Mediathek


[SuN]

Ann–Katrin Kastenberger und Dora Stanic: »Rezension zum Buch »Rechtspopulismus vs. Klimaschutz? Positionen, Einstellungen, Erklärungsansätze« «

Rezensionen, Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Ein »doppeltes Desiderat« in der gegenwärtigen Forschung

Ausgangspunkt der Studie ist die Feststellung eines »doppeltes Desiderat« (Sommer et al. 2021: 62) in der gegenwärtigen Forschung: Einerseits erfahren die Phänomene des erstarkenden Rechtspopulismus sowie die wachsenden Herausforderungen der Klimakrise jeweils große Aufmerksamkeit, andererseits widmen sich nur wenige Studien dem möglichen Zusammenhang zwischen beiden Bereichen (vgl. Sommer et al. 2022: 13). Die leitende Forschungsfrage des Buches lautet daher: »Gibt es einen Zusammenhang zwischen den sich verschärfenden ökologischen Krisen wie der Klimakrise sowie den politischen Bestrebungen, diese einzudämmen, und dem Erstarken des Rechtspopulismus?« (ebd.: 14). Mit ihrer Arbeit zielen die Autor*innen darauf ab, die genannte Forschungslücke zu schließen, da die Phänomene der Klimakrise sowie des (Rechts-)Populismus zwar häufig gesondert, jedoch selten einer gemeinsamen Beobachtung unterzogen werden. Damit lässt sich die Studie einer Reihe von Forschungen zuordnen, die sich aktuell mit den politischen Debatten und gesellschaftlichen Konsequenzen der sozial-ökologischen Transformation beschäftigten (vgl. u.a.: Blühdorn 2020; Gürtler et al. 2021; Ekberg et al. 2022; Eversberg 2023; Mau et al. 2023; Quent et al. 2022).


[SZ]

Interview mit Saskia Gränitz: »Von einer Couch auf die nächste«

Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Hohe Mieten, knapper Wohnraum und lange Wartelisten für Wohnheime zwingen immer mehr junge Menschen in ungesicherte Wohnverhältnisse – zum Beispiel Carolin. Heute hat Carolin eine Nachricht von einem Freund bekommen: »Schnelle Frage an die Obdachlose: Wo kann ich dich denn postalisch erreichen in den kommenden Tagen?« Es geht um eine Hochzeitseinladung. Carolin sitzt auf einer Parkbank und liest die Nachricht vor. Sie lacht. »Alle wissen Bescheid«, sagt sie und meint damit: Sie ist zwar nicht obdachlos, aber wohnungslos. Genauer gesagt: verdeckt wohnungslos. Das heißt, dass Carolins Unterschrift gerade unter keinem Mietvertrag steht, dass sie kein Zimmer hat, keinen festen Wohnsitz. Sie kommt immer wieder bei Freunden, Bekannten oder ihren Eltern unter.


[FAZ]

FAZ über das IfS: »Denken in Räumen: Philipp Lenhards Geschichte des frühen Instituts für Sozialforschung«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Die Geschichte der Frankfurter Schule wird in der Regel als Horkheimer + Adorno + X erzählt. Andere Figuren treten lediglich als Anhang des großen Duos auf, das in den Trente Glorieuses zwischen dem Erscheinen der »Dialektik der Aufklärung« 1944 und Horkheimers Tod 1973 die Kritische Theorie entwickelt hat. Lange Zeit war der Blick vor allem auf den Übergang zu nachfolgenden Generationen gerichtet, der wahlweise als Erfüllungs- (Endlich Politik, Empirie und Klarheit!) oder Verfallsgeschichte erscheint (Ist das noch Kritische Theorie?!). Seit einigen Jahren wächst jedoch das Interesse an der Vor- und Frühgeschichte sowie an vermeintlichen Randfiguren. Zu ihnen zählt Friedrich Pollock, der seit Philipp Lenhards Biographie (F.A.Z. vom 15.11. 2019) nicht mehr bloß als Horkheimers Freund, sondern als »graue Eminenz der Frankfurter Schule« bekannt ist.


