Mediathek

nd über die Adorno Vorlesungen 2023: »Etwas, das in uns allen steckt«

Medienberichte

In »Psychoanalyse und Antisemitismus« aktualisiert Ilka Quindeau die Analysen der Kritischen Theorie
»Wozu Antisemitismus?« So lautet knapp der Titel der ersten von Ilka Quindeaus drei Adorno-Vorlesungen aus dem Jahr 2023, die auch den drei Kapiteln in dessen Buch »Psychoanalyse und Antisemitismus« entsprechen. Dies gibt die Richtung der Untersuchung vor; mit der Frage nach dem Zweck stellt die Autorin sich in die Tradition der frühen Kritischen Theorie, die nach psychodynamischen Erklärungen der Empfänglichkeit für Antisemitismus suchte. Damit tritt die Soziologin und praktizierende Psychoanalytikerin aus dem Definitions- und Zuweisungsmodus gegenwärtiger Debatten heraus. Dass Quindeaus vor dem folgenschweren 7. Oktober 2023 gehaltenen und danach (trotzdem) in diesem Jahr in Buchform herausgegebenen Vorträge für Selbstkritik statt Schuldzuweisungen oder Antisemitismusdefinitionen plädieren, macht sie nicht zu Apologien der (neuen) Antisemiten. Vielmehr gilt das Erkenntnisinteresse der Psychoanalytikerin der Wurzel, Funktion und Persistenz antisemitischer Meinungen, die in ihrer unbewussten Form gesellschaftlich überall vorkämen, eben nicht nur bei den »weltanschaulichen Antisemiten«.
Hier weiterlesen.

jungle world über das IfS: »Postnazismus in der BRD – Schuld und Abwehr«

Medienberichte

Das »Gruppenexperiment« des Instituts für Sozialforschung enthüllte Anfang der fünfziger Jahre das Fortleben der Nazi-Ideologie in den Köpfen der Deutschen. Die Ergebnisse wurden nie vollständig veröffentlicht – das soll nun nachgeholt werden.
Hier weiterlesen.

soziopolis über »Im Schatten der Tradition«: »Im Licht der Moderne«

Medienberichte

Eine inklusivere Geschichte des Instituts für Sozialforschung

Wenn es um die Personen, das Theorieprogramm und die empirischen Studien geht, für die das Frankfurter Institut für Sozialforschung (IfS) seit seiner Gründung im Jahr 1923 in der interdisziplinären und internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft bekannt ist, denkt zuerst wohl kaum jemand an Margarete Lissauer, Hilde Weiss, Clara Zetkin, Käthe Leichter, Else Frenkel-Brunswik, Elisabeth Lenk, Gretel Adorno, Christel Eckart, Ursula Jaerisch, Helgard Kramer oder Karin Flaake, um nur einige Namen zu nennen. Denn die inzwischen gut hundertjährige Geschichte des IfS wird bislang gemeinhin als eine Geschichte nur von Männern erzählt. Dass es sich dabei aber auch um die Geschichte einer »strukturelle[n] Exklusion nicht-männlicher Wissenschaftler:innen« (S. 8–9) handelt, so Sarah Speck, Initiatorin und Mitherausgeberin des hier besprochenen Sammelbandes, bleibt zumeist im Dunkeln.
Hier weiterlesen.

Deutsches Ärzteblatt über die Adorno Vorlesungen 2023: »Spannendes Zusammenwirken von Psychoanalyse und Soziologie«

Medienberichte

Für diese Publikation hat die Autorin Ilka Quindeau ihre Vorlesungen grundlegend überarbeitet und erweitert. Spannend ist das Zusammenwirken von Psychologie und Soziologie; hier konkret von Psychoanalyse und Kritischer Theorie, Theorietraditionen, denen die Kritik des Antisemitismus schon immer ein zentrales Anliegen war. Die Inhalte legt die Autorin in drei Buchteilen dar. Ausführlich und gut verständlich erläutert sie komplexe Sachverhalte.
Hier weiterlesen.

