Mediathek
[blog feministische Sudien] Constanze Stutz, Radwa Khaled und Inga Nüthen: »Zwischen Aufbruch und politischer Depression. Ein Austausch über queer-feministische (Ermöglichungs-) Räume im Digitalen und der virtuellen Lehre«
MedienberichteIm Sommersemester 2021 haben wir uns als Teil des Lehrteams am Arbeitsbereich Politik und Geschlechterverhältnisse des politikwissenschaftlichen Instituts der Philipps-Universität Marburg kennengelernt und bis zum Sommersemester 2022 neben viel Frustration auch anregende und spannende Diskussionen um die Möglichkeit queer-feministischer Räume im Digitalen geführt, die wir hier mit dem Stand März 2022 dokumentieren. Unsere Diskussionen über solche (Ermöglichungs-)Räume erlebten wir als gemeinsame Suchbewegung, in der wir nicht mit einer Stimme sprechen, sondern im kontroversen Dialog Antworten suchen.[1] Wir versuchen, wie Corine Kumar es beschreiben würde ‚fragend voranschreiten‘ (asking we walk) (Kumar 2011). Die gemeinsame Kartographierung unserer Lebens- und Lehrverhältnisse (Gago 2021) ernst zu nehmen, verstehen wir als eine Form der politischen Praxis. Im Folgenden bilden wir diesen Diskussions- und Suchprozess in Form eines Austauschs ohne zugewiesen Autor*innenschaft ab. Das darin auftretende Subjekt ist ein kollektives, als solches konflikthaft und nicht mit sich identisch. Wenn wir in Ich-Form schreiben, machen wir die unterschiedlichen Perspektiven deutlich, die in unserer Diskussion relevant geworden sind.
[jW] Dirk Braunstein: »Musk till dawn Was machen Geisteswissenschaftler auf Twitter?«
MedienberichteEin promovierter Philosoph schreibt via Twitter: »Leute, die sich ernsthaft darüber empören, dass andere nicht so reagieren, wie sie es erwarten, weil sie ihre eigene Sichtweise mit der herrschenden Moral identifizieren, haben sich noch nie ernsthaft mit Philosophie auseinandergesetzt.« Nun ließe sich zwar einwenden, es sei nicht Aufgabe eines promovierten Philosophen, andern »Leuten« vorzuwerfen, sie hätten sich nicht »mit Philosophie auseinandergesetzt«; auch, das... Hier weiterlesen.
FAZ über 100 Jahre IfS: »100 Jahre im Grand Hotel Abgrund«
MedienberichteZum Studium des Marxismus wurde es 1923 gegründet, nach der Rückkehr von Horkheimer und Adorno aus dem Exil erlebte es seine goldene Epoche: Das Frankfurter Institut für Sozialforschung feiert Jubiläum. Hier weiterlesen.
FR über 100 Jahre IfS: »Institut für Sozialforschung: Im Angstschweiß Adornos«
MedienberichteVor 100 Jahren gegründet: Erinnerung an die Besetzung des Instituts für Sozialforschung im Januar 1969. Gegründet wurde das „Institut für Sozialforschung“ 1923, also in einem der schwierigsten Jahre der Weimarer Republik – Ruhrbesetzung, rechte und linke Putschversuche, Inflation. Kein Wunder, dass die offizielle Eröffnung erst am 22. Juni 1924 stattfand. Finanziers waren Hermann Weil (1868–1927) und sein Sohn Felix (1898–1975). Weil und Co. waren über Jahre die größten Getreidehändler der Welt. Bertolt Brecht erwog einmal, ein Stück über das Institut zu schreiben: „ein reicher alter mann (der weizenspekulant weil) stirbt, beunruhigt über das elend auf der welt. er stiftet in seinem testament eine große summe für die errichtung eines instituts, das die quelle des elends erforschen soll. das ist natürlich er selber.“ Dass Stück wurde nie geschrieben. Auch über Bill Gates ist nichts Vergleichbares auf die Bühne oder den Bildschirm gekommen.
jungle world über 100 Jahre IfS: »Herberge statt Grand Hotel«
MedienberichteDas Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main feiert am 23. Januar seinen 100. Geburtstag. Dessen prominenteste Persönlichkeiten sind die Gesellschaftskritiker Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Unter den unterschiedlichen Institutsleitern ließ sich immer auch eine Veränderung der inhaltlichen Ausrichtung beobachten.
FR über das IfS: »Frankfurt: Dialog oder Statements?«
MedienberichteGoethe-Uni und die Gruppe End Fossil reden über Klimaschutz - vermutlich aneinander vorbei. Die Frankfurter Goethe-Universität hat die Protestgruppe „End Fossil: Occupy! Frankfurt“ zum Gespräch eingeladen. Besagte Gruppe hatte am 6. Dezember das Audimax des Hörsaalzentrums auf dem Campus Westend besetzt, um Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz zu generieren. Unikanzler Albrecht Fester hatte den Saal noch am gleichen Tag räumen lassen. Am Mittwoch sind die Parteien wieder am Verhandlungstisch zusammengekommen.
Jüdische Allgemeine über 100 Jahre IfS: »100 Jahre Frankfurter Schule: Ein Rückblick«
MedienberichteAm 23. Januar jährt sich der Erlass des preußischen Kulturministers zur »Errichtung eines Instituts für Sozialforschung an der Universität Frankfurt als einer wissenschaftlichen Anstalt, die zugleich Lehrzwecken der Universität dient«, zum hundertsten Mal. Gegründet wird es im selben Jahr durch eine Stiftung des Kaufmanns und Mäzens Hermann Weil und seines Sohnes Felix Weil. Hier weiterlesen.
[der Standard] Stephan Lessenich: »Soziologe Lessenich: ›Spätestens seit Corona liegen die Nerven blank‹«
MedienberichteStephan Lessenich über Gesellschaften am Rande des Nervenzusammenbruchs, die Sonderrolle der Pandemie und das Prinzip Verdrängung, das nicht mehr greift.Was passiert, wenn die bisherige Normalität nicht mehr gilt? Wenn nicht nur Individuen, sondern ganze Gesellschaften akzeptieren müssen, dass es nie mehr so wird, wie es war? Was dann? Der renommierte Gesellschaftsanalytiker Stephan Lessenich widmet diesen Fragen sein neues Buch mit dem Titel Nicht mehr normal. Gesellschaften am Rande des Nervenzusammenbruchs.
[der freitag] Stephan Lessenich: »Konservatismus und nachhaltiger Konsum: Die Utopie des Weiter-so ist ein Irrweg«
MedienberichteTrotz Klimakrise wollen Konservative an Altbewährtem festhalten. Und glauben wir nicht alle ein bisschen die Lüge vom nachhaltigen Konsum? Das ist leider ein folgenschwerer Irrtum.
[jW] Dirk Braunstein: »Karma, du Loser! Wovon leben eigentlich Geisteswissenschaftler?«
MedienberichteFalls Sie sich, werter Leser, verehrte Leserin, schon immer mal gefragt habe, was Leute, die sich Gesellschafts- oder gar Geisteswissenschaftler nennen, den ganzen Tag lang so tun – und welcher gesunde Mensch täte das nicht –, dann kriegen Sie hier die Antwort: Sie schreiben Anträge. Sie schreiben Anträge auf Finanzierung von Dienstreisen, von Workshops, sie beantragen, ihre Arbeit machen zu dürfen, sie beantragen, Anträge stellen zu dürfen (kein Witz!, ist ja auch...
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