Vom »Wesen des Geldes« bis zur »Neuordnung des Geldwesens« bot Katharina Pistor in drei Vorlesungen, den diesjährigen Adorno-Lectures, die Sicht einer sozialwissenschaftlich interessierten Rechtsprofessorin auf das liebe Geld dar. Sie changierte dabei zwischen juristischer Begutachtung, sozialwissenschaftlicher Problematisierung und politischer Intervention. Pistor hatte vor allem mit der Monografie »Der Code des Kapitals« (2020 hierzulande ein weites Publikum gefunden und die Sozialwissenschaften sowie andere Fachfremde für die kapitalismuskonstitutive Rolle des Rechts sensibilisiert. Dieser interdisziplinäre Dialog sollte nun in Frankfurt am Main über das Geld fortgeführt werden. Dass die Reden und Gegenreden an den drei Abenden mitunter etwas weitläufig gerieten, sagte weniger über die »intellektuell stets liquide« Rednerin von der Columbia University New York als über die Widerspenstigkeit des Themas und die überraschende Zusammensetzung des Frankfurter Publikums aus.
Mediathek
[jacobin]
Jacobin über die Adorno-Vorlesungen 2025: »Unser Geldsystem erodiert die Demokratie«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Um zu einer gerechteren Gesellschaft zu kommen, braucht es ein anderes Geldsystem, findet die Juristin Katharina Pistor. Im Interview spricht sie über das Problem mit Krypto, die Zukunft des Euro und darüber, wie demokratische Banken funktionieren könnten.
[TAZ]
Alexandra Schauer und Daniel Mullis: »Der Glaube, dass wir uns verändern können, geht verloren«
Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Städte gelten als progressiv, doch auch dort gewinnen Rechte Stimmen. Zwei Forschende erklären, warum fehlende Zukunftsvisionen eine Gefahr sind.
[soziopolis]
soziopolis über die Adorno-Vorlesungen 2025: »Frankfurt School statt Frankfurter Schule«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Bericht zu den Adorno-Vorlesungen »In guter Verfassung? Zur Neuordnung des Geldes« von Katharina Pistor am 22., 23. und 24. Oktober 2025 in Frankfurt am Main
[Deutschlandfunk]
Kathrin Kühn und Patric Seibel: »Systemfragen: Rechtsextremismus. Warum die radikale Rechte so stark wird« Mit einem Interview mit Hannah Hecker
Interviews, Radiobeiträge, Aus dem IfS
Warum wählen so viele Menschen Parteien der radikalen Rechten? Forschung zum politischen Verhalten zeigt: Es liegt nicht daran, dass sich die Einstellungen geändert haben. Diese waren die ganze Zeit da und können jetzt nur offener gelebt werden.
[TAZ]
TAZ über die Adorno-Vorlesungen 2025 von Katharina Pistor: »Geld ist immer Kredit, aber nicht jeder Kredit ist Geld«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Wie wird Geld geregelt? Ihre Adorno-Vorlesungen in Frankfurt am Main widmete die Juristin Katharina Pistor der aktuellen Verfassung des Finanzsystems.
[FAZ]
FAZ über die Adorno-Vorlesungen 2025 von Katharina Pistor: »Eine Alternative zur Alternativlosigkeit«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Die Rechtsprofessorin Katharina Pistor bietet bei den Frankfurter Adorno-Vorlesungen dem globalen Finanzkapitalismus die Stirn und präsentiert eine soziale Alternative zum heutigen System.
[Frankfurter Rundschau]
Stephan Lessenich und Laura Hanemann: »Im Namen der Fairness?«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Der Artikel »Im Namen der Fairness?« ist am 22.10.2025 in der Frankfurter Rundschau, in der Reihe »Vertrauensfragen« erschienen. Im Zentrum steht ein aktueller Schulkonflikt in Frankfurt, der tief blicken lässt – nämlich in die Abgründe bildungsbürgerlicher Vorstellungen von gütlichem Zusammenleben: Eltern von Gymnasialschüler:innen wehren sich gegen die Unterbringung einer Berufsschule in der unmittelbaren Nähe ihrer Kinder. Die Phantasmen des gefährdeten Kindeswohls, die im Zuge des elterlichen Protests aufgerufen werden, lassen die gängigen Überzeugungen, welche Gruppen den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufs Spiel setzen, fraglich werden. Sind womöglich gar nicht die vermeintlichen »sozialen Randgruppen« problematisch, sondern vielmehr die Problematisierungen, die ihnen aus der Mitte der Gesellschaft entgegenschlagen?
[Soziopolis]
Stephan Lessenich: »Am Puls der Zeiten. Zum Tod von Claus Offe«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
»Die in diesem Band zusammengestellten Aufsätze können auf den heutigen Leser schlechterdings nicht anders als befremdlich wirken«: So urteilte Claus Offe vor nunmehr zwanzig Jahren über eine Reihe seiner politisch-soziologischen Beiträge, die zur Zeit ihrer Veröffentlichung in den späten 1960er- und frühen 70er-Jahren auf viele ihrer Leser:innen nicht anders denn faszinierend wirkten. Selbst für mit der zweifelhaften Gnade späterer Geburt gesegnete Sozialwissenschaftler:innen waren Offes damalige Überlegungen zu einer Theorie des »Spätkapitalismus« noch im Nachhinein bahnbrechend und augenöffnend – den Verfasser dieser Zeilen eingeschlossen
[Jüdische Allgemeine]
Jüdische Allgemeine über das IfS: »Wir müssen das Jüdische in der Kritischen Theorie neu entdecken«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Das Judentum hatte einen spürbaren Einfluss auf das Denken von Philosophen wie Max Horkheimer, Walter Benjamin oder Theodor W. Adorno. Dieses Erbe wird heute selten berücksichtigt.
[FAZ]
Sarah Speck: »Für Männer ist es nicht attraktiv, in die Hausmannsrolle zu gehen«
Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Frauen sind berufstätig, kümmern sich um Haushalt, Kinder – und sollen auch noch gut aussehen. Warum heißt Gleichberechtigung heute: alles schaffen? Und wie profitieren reaktionäre Kräfte von der Überlastung der Frauen? Soziologin Sarah Speck gibt Antworten.
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