Mediathek


[FR]

FR über den Tag der offenen Tür: »Frankfurt: Adornos Flügel begutachten«

Zeitungsartikel, Über das IfS

100 Jahre Institut für Sozialforschung Frankfurt: Jubiläumsfeier beginnt mit einem Tag der offenen Tür. Im kommenden Jahr folgen weitere Programmpunkte.


[Zeitschrift der GEW Hessen]

Robin Mohan: »Relevant, aber im falschen System? Die Pflegekrise, ihre Ursachen und die Folgen«

Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Die stellvertretende Pflegedirektorin eines hessischen Krankenhauses brachte es in einem Interview, das im Rahmen eines laufenden Forschungsprojekts zur Krankenhauspflege im Juni 2022 geführt wurde, auf den Punkt: »Wir sind an einem Punkt im Gesund heitssystem oder jetzt auch bei uns hier [am Krankenhaus], wo ich sage: Mehr kann man der Pflege nicht mehr zumuten.« Die schlechte finanzielle Lage vieler Krankenhäuser bringt es mit sich, dass nach Ablauf der corona-bezogenen Sonderfinanzierung mit Freihaltepauschalen und Versorgungszuschlag seit dem 1. Juli wieder maximale Fallzahlen »produziert« werden müssen, um Erlöse zu generieren. Das bedeutet für die Pflege und andere Gesundheitsarbeiter:innen: Es gibt auch in diesem Sommer keinen Moment der Entspannung. Schon im Juli stieg die Zahl derjenigen, die wegen oder mit Covid-19 im Krankenhaus lagen, wieder an, und im Herbst sind noch mehr Corona-Fälle zu erwarten: Neben der allgemeinen Erschöpfung macht sich Resignation breit.


[UniReport]

Almut Poppinga und Felix Trautmann: »Zentraler Wegbereiter der Kritischen Theorie«

Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Rückblick der Programmgruppe auf die Internationale Siegfried Kracauer Konferenz
Die Internationale Siegfried Kracauer Konferenz am Institut für Sozialforschung, die vom 19. bis 21. Mai 2022 nach zweijähriger Verschiebung in Frankfurt stattfinden konnte, hatte sich viel vorgenommen: Einerseits sollten etablierte und neuere Auseinandersetzungen mit Siegfried Kracauers Werk über verschieden Disziplinen hinweg in unterschiedlichen Vortrags- und Diskussionsformaten ins Gespräch gebracht werden, andererseits sollte der Blick weder einzig nostalgisch in die Vergangenheit noch ausschließlich auf Fragen nach der Aktualität gerichtet sein.


[TAZ]

taz über die Adorno Vorlesungen 2022: »Die Krise weißer Identität«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Linda M. Alcoff bestritt die Frankfurter Adorno-Vorlesungen. Im Raum stand die Vermutung, sie sympathisiere mit einem Israel-Boykott.
»Kein Israelboykott im Namen Adornos!« – unter diesem reißerisch-plakativen Titel äußerten vier jüdisch-israelische Organisationen in einem offenen Brief an das Frankfurter Institut für Sozialforschung im Vorfeld der Veranstaltung Kritik an der Referentin der diesjährigen Ador­no-Vorlesungen, die das Institut und der Suhrkamp-Verlag gemeinsam veranstalten.

Die Vorlesungen bestritt die New Yorker Philosophin Linda Martín Alcoff. In drei Vorlesungen vom 29. 6. bis 1. 7. behandelte sie das weitläufige Thema »Race, Culture, History«. Auch der Lokalpolitiker Uwe Becker (CDU) meldete sich kritisch zu Wort.


