ erkennt.


[soziopolis]

Axel Honneth: Im unabgeschlossenen Dialog mit Adorno. Ein Nachruf auf Jürgen Habermas

Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Dass die Kritische Theorie, nicht irgendeine, sondern die in Frankfurt entstandene, nur im ständigen Hin und Her zwischen Kant und Hegel fortzuführen sei, wussten beide vom ersten Moment ihrer Begegnung an; ihr Pakt lag darin begründet, dass sie sich über die Zentralstellung dieser philosophischen Konstellation einig waren. Beide teilten von Beginn an auch die Überzeugung, dass ohne eine Einbeziehung des Marxschen Denkens die Spannung zwischen Kant und Hegel für die Gegenwart nicht hinreichend fruchtbar zu machen wäre; zu welchem der beiden Seiten man auch jeweils neigte, ob die Vernunft nun als zeitlos oder als historisch verfasst begriffen wurde, sie galt für Adorno wie für Habermas in jedem Fall durch die kapitalistische Lebensform als dermaßen entstellt, dass auf sie ohne Aussicht auf radikale gesellschaftliche Transformationen nicht mehr Verlass sein konnte. Uneinig war und blieb man sich untereinander allein über die Rolle, die Nietzsche für die Kritische Theorie spielen sollte. Während Adorno glaubte, ein Element genealogischen Denkens in seine Vernunftkritik einbeziehen zu müssen, war dies für Habermas der eine Schritt zu weit, der das Risiko einer Wiederkehr irrationalen Gedankenguts mit sich bringen würde. Wir werden Habermas nicht mehr vom Gegenteil überzeugen können. Sein Tod bedeutet das Ende des fiktiven Dialogs, den er zeitlebens mit Adorno, seinem einzigen Lehrer, geführt hat. Darin besteht die geistesgeschichtliche Tragik seines Ablebens für die Kritische Theorie. Man stünde, so hat Habermas am Grab von Adorno gesagt, mit dessen Tod philosophisch plötzlich vollkommen nackt dar. Wie viel mehr Gründe haben wir, das heute von uns zu behaupten, die wir doch an den Zielen einer Kritischen Theorie im Frankfurter Geist festhalten wollen?

 

Ein Nachruf auf Jürgen Habermas von Axel Honneth (ehemaliger Direktor des IfS)


[Jacobin Magazin]

Alex Demirović: Jürgen Habermas war ein bundesdeutscher Weltgeist

Zeitungsartikel, Über das IfS

»In den frühen 1950er Jahren kam Habermas von Bonn, wo er bei Erich Rothacker, der unter Hitler in Konkurrenz zu Martin Heidegger Wissenschaftsminister werden wollte, mit einer Studie über Schelling promoviert hatte, an das Institut für Sozialforschung der linken, jüdischen Exilanten Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, um empirische Sozialforschung kennenzulernen. An Studien des Instituts über das politische Potenzial von Studierenden beteiligte er sich mit Aufsätzen, in denen sich schon Argumente seiner späteren Theorie vorbereitet finden.

Diese theoriepolitische Konstellation sollte sein Denken und seine Politik als Intellektueller prägen. Er bewegte sich zwischen der Kritischen Theorie in Frankfurt und dem eher konservativen Kreis um Rothacker, Hans-Georg Gadamer und Reinhart Koselleck. Das von ihnen getragene Archiv für Begriffsgeschichte war orientiert an der Wiederbelegung der geistesgeschichtlichen Tradition und der Hermeneutik. Es befasste sich – im Anschluss an Carl Schmitt – mit Forschungen über Öffentlichkeit.

In diesem Kontext entstand Habermas’ kritische Studie über den Strukturwandel der Öffentlichkeit. Aufgrund inhaltlicher Vorbehalte wollte Horkheimer Habermas nicht habilitieren, ihm war Habermas zu sehr am Vormärz orientiert. Das tat dann der Marxist Wolfgang Abendroth in Marburg. 1961 wurde Habermas in Heidelberg als Professor für Philosophie berufen. Nur wenige Jahre später, 1964, ging er als Nachfolger Horkheimers an die Universität Frankfurt und lehrte dort neben Philosophie auch Soziologie am Seminar des Instituts für Sozialforschung.«

Alex Demirović mit einem Nachruf auf Jürgen Habermas

 


[Deutschlandfunk Kultur]

Martin Saar: »Jürgen Habermas Der letzte große Aufklärer«

Interviews, Radiobeiträge, Podcasts

Jürgen Habermas ist tot – der Denker des herrschaftsfreien Diskurses prägte die politische Philosophie der Bundesrepublik. Für Martin Saar war er ein »ganz, ganz großer« Philosoph, der wissenschaftliche Tiefe mit öffentlicher Wirkung verband.

Aus der Sendung »Sein & Streit«. Martin Saar (Mitglied des Kollegiums des IfS) spricht mit Simone Miller (DLF Kultur) über Jürgen Habermas.


[FAZ]

Axel Honneth über Jürgen Habermas : Sollte er nicht ewig leben?


»Man stehe, so sagte Habermas am Grab von Adorno, mit dessen Tod philosophisch plötzlich blank dar. Wie viel mehr Gründe haben wir, das heute von uns zu behaupten, die wir sein Werk fortsetzen wollen?«
Axel Honneth, ehem. Direktor des Instituts für Sozialforschung in der FAZ.


[Deutschlandfunk]

Axel Honneth: »Schüler und Nachfolger Axel Honneth zum Tod von Jürgen Habermas«

Interviews, Radiobeiträge, Podcasts, Über das IfS, Aus dem IfS

Axel Honneth (ehemaliger Direktor des IfS) im Gespräch mit Michael Köhler (Deutschlandfunk)


Deutschlandfunk Kultur »Zum Tod von Jürgen Habermas Ein Leben für den Diskurs«

Radiobeiträge, Podcasts, Über das IfS

Philosoph, Denker, Demokrat: Jürgen Habermas ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Mit seinen Werken zur Diskursethik und Öffentlichkeit prägte er die politische Kultur Deutschlands – und blieb bis zuletzt eine moralische Stimme.

Beitrag in Deutschlandfunk Kultur von Norbert Seitz, indem auch der ehemalige Direktor des IfS, Axel Honneth, zu Wort kommt.


FAZ über »Elisabeth Lenk: Adornos geniale Schülerin«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Elisabeth Lenk verband Frankfurter Schule, Surrealismus und französische Theorie und entwarf eine ethische Theorie des Ästhetischen: ein Porträt aus Anlass des Erscheinens ihrer »Kritischen Schriften«.