Die Soziologin Saskia Gränitz vom Institut für Sozialforschung
sagte im Deutschlandfunk, die Gewalt gegen Obdachlose sei seit 2018 wieder angestiegen, seit 2022 sogar massiv bei den Todesfällen.
General nehme solche Gewalt meist in Krisenzeiten wie diesen zu. Individueller Hintergrund sei häufig eine sozialdarwinistische Einstellung der Täter, wonach sich in der Gesellschaft immer der Stärkere durchsetzt. Schwächeren werde dann mit Hass und Verachtung begegnet. Dieser Sozialdarwinismus sei oft Teil eines rechtsextremen Weltbildes. Leider seien die Ermittlungsbehörden nicht immer in der Lage, dies zu erkennen.