Adorno-Vorlesungen 2022: Linda Martín Alcoff »The Crises of White Identity« (3/3)

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Linda Martín Alcoff
The Cises of White Identity
3. Vorlesung

»Race, Culture, History«

Seit 2002 veranstaltet das Institut für Sozialforschung in Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag jährlich Vorlesungen, die an drei Abenden an Theodor W. Adorno erinnern. In diesem Jahr widmet sich die Philosophin Linda Martín Alcoff der historischen und kulturellen Rekonstruktion von Race und damit verbundenen Identitäten: Welche Erfahrungen entstehen aus der konstitutiven Beziehung von Race, History and Culture? Wie sind bestimmte Vorstellungen von Race mit konkreten, regressiven wie progressiven, Praktiken und Lebensweisen verbunden? Und inwieweit braucht es neue Ansätze, um die Narrative des Rassismus und ihr Fortbestehen zu überwinden und gesellschaftliche Verhältnisse zu transformieren?

In ihrer ersten Vorlesung mit dem Titel The Historic Formation of Race untersucht Linda M. Alcoff die zeitlich und lokal variierenden Vorstellungen von Race und nimmt bislang unterbestimmte und fehlgeleitete Zusammenhänge in den Blick. Die Differenzkategorie Race, so Alcoff, ist nicht begrifflich falsch, ideologisch oder moralisch verwerflich, sondern entwickelte sich im Zuge historischer Ereignisse und erweist sich als durchweg sozial, kontextgebunden und dynamisch. Race umfasst gemeinsame Lebensformen, Subjektivierungsweisen und geteiltes Wissen, die aus der Kolonialgeschichte entstanden sind und bis in die Gegenwart fortdauern.

Unter dem Titel Cultural Racism wendet sich Alcoff in ihrer zweiten Vorlesung dem von Frantz Fanon in den 1950ern geprägtem Konzept des kulturellen Rassismus zu und entwickelt es auf Grundlage theoretischer und gesellschaftspolitischer Diskurse weiter: Einerseits legitimieren die rassistischen und kolonialen Ideologien bis heute Krieg, Enteignung und die Verweigerung von demokratischer Partizipation, anderseits eröffnet die kritische Reflexion des Konzepts die Möglichkeit einer antikolonialen und widerständigen Praxis sowie eine Reformierung sozialer Ideen und Praktiken. Alcoff zeigt, wie bestehende problematische Vorstellungen über den Globalen Süden zu überwinden sind, um Kulturen in ein neues, emanzipatorisches Verhältnis zueinander setzen zu können.

Zeitgleich geraten traditionelle, auf dem Nationalstaat beruhende Narrative durch soziale Bewegungen und öffentliche Forderungen zunehmend unter Druck: Die weiße Identität befindet sich in einer Krise. Die rassistische Abwehr und nationalistische Verweigerung der sowie die öffentlichen Angriffe auf die Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erben sind davon ebenso Ausdruck wie die immer noch in Alltagspraktiken und Lebensweisen verankerte, jetzt aber zu bröckeln beginnende Vorstellung einer weißen Vormachtstellung. In ihrer dritten Vorlesung The Crises of White Identity lokalisiert Alcoff progressive Gestaltungsräume in diesen Spannungsfeldern und zeigt Möglichkeiten der Transformation und für die gemeinsame Neugestaltung von Lebensweisen.

Linda Martín Alcoff, Prof. Dr., ist Professorin für Philosophie am Hunter College und dem Graduate Center der City University of New York. Zu ihren Forschungsfeldern zählen die Kontinentalphilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts, Critical Race Studies, Sozialphilosophische Epistemologie, Postkoloniale und Feministische Theorien sowie die Lateinamerikanische Philosophie. Linda M. Alcoff war Mitglied des Programmbeirats der New York Society for Women in Philosophy und Präsidentin der American Philosophical Association. Als Autorin schreibt sie regelmäßig für die New York Times, Aeon und New York Indypendent. Für ihre 2006 erschienene Publikation Visible Identities. Race, Gender and the Self (Oxford: Oxford University Press) erhielt Linda M. Alcoff den Frantz Fanon Preis der Carribean Philosophical Association. Zu ihren weiteren Buchveröffentlichungen zählen unter anderem: Rape and Resistance. Understanding the Complexities of Sexual Violation. Cambridge: Polity Press 2018; The Future of Whiteness. Cambridge: Polity 2015; The Routledge Companion to the Philosophy of Race. New York und London: Routledge 2018 (Hg. zusammen mit Paul Taylor and Luvell Anderson).

Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2022
1. Juli 2022
Campus Bockenheim, Hörsaal IV
Goethe-Universität Frankfurt am Main

© IfS, mit freundlicher Genehmigung vom Suhrkamp-Verlag (https://www.suhrkamp.de)


Adorno-Vorlesungen 2022: Linda Martín Alcoff »Cultural Racism« (2/3)

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Linda Martín Alcoff
Cultural Racism
2. Vorlesung

»Race, Culture, History«

Seit 2002 veranstaltet das Institut für Sozialforschung in Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag jährlich Vorlesungen, die an drei Abenden an Theodor W. Adorno erinnern. In diesem Jahr widmet sich die Philosophin Linda Martín Alcoff der historischen und kulturellen Rekonstruktion von Race und damit verbundenen Identitäten: Welche Erfahrungen entstehen aus der konstitutiven Beziehung von Race, History and Culture? Wie sind bestimmte Vorstellungen von Race mit konkreten, regressiven wie progressiven, Praktiken und Lebensweisen verbunden? Und inwieweit braucht es neue Ansätze, um die Narrative des Rassismus und ihr Fortbestehen zu überwinden und gesellschaftliche Verhältnisse zu transformieren?

In ihrer ersten Vorlesung mit dem Titel The Historic Formation of Race untersucht Linda M. Alcoff die zeitlich und lokal variierenden Vorstellungen von Race und nimmt bislang unterbestimmte und fehlgeleitete Zusammenhänge in den Blick. Die Differenzkategorie Race, so Alcoff, ist nicht begrifflich falsch, ideologisch oder moralisch verwerflich, sondern entwickelte sich im Zuge historischer Ereignisse und erweist sich als durchweg sozial, kontextgebunden und dynamisch. Race umfasst gemeinsame Lebensformen, Subjektivierungsweisen und geteiltes Wissen, die aus der Kolonialgeschichte entstanden sind und bis in die Gegenwart fortdauern.

Unter dem Titel Cultural Racism wendet sich Alcoff in ihrer zweiten Vorlesung dem von Frantz Fanon in den 1950ern geprägtem Konzept des kulturellen Rassismus zu und entwickelt es auf Grundlage theoretischer und gesellschaftspolitischer Diskurse weiter: Einerseits legitimieren die rassistischen und kolonialen Ideologien bis heute Krieg, Enteignung und die Verweigerung von demokratischer Partizipation, anderseits eröffnet die kritische Reflexion des Konzepts die Möglichkeit einer antikolonialen und widerständigen Praxis sowie eine Reformierung sozialer Ideen und Praktiken. Alcoff zeigt, wie bestehende problematische Vorstellungen über den Globalen Süden zu überwinden sind, um Kulturen in ein neues, emanzipatorisches Verhältnis zueinander setzen zu können.

Zeitgleich geraten traditionelle, auf dem Nationalstaat beruhende Narrative durch soziale Bewegungen und öffentliche Forderungen zunehmend unter Druck: Die weiße Identität befindet sich in einer Krise. Die rassistische Abwehr und nationalistische Verweigerung der sowie die öffentlichen Angriffe auf die Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erben sind davon ebenso Ausdruck wie die immer noch in Alltagspraktiken und Lebensweisen verankerte, jetzt aber zu bröckeln beginnende Vorstellung einer weißen Vormachtstellung. In ihrer dritten Vorlesung The Crises of White Identity lokalisiert Alcoff progressive Gestaltungsräume in diesen Spannungsfeldern und zeigt Möglichkeiten der Transformation und für die gemeinsame Neugestaltung von Lebensweisen.

