Friday – Saturday

Institut für Sozialforschung

Meetings, Conferences, Workshops

Meetings, Conferences, Workshops

In der Religionsforschung wird der stetige Form- und Bedeutungswandel von Religion und ihrer Praxis häufig mit veränderten gesellschaftlichen Bedingungen begründet. Der Workshop richtet den Fokus auf die Rolle gesellschaftlicher Akteur:innen innerhalb gegenwärtiger Prozesse religiöser Transformationen: Dabei soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich der Wandel von Religion(en) auch damit erklären lässt, dass einzelne Personen und Gruppen gezielt danach streben, das herkömmliche Konzept der Religion neuzugestalten – eine Art Remake des Religiösen zu entwerfen.

Hierfür bietet der Workshop insbesondere interessierten Wissenschaftler:innen und zivilgesellschaftlichen Vertreter:innen Raum für einen interdisziplinären Austausch. Er wird in inhaltlicher Hinsicht von den Impulsvorträgen fünf fachlich versierter Referent:innen gestützt. Die an diesen einzelnen Beiträgen jeweils anknüpfende Diskussion ermöglicht schließlich allen Teilnehmenden, über die wissenschaftlichen Impulse miteinander ins Gespräch zu kommen und dabei zentrale Ergebnisse für die Religionssoziologie zu formulieren.

Der Workshop geht aus dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt »Religiöse und nichtreligiöse Kontingenzbewältigung in der individualisierten Gesellschaft« hervor.


Das vollständige Workshop-Programm kann dem beigefügten Flyer entnommen werden. Die Veranstaltung findet in Präsenz statt; die Anzahl der Teilnehmer:innen ist begrenzt. Anmeldung bitte bis zum 30.11.2022 an: rajamannan@em.uni-frankfurt.de

Wednesday

The Utopian Space

The Utopian Space

Der Utopische Raum. Vortrag und Gespräch mit Felix Trautmann und Ilija Trojanow über andere Erzählungen der gemeinsam geteilten Welt

 

Nationen sind imaginierte Gemeinschaften. Sie sind in der Vorstellung einer gemeinsam geteilten, aber doch ungreifbaren „Sache“ geeint. Doch wie und gegen wen stellt sich dieses Gefühl, diese Vorstellung her? Wie kann sich ein Zugehörigkeitsmodell so tief einschreiben, dass – trotz aller Krisen und Gewalt, die von diesem Modell des Zusammenlebens ausgehen – eine Welt ohne Nationen derzeit unvorstellbar erscheint?

Kosmopolitismus kann als in mehrfacher Weise kritische Perspektive gegen diese Vorstellung verstanden werden und eine neue Imagination des Zusammenlebens entfalten, eine andere Erzählung über die gemeinsam geteilte Welt: Im Kosmopolitismus kommen jene zusammen, die der nationalen Gemeinschaft nicht zugehören wollen, können oder sollen – und setzen die Macht einer grenzenlosen Imagination frei.

Vortrag und Gespräch mit Felix Trautmann, Institut für Sozialforschung, und Ilija Trojanow, Schriftsteller, Übersetzer und Verleger, über andere Erzählungen der gemeinsam geteilten Welt.

Die Veranstaltung findet im medico-Haus statt und wird zusätzlich auf dem Youtube-Kanal von medico international gestreamt.

 

Der Utopische Raum

 

Zum vierten Mal seit 2019 lädt die Initiative „Der utopische Raum im globalen Frankfurt“ zu einer Reihe von Abendveranstaltungen ein. Der Fokus liegt diesmal auf globalen, kosmopolitischen Aspekten von Menschenrechten und ihrer Verwirklichung: Wie überwinden wir die tief verwurzelte Vorstellungswelt „nationaler Gemeinschaften“? Wie lässt sich das globale Gespräch über gemeinsame Erinnerungskulturen gestalten – und wie finden wir zu einer gemeinsamen, kosmopolitischen Sprache? Was ist ökonomischer Macht, die Menschen von ihren Rechten ausschließt, entgegenzusetzen?

Die Abende führen thematisch zur ersten Etappe der „Global Assembly“, die am 14. Mai 2023 aus Anlass des 175. Jahrestages der deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche beginnt. Hier werden Menschen aus aller Welt zusammenkommen, die sich in unterschiedlichen Zusammenhängen gegen Verletzungen der Menschenrechte und für deren Stärkung engagieren. Die Versammlung soll ein Zeichen setzen, dass Demokratie und grundlegende Rechte, um die 1848 im nationalen Rahmen gerungen wurde, heute nur noch global zu denken sind.

 

Kooperation

Die Initiative „Der utopische Raum“ ist eine Kooperation der Stiftung medico international, des Instituts für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau. Sie wird getragen von Sidonia Blättler, Almut Poppinga und Felix Trautmann (Institut für Sozialforschung), Thomas Gebauer und Ramona Lenz (Stiftung medico international), Stephan Hebel (Frankfurter Rundschau) sowie dem Historiker Gottfried Kößler und der Literaturagentin Nina Sillem.

Monday

Institut für Sozialforschung

100 Years IfS

100 Years IfS

Friday – Monday

Studierendenhaus, Campus Bockenheim

100 Years IfS

100 Years IfS

 

»Man muss Maulwurf auch dann sein, wenn viele Illusionen zerstoben sind.«

(Johannes Agnoli)

 

Über Pfingsten 1923 fand in Geraberg (Thüringen) die »Marxistische Arbeitswoche« statt – das erste Theorieseminar des zu Beginn desselben Jahres gegründeten Instituts für Sozialforschung. Teilnehmer:innen waren Marxist:innen und Kommunist:innen, die intellektuell an der frühen Ausrichtung des IfS mitwirkten. Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens lädt das Institut für Pfingsten 2023 zur Zweiten Marxistischen Arbeitswoche ein. Sie soll eines der Themen der Ersten Arbeitswoche, »die Behandlungsarten des gegenwärtigen Krisenproblems«, aktualisierend aufnehmen. Denn in der gegenwärtigen Kumulation gesellschaftlicher Krisenphänomene wird zum einen die Unhaltbarkeit der gegebenen Verhältnisse immer offensichtlicher – zugleich zeigt sich, wie sehr die Kritik dieser Verhältnisse in Theorie und Praxis systematisch hinter der Drastik der Krisenkonjunktur zurückbleibt: Tatsächlich erfolgreich sind stattdessen regressive und autoritäre Problemlösungsstrategien. Vor diesem Hintergrund geht die Zweite Marxistische Arbeitswoche einerseits der Frage nach den Anforderungen an eine materialistische Gesellschaftstheorie nach, die ihre eigene Zeit auf der Höhe der theoretischen Möglichkeiten ideologiekritisch reflektiert. Anderseits ist die Krisenhaftigkeit einer akademisch institutionalisierten, aber gesellschaftlich marginalisierten Gesellschaftskritik in den Blick zu nehmen, die eine grundlegende Veränderung ihres Gegenstands oftmals selbst gar nicht mehr in Betracht zieht.

Wir laden alle Interessierten ein, sich an der Diskussion dieser Problemdiagnose zu beteiligen, vor allem aber an einer Debatte über die Konsequenzen für die heutigen »Behandlungsarten« des Krisenproblems.

Wednesday – Friday

Campus Westend

Saturday

Campus Bockenheim

100 Years IfS

100 Years IfS