Mediathek
[le monde]
Stephan Lessenich: »Ein Totgeglaubter ist wieder da«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Mit Putins Krieg erlebt der globale Westen eine letzte ideologische Renaissance.
Es war einmal: der »Westen«. Nach den militärischen Verheerungen des Zweiten Weltkriegs und den zivilisatorischen Verwüstungen des Nationalsozialismus bot diese geostrategische Chiffre der postfaschistischen Bundesrepublik eine äußerst willkommene politisch-moralische Zufluchtsstätte. Der Westen, das war fortan der Ort der Freiheit und der Hort der Demokratie, ein Spaltprodukt des in regionalen Stellvertreterkonflikten durchaus heiß geführten, in Europa aber gefühlt »Kalten Kriegs«. Die propagandistische Selbstdarstellung der liberalkapitalistischen Gesellschaften als »Erste Welt« wurde durch die bipolare Nachkriegsordnung und den jahrzehntelang anhaltenden Systemwettbewerb in einer Weise ideologisch aufgeladen, die historisch ihresgleichen sucht.
[FAZ]
Daniel Loick: »Polizeigewalt gegen Studenten«
Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Klimaaktivisten lehnen Gespräch mit Frankfurter Uni-Präsidium ab. Kein Ende im Streit um den Polizeieinsatz an der Goethe-Uni im Dezember: Die Klimaaktivisten der Gruppe »End Fossil« weisen ein Gesprächsangebot der Hochschulleitung zurück. Stattdessen wollen sie die Hörsaalbesetzung auf einer eigenen Veranstaltung rechtfertigen.
[jW]
Dirk Braunstein: »Heute im Angebot: Solidarität«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Geisteswissenschaften im Widerstand gegen das Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Eine Betriebsblindenschrift Was soll ich? Etwas Kurzes über die angestrebte Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes schreiben? Bestenfalls lustig? Passen Sie auf: Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz ist noch beschissener, als es heißt: Der ganze Mist ist in der Hauptsache dafür da, das Teilzeit- und Befristungsgesetz großformatig außer Kraft zu setzen. Bei der Novelle nun handelt es sich um die Reform einer Reform, die das gegenwärtige Wissenschaftszeitvertragsgesetz, das verabschie...
Medico über 100 Jahre IfS »Adorno for Future«
Interviews, Aus dem IfS
Das Frankfurter Institut für Sozialforschung wird 100. Was die Kritische Theorie vom Globalen Süden und die Klimabewegung von Adorno lernen könnte, erklärt Direktor Stephan Lessenich.
[jW]
Dirk Braunstein: »Pleased to meet you«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Kleine Geistesgeschichte des Meetings. »Man kriegt viel zu hören, bevor einem die Ohren abfallen«, sagt Pippi Langstrumpf, und exakt Letzteres droht nun, denn man sitzt seit vier Stunden in einem sog. Meeting, das auf anderthalb angesetzt war. Stunden, nicht Tage! Sitzt also bei einem Meeting zur Konsolidierung der Paragrafen 15 ff. des neuesten Eckpunktepapiers, man hat nun wirklich alles gesagt, gehört, notiert, erarbeitet; der Hintern tut weh, dito tun es Schreibhand und Hirn, und die Sehnsucht geht r...
FR über Utopischer Raum: »Wolfgang Kaleck: ›Es wird noch zu oft mit zweierlei Maß gemessen‹«
Zeitungsartikel, Über das IfS
FR-Event: Kann eine Welt gerecht sein, die das Völkerrecht nicht für alle gleich anwendet? Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck über russische Kriegsverbrechen, grenzenlose Solidarität und die währende Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
[jW]
Dirk Braunstein: »Ein, zwei Pirouetten zuviel Kleine Psychologie der Plagiatjagd«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Kleine »sozialpsychologische Frage«¹ zwischendurch: Was sind eigentlich »selbsternannte«² und »fremdbestimmte«³ »Plagiatsjäger«⁴ und deren »Anhänger:innen«⁵ anderes als Leute, die sich regelkonform »auf die Suche nach Regelabweichungen begeben«⁶, um diese Abweichungen anschließend öffentlichzumachen; »m. a. W.«⁷ »reichlich unangenehme«⁸ »Menschen, die«⁹ »ihr Denunziantentum«¹⁰ »endlich!, endlich!«¹¹ mal ungeniert ausleben können? Anders gefragt: Es ist ja gewiss so,...
[jW]
Dirk Braunstein: »Vergessen Sie Coca-Cola! Geisteswissenschaft der Sichtbarkeit«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Eines der Schlag-, nein: Schlüssel-, nein: Zauberwörter des Wissenschaftsbetriebs lautet »Sichtbarkeit«. Sie können tun und machen, wie und was Sie wollen – solange das kein Schwein mitkriegt, können Sie’s genauso gut auch lassen, aber lassen können Sie’s nicht, wenn Sie im Wissenschaftsbetrieb sind, also brauchen Sie Sichtbarkeit, und Sichtbarkeit bedeutet, ob man seinen eigenen Namen bei Google findet. Der Autor dieser kleinen Aufklärungskolumne etwa ist ganz wahn...
[illiberalism]
Sarah Speck und Paula-Irene Villa: »Academia and Politics – Entangled, Yet Not the Same«
Aus dem IfS
The COVID-19 pandemic, the climate crisis, and the increasingly prominent LGBTIQ* movements as well as growing political incentives for professionalized academic outreach have intensified debates on relations between academia and the public—raising, in turn, (once more) the question of the relation between academia and politics. These debates take place in very different contexts and, thus, political constellations and are perhaps more explosive in the United States at present than in the German context from which we argue here, although they are fiercely contested there as well. But as important and revealing as it is to shed light on the respective discourse constellations and sometimes severe consequences—think, for example, of the banning of certain socio-critical study material—we will focus on one aspect in the following paper. The point of departure is the accusation, appearing in many of these debates and contexts, that gender studies is an example of an (excessively/inappropriately/dangerously) politicized scientific discipline.
TAZ über das IfS: » Gedenkveranstaltung für André Gorz. Raus aus dem Eitelkeitstheater«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Das Frankfurter Institut für Sozialforschung erinnerte an den Philosophen André Gorz. Gorz gilt als Pionier der sozialökologischen Ökonomie.
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