Linda Martín Alcoff, Prof. Dr., ist Professorin für Philosophie am Hunter College und dem Graduate Center der City University of New York. Zu ihren Forschungsfeldern zählen die Kontinentalphilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts, Critical Race Studies, Sozialphilosophische Epistemologie, Postkoloniale und Feministische Theorien sowie die Lateinamerikanische Philosophie. Linda M. Alcoff war Mitglied des Programmbeirats der New York Society for Women in Philosophy und Präsidentin der American Philosophical Association. Als Autorin schreibt sie regelmäßig für die New York Times, Aeon und New York Indypendent. Für ihre 2006 erschienene Publikation Visible Identities. Race, Gender and the Self (Oxford: Oxford University Press) erhielt Linda M. Alcoff den Frantz Fanon Preis der Carribean Philosophical Association. Zu ihren weiteren Buchveröffentlichungen zählen unter anderem: Rape and Resistance. Understanding the Complexities of Sexual Violation. Cambridge: Polity Press 2018; The Future of Whiteness. Cambridge: Polity 2015; The Routledge Companion to the Philosophy of Race. New York und London: Routledge 2018 (Hg. zusammen mit Paul Taylor and Luvell Anderson).

Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2022
30. Juni 2022
Campus Bockenheim, Hörsaal IV
Goethe-Universität Frankfurt am Main

© IfS, mit freundlicher Genehmigung vom Suhrkamp-Verlag (https://www.suhrkamp.de)


Adorno-Vorlesungen 2022: Linda Martín Alcoff »The Historic Formation of Race« (1/3)

Videos

Linda Martín Alcoff
The Historic Formation of Race
1. Vorlesung

»Race, Culture, History«

Seit 2002 veranstaltet das Institut für Sozialforschung in Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag jährlich Vorlesungen, die an drei Abenden an Theodor W. Adorno erinnern. In diesem Jahr widmet sich die Philosophin Linda Martín Alcoff der historischen und kulturellen Rekonstruktion von Race und damit verbundenen Identitäten: Welche Erfahrungen entstehen aus der konstitutiven Beziehung von Race, History and Culture? Wie sind bestimmte Vorstellungen von Race mit konkreten, regressiven wie progressiven, Praktiken und Lebensweisen verbunden? Und inwieweit braucht es neue Ansätze, um die Narrative des Rassismus und ihr Fortbestehen zu überwinden und gesellschaftliche Verhältnisse zu transformieren?

In ihrer ersten Vorlesung mit dem Titel The Historic Formation of Race untersucht Linda M. Alcoff die zeitlich und lokal variierenden Vorstellungen von Race und nimmt bislang unterbestimmte und fehlgeleitete Zusammenhänge in den Blick. Die Differenzkategorie Race, so Alcoff, ist nicht begrifflich falsch, ideologisch oder moralisch verwerflich, sondern entwickelte sich im Zuge historischer Ereignisse und erweist sich als durchweg sozial, kontextgebunden und dynamisch. Race umfasst gemeinsame Lebensformen, Subjektivierungsweisen und geteiltes Wissen, die aus der Kolonialgeschichte entstanden sind und bis in die Gegenwart fortdauern.

Unter dem Titel Cultural Racism wendet sich Alcoff in ihrer zweiten Vorlesung dem von Frantz Fanon in den 1950ern geprägtem Konzept des kulturellen Rassismus zu und entwickelt es auf Grundlage theoretischer und gesellschaftspolitischer Diskurse weiter: Einerseits legitimieren die rassistischen und kolonialen Ideologien bis heute Krieg, Enteignung und die Verweigerung von demokratischer Partizipation, anderseits eröffnet die kritische Reflexion des Konzepts die Möglichkeit einer antikolonialen und widerständigen Praxis sowie eine Reformierung sozialer Ideen und Praktiken. Alcoff zeigt, wie bestehende problematische Vorstellungen über den Globalen Süden zu überwinden sind, um Kulturen in ein neues, emanzipatorisches Verhältnis zueinander setzen zu können.

