Tuesday

Künstler*innenhaus Mousonturm

Public Lectures

Public Lectures

Anlässlich des Erscheinens der neuen Ausgabe von WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung

Angesichts der anhaltenden rechten, meist rassistischen und antisemitischen Gewalt in Deutschland sowie ihrer häufig unzureichenden strafrechtlichen Verfolgung widmet sich der Abend künstlerischen Interventionen, die die Grenzen behördlicher Ermittlungen und medialer Berichterstattung reflektieren. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern Kunst durch die Bearbeitung vorhandener Untersuchungsmaterialen und die Einbeziehung ausgeklammerter Perspektiven selbst zu einer Form der Untersuchung werden kann, die die Verzerrungen und Leerstellen der etablierten Verfahren offenlegt und in Frage stellt. Nach einer Lesung des Theaterautors und Regisseurs Tuğsal Moğul sowie einem Screening der Filmemacherin Aysun Bademsoy diskutieren die Herausgeber:innen des WestEnd-Schwerpunkts »Die Kunst der Gegenuntersuchung« mit den Künstler:innen über ästhetische Verfahrensweisen der Bezeugung und Aufklärung rechter Gewalt.

Gäste: Aysun Bademsoy, Marie-Hélène Gutberlet, Tuğsal Moğul, Felix Trautmann, Franziska Wildt
Moderation: Francesca Raimondi

Launch von WestEnd 02/2025

Thursday – Friday

Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, PEG-Gebäude 1.G 165

Meetings, Conferences, Workshops

Meetings, Conferences, Workshops

Ausgangspunkt der Tagung ist die seit einigen Jahren zu beobachtende strukturelle und programmatische Aufwertung der kommunalen Ebene für die Organisation des Bildungswesens sowie das geringe Interesse kritischer Bildungsforschung an Entwicklungen und Prozessen kommunaler und regionaler Bildungspolitik. Begriffe und Konzepte wie kommunales Bildungsmanagement, Bildungsnetzwerke oder Bildungslandschaften verdeutlichen die zunehmende Orientierung des politischen Gestaltungs- und Reformwillens an der kommunalen Bildungspolitik.
Diese Entwicklung ist eng verknüpft mit der Einführung eines evidenz- und datenbasierten Modells in der kommunalen Bildungssteuerung und Bildungsverwaltung. In diesem Komplex kommt der evidenzbasierten empirischen Bildungsforschung hinsichtlich der wissenschaftlichen Beratung und Begleitung von regionalen und kommunalen Bildungsstrategien und Maßnahmen eine Schlüsselrolle zu. Kaum hinterfragt werden jedoch die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit nicht nur der engen bis nahezu ausschließlichen Kooperation von Bildungspolitik und empirischer Bildungsforschung als solcher, sondern auch die Tatsache, dass eine gewisse Dominanz der evidenzbasierten empirischen Bildungsforschung in diesem Bereich zur faktischen Normierung derjenigen kommunalen Bildungsverhältnisse führt, deren Planung undnSteuerung sie wissenschaftlich stützt.

Vor diesem Hintergrund macht die Tagung konzeptionelle und politische Entwicklungen und Prozesse kommunaler Bildungspolitik sowie Formen ihrer wissenschaftlichen Untersuchung, Begleitung und Gestaltung zum Gegenstand kritischer Bildungstheorie und Bildungsforschung. Die Tagung möchte damit nicht nur kommunale Bildungspolitik als Themen- und Forschungsfeld einer gesellschaftstheoretisch und gesellschaftskritisch ausgerichteten Bildungsforschung in den Fokus rücken. Sie verfolgt auch das Ziel, über die Leistungsfähigkeit datenbasierter kommunaler Bildungspolitik sowie über die Wirksamkeit evidenzbasierter Bildungsforschung und die thematischen Leerstellen, die sie selbst produziert, zu diskutieren.

Das Programm findet sich im Flyer.

