FR über Stephan Lessenich: »Antisemitismus und Anti-Antisemitismus – Wer cancelt hier eigentlich wen?«
28.06.2024 - Medienberichte
Eine Diskussion im Frankfurter Jüdischen Museum über die Logik des Absagens.
Es sei, als wolle man Pudding an die Wand nageln, sagt Natan Sznaider zu dem Problem, den Begriff »Cancel Culture« dingfest zu machen. Damit traf er den Nagel auf den Kopf, um im Bild zu bleiben: Denn die Diskussionsrunde »Cancel Cultures von 1968 bis heute: Aufregung und Aktivismus auf den Bühnen der Kultur« im Jüdischen Museum Frankfurt war von der Begrifflichkeit her doch etwas groß angelegt. »Cancel Culture« wurde dabei nicht etwa als Kampfbegriff der Neuen Rechten verstanden, die damit ihren vermeintlich ungerechtfertigten Ausschluss von Debatten skandalisieren. Sondern als etwas anderes – womöglich als die derzeit in der Kulturszene virulente Dynamik, lieber jemand anderen zu »canceln« als selbst »gecancelt« zu werden. Oder als ein ideologisch-motiviertes Boykottverhalten. Oder als beides.
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