Vom »Wesen des Geldes« bis zur »Neuordnung des Geldwesens« bot Katharina Pistor in drei Vorlesungen, den diesjährigen Adorno-Lectures, die Sicht einer sozialwissenschaftlich interessierten Rechtsprofessorin auf das liebe Geld dar. Sie changierte dabei zwischen juristischer Begutachtung, sozialwissenschaftlicher Problematisierung und politischer Intervention. Pistor hatte vor allem mit der Monografie »Der Code des Kapitals« (2020 hierzulande ein weites Publikum gefunden und die Sozialwissenschaften sowie andere Fachfremde für die kapitalismuskonstitutive Rolle des Rechts sensibilisiert. Dieser interdisziplinäre Dialog sollte nun in Frankfurt am Main über das Geld fortgeführt werden. Dass die Reden und Gegenreden an den drei Abenden mitunter etwas weitläufig gerieten, sagte weniger über die »intellektuell stets liquide« Rednerin von der Columbia University New York als über die Widerspenstigkeit des Themas und die überraschende Zusammensetzung des Frankfurter Publikums aus.
Mediathek
[UniReport]
UniReport über die »Schlaglichter« des IfS
Zeitungsartikel, Über das IfS
100 JAHRE INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG. »Schlaglichter« erinnern auf der Website des Instituts an seine »häufig sagenumwobene, in jedem Fall aber wechselhafte Geschichte«.
[medico]
Manuela Bojadžijev, Tareq Alaows und Ramona Lenz, Moderation: Kerem Schamberger: »10 Jahre Sommer der Migration, In Verteidigung der Willkommenskultur. Diskussion und Filmvorführung«
Aus dem IfS
Der lange Sommer der Migration 2015 markiert ein historisches Scheitern des europäischen Grenzregimes und ein Moment realer Utopie. Nie war die Realität der Migrationsgesellschaft als eine demokratisierende Kraft und die Möglichkeit des Rechts auf Bewegungsfreiheit anstelle einer brutalen Abschottungspolitik so greifbar wie vor 10 Jahren. Doch es setzte ein rasanter Backlash ein. Eine Dekade später wollen wir einen Blick darauf werfen, was damals passiert ist, um deutlich zu machen, was möglich gewesen ist und auch heute noch wäre: der menschengemachte Zusammenbruch der europäischen Abschottungspolitik, die Überwindung der Festung Europa und eine Politik der konkreten Bewegungsfreiheit. Zumindest für einen kurzen historischen Moment. Wir wollen diskutieren, warum die Willkommenskultur nicht verstetigt werden konnte und welche politischen Maßnahmen es damals gebraucht hätte, um der Abschottung eine Demokratisierung entgegenzusetzen. Wir wollen aber auch einen Blick darauf werden, wie die Migrationsgesellschaft dennoch zur Realität geworden ist. Wie sehen Deutschland und Europa heute aus, nach der Ankunft so vieler neuer Menschen? Wie könnte es aussehen, wenn es keinen rechten Rollback der Willkommenskultur gegeben hätte? Welche Utopie gilt es darin bis heute zu verteidigen?
[evangelisch.de]
Stephan Lessenich: »Gesellschaft verdrängt Folgen des Klimawandels«
Interviews, Aus dem IfS
Trotz scharfer Mahnungen vor den Folgen steigender Temperaturen verschiebt die Politik die Klimaziele. Katastrophenszenarien nutzen sich ab, sagt der Soziologe Lessenich. Hilfreich wäre es, die Vorteile notwendiger Veränderungen zu betonen.
[nd]
nd über die Adorno–Vorlesungen 2025: »Wer macht überhaupt das Geld?«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Die Juristin Katharina Pistor spricht im Interview mit Stephan Kaufmann über die herrschende Geldordnung und über die Frage, wer von dem System profitiert.
[jacobin]
Jacobin über die Adorno–Vorlesungen 2025: »Unser Geldsystem erodiert die Demokratie«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Um zu einer gerechteren Gesellschaft zu kommen, braucht es ein anderes Geldsystem, findet die Juristin Katharina Pistor. Im Interview spricht sie über das Problem mit Krypto, die Zukunft des Euro und darüber, wie demokratische Banken funktionieren könnten.
[TAZ]
Alexandra Schauer und Daniel Mullis: »Der Glaube, dass wir uns verändern können, geht verloren«
Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Städte gelten als progressiv, doch auch dort gewinnen Rechte Stimmen. Zwei Forschende erklären, warum fehlende Zukunftsvisionen eine Gefahr sind.
[soziopolis]
soziopolis über die Adorno–Vorlesungen 2025: »Frankfurt School statt Frankfurter Schule«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Bericht zu den Adorno-Vorlesungen »In guter Verfassung? Zur Neuordnung des Geldes« von Katharina Pistor am 22., 23. und 24. Oktober 2025 in Frankfurt am Main
[Deutschlandfunk]
Kathrin Kühn und Patric Seibel: »Systemfragen: Rechtsextremismus. Warum die radikale Rechte so stark wird« Mit einem Interview mit Hannah Hecker
Interviews, Radiobeiträge, Aus dem IfS
Warum wählen so viele Menschen Parteien der radikalen Rechten? Forschung zum politischen Verhalten zeigt: Es liegt nicht daran, dass sich die Einstellungen geändert haben. Diese waren die ganze Zeit da und können jetzt nur offener gelebt werden.
[TAZ]
TAZ über die Adorno–Vorlesungen 2025: »Katharina Pistors Adorno–Vorlesungen: Geld ist immer Kredit, aber nicht jeder Kredit ist Geld«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Wie wird Geld geregelt? Ihre Adorno-Vorlesungen in Frankfurt am Main widmete die Juristin Katharina Pistor der aktuellen Verfassung des Finanzsystems.
[FAZ]
FAZ über die Adorno–Vorlesungen 2025: »Eine Alternative zur Alternativlosigkeit«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Die Rechtsprofessorin Katharina Pistor bietet bei den Frankfurter Adorno-Vorlesungen dem globalen Finanzkapitalismus die Stirn und präsentiert eine soziale Alternative zum heutigen System.
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