Thursday

Instituto Cervantes

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

[Die Veranstaltung am 12.3. musste leider abgesagt werden.]

Im Übergang zur Demokratie wurde das Schweigen institutionalisiert. »Mein Name ist Cristina und ich bin auf der Suche nach meinen Toten.« So beginnt der Roman, in dem sich Fallarás mit dem Schweigen und den Lügen in ihrer eigenen Familie auseinandersetzt: Der eine Großvater wurde der von den Franco-Leuten erschossen, der andere stand auf der Seite der Sieger. Andererseits entstand in der transición eine feministische Bewegung, die auch in ihren langfristigen Wirkungen zu den stärksten weltweit zählt.

Cristina Fallarás ist Journalistin, Autorin und eine unermüdliche feministische Aktivistin. Nach dem Kuss-Skandal bei der Frauenfussball-WM 2023 begann sie in ihren sozialen Netzwerken anonyme Zeugenaussagen zu teilen, die schließlich zum Rücktritt von Iñigo Errejón, dem Sprecher der Linkspartei Sumar führten. Zusammen mit der spanisch-deutschen Künstlerin und Theaterregisseurin Eleonora Herder spricht Fallarás über die feministische Bewegung, die aus der transición hervorging. Dabei werden auch kontroverse Themen wie Prostitution oder die Position des Feminismus zu Trans-Personen nicht ausgespart.

 

El feminismo surgido de la transición española es uno de los más potentes del mundo. Cristina Fallarás, periodista y autora de una docena de libros, practica un incansable activismo feminista. Tras la polémica del Caso Rubiales, en 2023, comenzó a compartir en sus redes sociales testimonios anónimos que finalmente dieron pie a la dimisión del portavoz de Sumar, Iñigo Errejón. Junto con la artista y directora de teatro Eleonora Herder, Fallarás hablará del origen del feminismo español, además de abordar temas polémicos dentro del propio movimiento, como la prostitución o las mujeres trans.

Tuesday

Instituto Cervantes

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Der Übergang zur spanischen Demokratie war geprägt von Emotionen, vor allem der Angst vor der Gewalt des franquistischen Militärs, aber auch vor der baskischen ETA. Die mit der neuen Freiheit verbundenen Hoffnungen wichen bald einer gewissen Ernüchterung. Was jedoch blieb, waren sexuelle Befreiung, Feminismus, queere Sensibilitäten und der Zerfall der patriarchalischen Familie, wie sie sich in der movida zeigten. Allen Anfechtungen zum Trotz sind bis heute die Anerkennung des mehrsprachigen und vielfältigen Charakters des Landes sowie die Lebendigkeit von politischem Protest und zivilgesellschaftlicher Organisation Kennzeichen für die politische Kultur Spaniens.

Birgit Aschmann ist an der HU Berlin Professorin für Europäische Geschichte. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Politische Kulturgeschichte, Geschichte der Emotionen und Gendergeschichte. Sie ist Autorin von Beziehungskrise. Eine Emotionsgeschichte des katalanischen Separatismus.

Wednesday

Instituto Cervantes

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

[Leider muss diese Veranstaltung entfallen]

Welche Rolle spielten Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen nach Francos Tod? Ohne den Druck, den politisierte Nachbarschaftsvereine, Gewerkschaften, Universitäten und eine alternative Kulturszene ausübten, wäre es wohl nicht zur erfolgreichen transición von der Diktatur zur liberalen Demokratie gekommen. Zugleich blieben aber die franquistisch-revisionistischen Kräfte präsent, so dass sich im Ergebnis dos Españas, zwei Spanien, gegenüberstanden. Lluis beschreibt zunächst den brüchigen Konsens, der bis zur Wirtschaftskrise in den späten Nullerjahren hielt. Erst ab 2011 wurde diese »Kultur der transición« mit den Platzbesetzungen der Indignados und neuen, linkspopulistischen Parteien in Frage gestellt. So entstand eine Gegenkultur, die zwar in linken Regierungswechseln ihren Ausdruck fand, aber zugleich eine neoautoritäre Reaktion provozierte.

Conrad Luis, Soziologe an der Universität Kassel mit katalanischen Wurzeln, ist Autor von Indignados-Bewegung, Populismus und demokratische Praxis in Spanien, 2011-2016. Derzeit vergleicht er in einem Postdoc-Projekt die stationäre Altenpflege in Deutschland und Spanien.

Thursday

Institut für Sozialforschung

Meetings, Conferences, Workshops

Meetings, Conferences, Workshops

Veranstaltung im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Projekts »Die Kunst der Gegenuntersuchung«.

Friday

Institut für Sozialforschung

Meetings, Conferences, Workshops

Meetings, Conferences, Workshops

Veranstaltung im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Projekts »Die Kunst der Gegenuntersuchung«.

Wednesday

Campus Bockenheim

Adorno Lectures

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Thursday

Campus Bockenheim

Adorno Lectures

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Friday

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Adorno Lectures

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