Organisation der Veranstaltung: Netzwerk »Kritische Bildungsforschung« in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis »Kritische Bildungsforschung«

 

Anmeldung bis 18.02.2026 an S.Sachs@em.uni-frankfurt.de

 

 

2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei)

WohnWendeWerkstatt

WohnWendeWerkstatt

Hat Frankfurt eine rassistische Wohnungskrise? Worum geht es, wenn wir über Rassismus auf dem Wohnungsmarkt sprechen? Es geht um rassistische Zuschreibungen, diskriminierende Auswahlpraktiken bei Bewerbungen um eine Wohnung und um städtische Verdrängungsmechanismen, die auch in Frankfurt den Zugang zu Wohnraum prägen.

Frankfurt wächst, die Mieten steigen, und wer eine bezahlbare Wohnung ergattern kann, entscheidet sich oft nicht nur am Einkommen, sondern an Nachnamen, Staatsangehörigkeit oder Sprache.

Frankfurt am Main – eine Stadt, in der mehr als die Hälfte der Bewohner*innen eine Migrationsgeschichte hat – ist zugleich Symbol urbaner Vielfalt und Ort sozialer Ungleichheit. Der ungleich verteilte Zugang zu Wohnraum ist hier Ausdruck gesellschaftlicher Zugehörigkeit und sozialer Sicherheit.

Die Veranstaltung fragt nach den strukturellen Zusammenhängen von Wohnen, Migration und Rassismus: Welche Rolle spielen institutionelle Hürden,  »unsichtbare« Grenzen und politische Entscheidungen auf dem Wohnungsmarkt? Und wie kann solidarische Stadtentwicklung in einer postmigrantischen Metropole wie Frankfurt aussehen?

Gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft, Aktivismus und Stadtgesellschaft diskutieren wir, wie Wohnen zum Ort gesellschaftlicher (Un-)Gleichheit wird – und was dagegen getan werden kann. Frankfurt, Stadt der Vielfalt, soll auch Stadt der Chancengleichheit sein – für alle, die hier leben.

 

Referent*innen:

- Dr. Cihan Sinanoğlu (Leiter der Geschäftsstelle Rassismusmonitor (NaDiRa) am DeZIM, Berlin)

- Dr. Harpreet Cholia (Leitung der Stabsstelle Antidiskriminierung am AmkA, Frankfurt a.M.)

- Prof. Dr. Heike Hanhörster (TU Berlin im Bereich Diversität und räumliche Planung)

Und Co.

 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe »WohnWendeWerkstatt. Wohnungspolitische Konflikte und sozial-ökologische Perspektiven in Frankfurt«, die das Wohnlabor am Institut für Sozialforschung (IfS) mit Unterstützung des DFG-Graduiertenkollegs Gewohnter Wandel (GRK 2892 ∕ 1) organisiert.

Thursday

Instituto Cervantes

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Im Übergang zur Demokratie wurde das Schweigen institutionalisiert. »Mein Name ist Cristina und ich bin auf der Suche nach meinen Toten.« So beginnt der Roman, in dem sich Fallarás mit dem Schweigen und den Lügen in ihrer eigenen Familie auseinandersetzt: Der eine Großvater wurde der von den Franco-Leuten erschossen, der andere stand auf der Seite der Sieger. Andererseits entstand in der transición eine feministische Bewegung, die auch in ihren langfristigen Wirkungen zu den stärksten weltweit zählt.

Cristina Fallarás ist Journalistin, Autorin und eine unermüdliche feministische Aktivistin. Nach dem Kuss-Skandal bei der Frauenfussball-WM 2023 begann sie in ihren sozialen Netzwerken anonyme Zeugenaussagen zu teilen, die schließlich zum Rücktritt von Iñigo Errejón, dem Sprecher der Linkspartei Sumar führten. Zusammen mit der spanisch-deutschen Künstlerin und Theaterregisseurin Eleonora Herder spricht Fallarás über die feministische Bewegung, die aus der transición hervorging. Dabei werden auch kontroverse Themen wie Prostitution oder die Position des Feminismus zu Trans-Personen nicht ausgespart.