Aufzeichnungen mit Christian Sperneac-Wolfer

Podcast

Christian Sperneac-Wolfer spricht mit Almut Poppinga in der IfS-Podcastreihe »Aufzeichnungen« über sein Forschungsprojekt »Rumänische Wanderarbeiter:innen in der deutschen Baubranche. Eine klassifikationstheoretische Studie«.

Hier anhören.


[Gespenster der Freiheit]

Gespenster der Freiheit über 100 Jahre IfS: »Auf den Schultern von Riesen«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Neue Ideen und einige Image-Korrekturen zum 100. Geburtstag des Frankfurter Instituts für Sozialforschung

Binnen kurzer Zeit trafen das Frankfurter Institut für Sozialforschung (IfS) zwei Großereignisse: Es bekam im Juli 2021 mit Stephan Lessenich einen neuen Direktor – und im März 2022 eine neue Website. Beides geschah im Vorfeld eines nicht minder großen Events: Im Februar 2023 feierte das IfS den 100. Jahrestag seiner Gründung. Neuer Chef, neues Erscheinungsbild: Das altehrwürdige Institut konnte also pünktlich zum Jubiläum gleich zweifach runderneuert an die Öffentlichkeit treten.


[Institut Solidarische Moderne]

»#16 mit Stephan Lessenich: Über die Proteste gegen die AfD und die Gesellschaft im Krisenmodus«

Podcasts, Aus dem IfS

Das Jahr 2024 hat ereignisreich begonnen. Erst die Bauernproteste und dann die anhaltende Protestwelle gegen die AfD. Wir sprechen mit dem Soziologen Stephan Lessenich über die aktuelle Protest-Dynamik und eine Gesellschaft im Krisenmodus, in der »nichts mehr normal ist« und sich Transformationskonflikte zuspitzen. Wie können in dieser Situation Mehrheiten für solidarische Alternativen gewonnen werden?


[die Tagespost]

die Tagespost über 100 Jahre IfS: »100 Jahre Frankfurter Schule: Mehr als ›religiös unmusikalisch‹ «

Zeitungsartikel, Über das IfS

Von Horkheimer bis Habermas: Die Frankfurter Schule war auch gegenüber sich selbst kritisch – und thematisierte sogar die religiöse Frage nach Transzendenz. Gegründet in den Jahren 1923/24 von jüdischen Industriellen und Intellektuellen, die von der Philosophie Hegels und den Sozialanalysen Marx‘ und Freuds geprägt waren, steht das Frankfurter Institut für Sozialforschung seither nach eigener Definition »für eine kritische Theorie der Gesellschaft, die den herrschenden sozialen Verhältnissen den Spiegel ihrer uneingelösten Möglichkeiten vorhält. Es begreift sich als ein Ort kooperativer, öffentlicher und intervenierender Gesellschaftswissenschaft«.


[FR]

FR über Utopischer Raum: »Wir haben nur dieses Leben auf dieser Erde, darauf kommt es an«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Die Philosophin Eva von Redecker tritt dafür ein, sich für »Bleibefreiheit« für alle und eine größtmögliche Diversität nichtmenschlichen Lebens einzusetzen.

Eva von Redecker, Ihr Buch »Bleibefreiheit« ist ein langer Essay über Leben und Tod und gehört zu Ihrer Philosophie der neuen Protestformen. Was bedeutet diese Wortschöpfung?


[welt]

welt über das IfS: »Oskar Negt: Das bodenständige Gegenstück zum feinen Denkerclub«

Zeitungsartikel, Über das IfS

In der preziösen Welt der Frankfurter Schule war Oskar Negt der schwarze Schwan. Seine nicht-bürgerliche Herkunft bewahrte ihn vor einem Radikalismus, der Ende der 60er-Jahre unter jungen Bürgerkindern Mode wurde. Als die RAF mordete, zeigte er im linken Milieu Mut.


[nd]

nd über das IfS: »Alex Demirović: »Wie ein Steinwurf ins Fenster««

Zeitungsartikel, Über das IfS

Alex Demirović spricht über kritische Gesellschaftstheorie im Handgemenge, Intellektuellenbilder und die konformistischen Rebellen von rechts.