[genderblog] Sarah Speck, Babara Umrath und Johanna Niendorf : »Die langen Schatten der Tradition des Frankfurter Instituts für Sozialforschung«

Medienberichte

Der Band Im Schatten der Tradition wirft einen dezidiert feministischen Blick auf die 100-jährige Geschichte des Instituts für Sozialforschung (IfS) und verdeutlicht dabei die Ausblendung der Arbeit von Frauen in der bisherigen Rezeptionsgeschichte sowie zentraler geschlechtertheoretischer Analysen im Kontext der Forschung am Institut. Johanna Niendorf sprach mit einer der Herausgeber*innen, Sarah Speck, stellvertretende Direktorin des IfS, und der Autorin Barbara Umrath über das Buch.
Hier weiterlesen.

FAZ über »Im Schatten der Tradition«: »Wo die Ungleichheit zwischen Frau und Mann zementiert wird«

Medienberichte

Es ist an der Zeit, den Schatten der Tradition in den Blick zu nehmen: Ein Band befasst sich mit Geschlechterfragen in der Frankfurter Kritischen Theorie.
Hier weiterlesen.

sehepunkte über »Im Schatten der Tradition«: »Rezension von: Im Schatten der Tradition«

Medienberichte

Anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (IfS), an dem einst die »Kritische Theorie« der später sogenannten »Frankfurter Schule« entwickelt wurde, ist eine Vielzahl neuer Veröffentlichungen erschienen, die gänzlich neue oder bisher zu wenig beachtete Aspekte in den Blick nahmen. Neben philosophischen, soziologischen und kulturwissenschaftlichen Beiträgen waren auch umfassende geschichtswissenschaftliche Studien zu finden, die die seit Jahren zu konstatierende Historisierung der Kritischen Theorie fortsetzten.
Hier weiterlesen.

[taz] Sina Arnold, Stephan Lessenich und Maren Möhring »Menschenrechte, aber nicht für alle«

Medienberichte

Der Diskurs über Geflüchtete wird feindseliger – auch Forscher wie Daniel Thym tragen zur Erosion des menschenrechtlichen Konsenses bei. Eine Replik. Schon 2018 bezeichnete der damalige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Migration als „Mutter aller Pro­ble­me“. Die seither sich entwickelnde gesellschaftspolitische Debatte zeigt, dass diese Diagnose mittlerweile zum parteiübergreifenden Konsens geworden ist. Wer sich heute öffentlich über das Migrationsgeschehen äußert, spricht in aller Regel im selben Atemzug von Überforderung und Begrenzung.
Hier weiterlesen.

WOZ über »Im Schatten der Tradition«: »Das IfS und die Frauen«

Medienberichte

Was Philipp Lenhard und Jörg Später mit ihren Monografien zur Geschichte des wirkmächtigen, 1923 von Felix Weil gegründeten Instituts für Sozialforschung (IfS) und der Frankfurter Schule bereits anhand einzelner Biografien ausgeführt haben, wird nun in einem neuen Sammelband mit dem Titel «Im Schatten der Tradition» vertieft und um zahlreiche Details erweitert: Frauen waren keine unbedeutenden Randfiguren in der Geschichte des IfS, also «nur» Sekretärinnen oder Ehefrauen, sondern im Gegenteil in hohem Mass an der Institutsarbeit beteiligt. Sie wurden allerdings systematisch ausgeblendet, vergessen oder nur in Fussnoten erwähnt.
Hier weiterlesen.

jungle world über »Im Schatten der Tradition«: »Frauen in der Frühgeschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung«

Medienberichte

Die Geschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (IfS) wird zumeist anhand der Biographien und Werke männlicher Protagonisten erzählt. Der kürzlich erschienene Band »Im Schatten der Tradition« wirft einen dezidiert feministischen Blick auf die 100jährige Geschichte des IfS und verdeutlicht die hartnäckige androzentrische Ausblendung der Tätigkeiten von Frauen am und im Umfeld des Instituts in seiner gängigen Geschichtsschreibung. Die Beiträge vergegenwärtigen, dass das IfS von Beginn an Frauen in die Forschung eingebunden hat und zu verschiedenen Zeitpunkten geschlechtertheoretische Überlegungen am Institut ent­wickelt wurden, die in Verbindung zu politischen Debatten standen. Der hier republizierte Text »Frauen in der Frühgeschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung« eröffnet den Band.
Hier weiterlesen.