Was mache ich hier eigentlich? Praxis und Konzeptionen von Freiwilligenarbeit(er*innen)

Freiwilligenarbeit – häufig auch verhandelt unter Begriffen wie ‚Ehrenamt‘ oder ‚Engagement‘ – ist ein fester Bestandteil arbeitsteilig organisierter, moderner Gesellschaften und wird in diesen vornehmlich affirmativ verhandelt. Diesem affirmativen Blick wird in der Dissertation eine gesellschaftstheoretisch fundierte arbeitssoziologische Perspektive entgegen gestellt, die Arbeit als Mittlerin zwischen Subjekt und Gesellschaft versteht und die handlungsleitenden Orientierung von Freiwilligen in und bei ihrer Arbeit rekonstruiert und zu Typen von Freiwilligenarbeit(er*innen) verdichtet. Mithilfe der vorgeschlagenen kritisch-rekonstruktiven Perspektive und der darauf aufbauenden Typenbildung gelingt es, die gesellschaftstheoretische Relevanz von Freiwilligenarbeit zu erfassen und das Dilemma der Freiwilligen zwischen der Konzeption von Freiwilligenarbeit als Nicht-Arbeit und den Ansprüchen an professionelle Arbeit empirisch fundiert zu beschreiben.

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