Mediathek


[soziopolis]

soziopolis über »Im Schatten der Tradition«: »Im Licht der Moderne«

Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS

Eine inklusivere Geschichte des Instituts für Sozialforschung

Wenn es um die Personen, das Theorieprogramm und die empirischen Studien geht, für die das Frankfurter Institut für Sozialforschung (IfS) seit seiner Gründung im Jahr 1923 in der interdisziplinären und internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft bekannt ist, denkt zuerst wohl kaum jemand an Margarete Lissauer, Hilde Weiss, Clara Zetkin, Käthe Leichter, Else Frenkel-Brunswik, Elisabeth Lenk, Gretel Adorno, Christel Eckart, Ursula Jaerisch, Helgard Kramer oder Karin Flaake, um nur einige Namen zu nennen. Denn die inzwischen gut hundertjährige Geschichte des IfS wird bislang gemeinhin als eine Geschichte nur von Männern erzählt. Dass es sich dabei aber auch um die Geschichte einer »strukturelle[n] Exklusion nicht-männlicher Wissenschaftler:innen« (S. 8–9) handelt, so Sarah Speck, Initiatorin und Mitherausgeberin des hier besprochenen Sammelbandes, bleibt zumeist im Dunkeln.


[Konkret 9]


[Soziologiemagazin: publizieren statt archivieren]

Christina Engelmann: »Materialistischer Feminismus – Ein Expert*inneninterview mit Christina Engelmann. Interview mit Marc Blüml«

Interviews, Aus dem IfS

Marc Blüml: Guten Tag Christina Engelmann und vielen Dank für Deine Bereitschaft zu diesem Interview zum Materialistischen Feminismus. Einstiegs würde mich interes- sieren, was einen materialistischen Blick auf Fragen der Geschlechterverhältnisse gegenüber anderen Perspektiven auszeichnet?


[NDR]

Manuela Bojadžijev: »Zehn Jahre ›Wir schaffen das‹: Migrationsforscherin zieht Bilanz«

Interviews, Radiobeiträge, Aus dem IfS

Am 31. August 2015 sagte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Wir schaffen das." Manuela Bojadžijev, Professorin für Migration in globaler Perspektive an der Humboldt-Universität zu Berlin, zieht Bilanz.
Im Sommer und Herbst 2015 kamen hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland und trafen hier auf eine beispiellose Willkommensbewegung. Doch seitdem ist viel passiert. Migration ist seit zehn Jahren eines der Dauerthemen in Politik und Gesellschaft - und wird häufig eher als Problem betrachtet. Dabei fällt die Bilanz gar nicht so negativ aus, sagt die Migrationsexpertin Manuela Bojadžijev im Gespräch.


[Deutsches Ärzteblatt]

Deutsches Ärzteblatt über die Publikation der Adorno–Vorlesungen 2023: »Spannendes Zusammenwirken von Psychoanalyse und Soziologie«

Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS

Für diese Publikation hat die Autorin Ilka Quindeau ihre Vorlesungen grundlegend überarbeitet und erweitert. Spannend ist das Zusammenwirken von Psychologie und Soziologie; hier konkret von Psychoanalyse und Kritischer Theorie, Theorietraditionen, denen die Kritik des Antisemitismus schon immer ein zentrales Anliegen war. Die Inhalte legt die Autorin in drei Buchteilen dar. Ausführlich und gut verständlich erläutert sie komplexe Sachverhalte.


[jungle world]

Dirk Braunstein und Christoph Hesse: »Eine Bannbulle gegen das »Gebilde««

Radiobeiträge, Aus dem IfS

Der weltgrößte Soziologenverband schließt israelische Wissenschaftler aus
Unter der Schirmherrschaft der Unesco gründete sich 1949 die Internationale Soziologische Vereinigung (ISA) mit dem Ziel, Soziologen überall auf der Welt zu vertreten. Für den israelischen Verband soll das nicht mehr gelten: Im Juni verkündete die Organisation seinen Ausschluss.


[medico Podcast]

Manuela Bojadžijev: »10 Jahre Sommer der Migration«

Interviews, Podcasts, Aus dem IfS

Vom Sommer der Solidarität zum Angriff auf die Migrationsgesellschaften.

Vor zehn Jahren machten sich Hunderttausende aus Syrien, Afghanistan und dem Irak auf den Weg nach Europa – auf der Suche nach einem Leben in Würde. Sie durchbrachen das europäische Grenzregime. Gleichzeitig zeigten sich Millionen in Deutschland solidarisch, boten Hilfe an und hießen Geflüchtete willkommen. Doch auch damals propagierten viele, darunter nicht wenige Politiker:innen, den Angriff auf die Migration.

In dieser Folge von Global Trouble sprechen wir mit Faris Shehabi, palästinensischer Aktivist gegen das Assad-Regime, der 2014 nach Deutschland kam, und mit Manuela Bojadžijev, Professorin am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (HU Berlin). Mit ihnen sprechen wir über deutsche und europäische Migrationspolitik, Rassismus und was von der damaligen Solidarität geblieben ist.


[gender-blog]

Sarah Speck, Babara Umrath und Johanna Niendorf: »Die langen Schatten der Tradition des Frankfurter Instituts für Sozialforschung«

Aus dem IfS

Der Band Im Schatten der Tradition wirft einen dezidiert feministischen Blick auf die 100-jährige Geschichte des Instituts für Sozialforschung (IfS) und verdeutlicht dabei die Ausblendung der Arbeit von Frauen in der bisherigen Rezeptionsgeschichte sowie zentraler geschlechtertheoretischer Analysen im Kontext der Forschung am Institut. Johanna Niendorf sprach mit einer der Herausgeber*innen, Sarah Speck, stellvertretende Direktorin des IfS, und der Autorin Barbara Umrath über das Buch.


[diskus]

Dirk Braunstein: »Wir, alle und ich«

Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Die Frage, was die hiesige Linke an den Universitäten gegenwärtig tun kann, klingt ein wenig wie die danach, wie sich der deutsche Mittelschichtsnachwuchs eine Zukunft aufbauen kann. Diese Frage ist als interessengeleitete ja durchaus nachvollziehbar, aber keine, um deren Beantwortung sich nun ausgerechnet eine Linke kümmern müsste. Wenn dann noch gefragt wird: »Wozu fordern wir als Linke mehr Hochschulbildung für Alle?« stellen sich mehr Anschlussfragen, als sich Antworten aufdrängten: Ja, wozu? Und von wem? Wer ist Alle? Und vor allem: Wer ist Wir?


[FluchtforschungsBlog]

Sonja Buckel und Maximilian Pichl: »Zwischen Offenheit und Abschottung: Über die widersprüchlichen Konjunkturen der europäischen Migrationspolitik nach dem Sommer der Migration«

Aus dem IfS

Die EU-Migrationspolitik bewegt sich seit jeher zwischen Logiken selektiver Offenheit und Abschottung. Seit dem Sommer der Migration befindet sie sich in einer Konjunktur, in der sich Strategien einer stärkeren Europäisierung mit einer forcierten Renationalisierung konfrontiert sehen. In diesem Kontext entfalten sich aus den politischen Kämpfen und Rechtskämpfen widersprüchliche Dynamiken.