Mediathek
FAZ über die Adorno-Vorlesungen 2023: »Zur Schändung des Sigmund-Freud-Denkmals in Wien«
In Wien wurde der Gedenkstein für den Psychoanalytiker Sigmund Freud beschmiert. Das veranlasst zur Neuauflage der Frage Adornos: Was kann die Psychoanalyse dem Antisemitismus entgegensetzen?
FAZ über den Briefwechsel zwischen Theodor W. Adorno und Ludwig von Friedeburg: »Lieber Teddie, die Bar ist nicht mehr so reizend«
Der eine flieht als „Halbjude“ in die USA, der andere wird Marinekommandant unter Hitler: Der knapp 20 Jahre umfassende Briefwechsel zwischen Theodor W. Adorno und Ludwig von Friedeburg ist Zeugnis einer unwahrscheinlichen Freundschaft.
[nd]
»Im Schatten der Frankfurter Schule«
Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS
Im Gegensatz zu Adornos männlichen Zöglingen sind seine Schülerinnen »vergessen« – trotz bedeutender Beiträge zu Theorie und Praxis. Mitternacht ist »Nachtstudio«-Zeit. Jedenfalls für Hannah Werbezirk. Die Salzburger Gymnasiastin hat es sich zur Angewohnheit gemacht, ein väterliches Verbot zu unterlaufen und zu später Stunde auf einem Empfangsgerät der Firma Grundig den Stimmen zu lauschen, die mittels Radio Wien den Weg unter ihre Bettdecke finden. Die artikulierte Ausdrucksweise, die ebenso elegante wie tiefschürfende Gedankenführung eines »Nachtstudio«-Gastes hat es ihr besonders angetan. Von einem Vortrag über den französischen Schriftsteller Marcel Proust ist sie so beeindruckt, dass sie das Frankfurter Institut für Sozialforschung per Brief um das Manuskript bittet.
[taz]
Martin Saar: »Neues Buch von Michel Foucault. Am Ende der Tradition«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Ein Manuskript aus dem Nachlass des Philosophen: Michel Foucault über den »Diskurs der Philosophie« und das Denken des Heute.
[missy magazine]
Juliane Rebentisch: »Lasst uns bitte streiten«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Was ist in Zeiten des Nahostkrieges und der autoritären Wende noch diskutierbar? Und wie kann ein differenzierter Kampf gegen Antisemitismus aussehen? Ein Gespräch mit der Philosophin und Hannah-Arendt-Spezialistin Juliane Rebentisch.
[Antropica]
Esteban Torres: »La sociedad mundial poscolonial: una aproximación«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
En el artículo planteo la hipótesis que desde mediados del siglo XX se viene conformando una sociedad mundial poscolonial. En primer lugar, describo cómo esta nueva sociedad se edifica a partir de la evolución de tres procesos históricos: la descolonización, la proliferación de los movimientos de liberación nacional del Sur Global y el ascenso del bloque del Asia-Pacífico. En segundo lugar, desarrollo el concepto de sociedad mundial poscolonial a partir de discernir y analizar los movimientos de mundialización de la sociedad, del poder y de la modernidad. Identifico cuatro principios que permiten explicar la naturaleza de esta formación social: diferenciación esférica, acoplamiento, doble estructuración y localización posicional. Y luego distingo tres tipos de modernidades: dominante, vasalla y autonomista. En último lugar, extraigo algunas conclusiones para avanzar en el estudio de esta nueva sociedad y sus dinámicas de transformación.
der Freitag über 100 Jahre IfS: »Dem Bewusstsein auf der Spur: Die Gründung des Instituts für Sozialforschung«
Zeitungsartikel, Über das IfS
In Frankfurt am Main wird 1924 das Institut für Sozialforschung gegründet. Es soll die Niederlage der Revolution von 1918 ergründen und den Marxismus aus der Krise holen. Das Frankfurter Institut für Sozialforschung (IfS) hat das intellektuelle Klima der Bundesrepublik in deren ersten Jahrzehnten maßgeblich bestimmt. Wer heute an diese Zeit zurückdenkt, wird sich vor allem an Theodor W. Adorno erinnern, den Philosophen und Soziologen, der zwischen 1958 und 1969, seinem Todesjahr, Institutsdirektor war. Und an die Dialektik der Aufklärung, das Buch, das Adorno zusammen mit Max Horkheimer, der vor ihm Direktor gewesen war, zwischen 1939 und 1944 im US-amerikanischen Exil geschrieben hatte. Doch das IfS, das heute von dem Soziologen Stephan Lessenich geleitet wird, gibt es seit hundert Jahren – am 22. Juni 1924 wurde es eröffnet -, und auch seine Frühzeit verdient es überhaupt nicht, vergessen zu werden.
FAZ »Was von wem gecancelt wird«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Selten erlebt man eine so kluge und differenzierte Diskussion wie jetzt über »Cancel Cultures« – und so einen harschen Kontrast mit der Realität.
FR: »Antisemitismus und Anti-Antisemitismus – Wer cancelt hier eigentlich wen?«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Eine Diskussion im Frankfurter Jüdischen Museum über die Logik des Absagens. Es sei, als wolle man Pudding an die Wand nageln, sagt Natan Sznaider zu dem Problem, den Begriff »Cancel Culture« dingfest zu machen. Damit traf er den Nagel auf den Kopf, um im Bild zu bleiben: Denn die Diskussionsrunde »Cancel Cultures von 1968 bis heute: Aufregung und Aktivismus auf den Bühnen der Kultur« im Jüdischen Museum Frankfurt war von der Begrifflichkeit her doch etwas groß angelegt. »Cancel Culture« wurde dabei nicht etwa als Kampfbegriff der Neuen Rechten verstanden, die damit ihren vermeintlich ungerechtfertigten Ausschluss von Debatten skandalisieren. Sondern als etwas anderes – womöglich als die derzeit in der Kulturszene virulente Dynamik, lieber jemand anderen zu »canceln« als selbst »gecancelt« zu werden. Oder als ein ideologisch-motiviertes Boykottverhalten. Oder als beides.
[nd]
Stephan Lessenich: »Es geht ums Ganze«
Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Der Direktor des Instituts für Sozialforschung spricht im Interview über die krisenhafte Reproduktion des Bestehenden und Kämpfe auf dem Campus Bockenheim.
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