 

El feminismo surgido de la transición española es uno de los más potentes del mundo. Cristina Fallarás, periodista y autora de una docena de libros, practica un incansable activismo feminista. Tras la polémica del Caso Rubiales, en 2023, comenzó a compartir en sus redes sociales testimonios anónimos que finalmente dieron pie a la dimisión del portavoz de Sumar, Iñigo Errejón. Junto con la artista y directora de teatro Eleonora Herder, Fallarás hablará del origen del feminismo español, además de abordar temas polémicos dentro del propio movimiento, como la prostitución o las mujeres trans.

Tuesday

Instituto Cervantes

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Der Übergang zur spanischen Demokratie war geprägt von Emotionen, vor allem der Angst vor der Gewalt des franquistischen Militärs, aber auch vor der baskischen ETA. Die mit der neuen Freiheit verbundenen Hoffnungen wichen bald einer gewissen Ernüchterung. Was jedoch blieb, waren sexuelle Befreiung, Feminismus, queere Sensibilitäten und der Zerfall der patriarchalischen Familie, wie sie sich in der movida zeigten. Allen Anfechtungen zum Trotz sind bis heute die Anerkennung des mehrsprachigen und vielfältigen Charakters des Landes sowie die Lebendigkeit von politischem Protest und zivilgesellschaftlicher Organisation Kennzeichen für die politische Kultur Spaniens.

Birgit Aschmann ist an der HU Berlin Professorin für Europäische Geschichte. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Politische Kulturgeschichte, Geschichte der Emotionen und Gendergeschichte. Sie ist Autorin von Beziehungskrise. Eine Emotionsgeschichte des katalanischen Separatismus.

Wednesday

Instituto Cervantes

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Nach Franco: 50 Jahre demokratischer Wandel in Spanien

Welche Rolle spielten Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen nach Francos Tod? Ohne den Druck, den politisierte Nachbarschaftsvereine, Gewerkschaften, Universitäten und eine alternative Kulturszene ausübten, wäre es wohl nicht zur erfolgreichen transición von der Diktatur zur liberalen Demokratie gekommen. Zugleich blieben aber die franquistisch-revisionistischen Kräfte präsent, so dass sich im Ergebnis dos Españas, zwei Spanien, gegenüberstanden. Lluis beschreibt zunächst den brüchigen Konsens, der bis zur Wirtschaftskrise in den späten Nullerjahren hielt. Erst ab 2011 wurde diese »Kultur der transición« mit den Platzbesetzungen der Indignados und neuen, linkspopulistischen Parteien in Frage gestellt. So entstand eine Gegenkultur, die zwar in linken Regierungswechseln ihren Ausdruck fand, aber zugleich eine neoautoritäre Reaktion provozierte.

Conrad Luis, Soziologe an der Universität Kassel mit katalanischen Wurzeln, ist Autor von Indignados-Bewegung, Populismus und demokratische Praxis in Spanien, 2011-2016. Derzeit vergleicht er in einem Postdoc-Projekt die stationäre Altenpflege in Deutschland und Spanien.

Thursday

Institut für Sozialforschung

Meetings, Conferences, Workshops

Meetings, Conferences, Workshops

Veranstaltung im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Projekts »Die Kunst der Gegenuntersuchung«.

Friday

Institut für Sozialforschung

Meetings, Conferences, Workshops

Meetings, Conferences, Workshops

Veranstaltung im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Projekts »Die Kunst der Gegenuntersuchung«.

Wednesday

Campus Bockenheim

Adorno Lectures

Adorno Lectures

Thursday

Campus Bockenheim

Adorno Lectures

Adorno Lectures

Friday

Campus Bockenheim

Adorno Lectures

Adorno Lectures