Zeitgleich geraten traditionelle, auf dem Nationalstaat beruhende Narrative durch soziale Bewegungen und öffentliche Forderungen zunehmend unter Druck: Die weiße Identität befindet sich in einer Krise. Die rassistische Abwehr und nationalistische Verweigerung der sowie die öffentlichen Angriffe auf die Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erben sind davon ebenso Ausdruck wie die immer noch in Alltagspraktiken und Lebensweisen verankerte, jetzt aber zu bröckeln beginnende Vorstellung einer weißen Vormachtstellung. In ihrer dritten Vorlesung The Crises of White Identity lokalisiert Alcoff progressive Gestaltungsräume in diesen Spannungsfeldern und zeigt Möglichkeiten der Transformation und für die gemeinsame Neugestaltung von Lebensweisen.

Linda Martín Alcoff, Prof. Dr., ist Professorin für Philosophie am Hunter College und dem Graduate Center der City University of New York. Zu ihren Forschungsfeldern zählen die Kontinentalphilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts, Critical Race Studies, Sozialphilosophische Epistemologie, Postkoloniale und Feministische Theorien sowie die Lateinamerikanische Philosophie. Linda M. Alcoff war Mitglied des Programmbeirats der New York Society for Women in Philosophy und Präsidentin der American Philosophical Association. Als Autorin schreibt sie regelmäßig für die New York Times, Aeon und New York Indypendent. Für ihre 2006 erschienene Publikation Visible Identities. Race, Gender and the Self (Oxford: Oxford University Press) erhielt Linda M. Alcoff den Frantz Fanon Preis der Carribean Philosophical Association. Zu ihren weiteren Buchveröffentlichungen zählen unter anderem: Rape and Resistance. Understanding the Complexities of Sexual Violation. Cambridge: Polity Press 2018; The Future of Whiteness. Cambridge: Polity 2015; The Routledge Companion to the Philosophy of Race. New York und London: Routledge 2018 (Hg. zusammen mit Paul Taylor and Luvell Anderson).

Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2022
29. Juni 2022
Campus Bockenheim, Hörsaal IV
Goethe-Universität Frankfurt am Main

© IfS, mit freundlicher Genehmigung vom Suhrkamp-Verlag (https://www.suhrkamp.de)


[freitag]

Lisa Yashodhara Haller: »Willkommen im Kapitalismus: Die Einkommen unserer Kinder«

Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Das Kindergeld wird reformiert. Kann das neue Modell Armut lindern und soziale Ungleichheit verkleinern?
Mehr als drei Millionen Kinder wachsen in Deutschland arm oder armutsgefährdet auf – jedes fünfte Kind. Diese Armut hat zwei einfache Gründe. Zum einen verursacht das Leben des Kindes Kosten, für das es selbst natürlich nicht aufkommen kann. Und zum anderen verdient der Elternteil, der das Kind betreut, weniger. Hier zeigt sich: Kinder bedürfen einer Versorgung, die mit der kapitalistischen Verwertungslogik nicht vereinbar ist – und das produziert Armut.


[ak]

Anna Steenbock: »Müde aber entschlossen «

Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Seit Wochen streiken Reinigungskräfte in Marseille – von migrantisierten Arbeiter*innen geführte Kämpfe nehmen zu. Seit dem 29. März sind Kader, Hamid, Rabah, Moina, Khedija, Aicha und Fatema, sieben Angestellte eines Reinigungsunternehmens in Marseille, im Streik. Sie arbeiten schon lange in der Agence Régionale de Santé (ARS), der staatlichen Gesundheitsbehörde der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, teilweise seit über zwanzig Jahren. Von Montag bis Freitag bauen sie nun täglich ab 16 Uhr, während ihrer regulären Arbeitszeit, ihren Streikposten vor dem Gebäude auf, positionieren Streikkasse, Petition, Kekse und Kaffee und stellen ihre Banner auf. Es ist die Zeit, zu der die Angestellten der Behörde das Gebäude verlassen. Sie begrüßen die Streikenden mit Namen, fragen nach dem Stand der Dinge und rufen ihnen »Viel Erfolg!« zu.


[FAZ]

FAZ über die Adorno Vorlesungen 2022: »Die Spur der Siedler«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Die Philosophin Linda Alcoff spricht an der Universität Frankfurt über Überlegenheitsgefühle unter weißen amerikanischen Bürgern und sucht nach einem Weg, sie zu überwinden.