Wednesday

Institut für Sozialforschung

Public Lectures

Public Lectures

Kai E. Schubert und János Varga im Gespräch mit Luise Henckel

Die ältere Kritische Theorie um u.a. Leo Löwenthal, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno spielte eine zentrale und bis heute einflussreiche Rolle bei der Deutung und Erklärung antisemitischer Ressentiments. Bemerkenswert ist es daher, wie selten Verbindungslinien zwischen Kritischer Theorie, Bildung und Antisemitismus in Wissenschaft und Praxis der Pädagogik gezogen werden. Diese Leerstelle adressiert der neu erschiene Sammelband »Grenzen der Erfahrung: Gesellschaftskritische Perspektiven auf Antisemitismus und Bildung.« (Frankfurt a. M.: Wochenschau 2026). Er wurde von Henning Gutfleisch, Alexander Hermert, Elke Rajal, Kai Schubert und Vanessa Walter herausgegeben.

In der Veranstaltung wird ein Überblick über die 17 Beiträge der vier Sektionen des Buchs gegeben, die aus theoretischer, empirischer und praktischer Perspektive geschrieben wurden. Die Autor*innen sind vornehmlich Early Career Researcher und bearbeiten mit unterschiedlicher disziplinärer Expertise unterschiedliche Themen wie Didaktik, Gedenkstättenpraxis, politische Bildung, Einstellungen und Kompetenzen von Lehrkräften, Ausstellungskonzepte über jüdische Biographien und musikalische Bildung.

Vertieft vorgestellt werden die Anfänge von Bildungsbemühungen gegen Antisemitismus in der ›alten‹ Bundesrepublik, ihre Ansätze, Leerstellen und nichtintendierten Effekte.

 

Kai E. Schubert ist Politikwissenschaftler mit den Arbeitsschwerpunkten Antisemitismus und antisemitismuskritische Bildung und derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Ko-Herausgeber des Sammelbandes und wirkt an dem am IfS angesiedelten Wissensnetzwerk »Antisemitismus und Demokratiegefährdung« mit.

János Varga hat an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zur Geschichte der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus promoviert. Er ist seit 2025 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main und seit 2019 freier Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald.

Luise Henckel arbeitet gegenwärtig am Institut für Sozialforschung und promoviert an der Universität Halle-Wittenberg zu jüdischen Emanzipationsdebatten im frühen 19. Jahrhundert.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus 2026 statt.

Es wird um Anmeldung bis zum 30. September unter anmeldung@ifs-frankfurt.de gebeten.

Zur Verlagsseite.

Tuesday

2og:dondorf

Public Lectures

Public Lectures

The past is now. Alongside, and often in alliance with, a veritable storm of disruptive technologies, ostensibly outdated forms of authoritarian politics and subjectivities are on the rise. The emerging new world order replays the patterns of old imperial geopolitics. And the changing climate is driven by the recalcitrance of the fossil past. The panel starts from the assumption that the troubling anachronisms of the present cannot be properly understood in terms of a regress of progress – as if the angel of history has a rewind and fast forward button. Rather, it turns to the pains of the perennial, to the resilience and resurgence of that which remains. »Lingerings« serves as an umbrella to shelter different attempts to theorize the ongoingness of pasts in the present: as »phantom possession« (von Redecker), the nihilist »ruins of neoliberalism« (Brown), »residual reification« (Folkers). The panel will analyse different, yet intersecting registers of lingerings – material and ideological, economic and political, affective and planetary. Given their inherent untimeliness, the impulse to ›move past‹ or ›leave behind‹ lingerings cannot break their spell. Instead, lingerings demand new forms of resistance and repair.

Thursday

Goethe-Universität Frankfurt (Campus Westend), Casino-Gebäude Renate von Metzler-Saal

Public Lectures, Meetings, Conferences, Workshops

Public Lectures, Meetings, Conferences, Workshops

Abschlusskonferenz des Promotionskollegs »Dialektik der Teilhabe«

Dialektik der Teilhabe bedeutet, dass die Entwicklungsdynamik moderner, demokratisch-kapitalistischer Gesellschaften ein Doppelgesicht aufweist: Der historischen Bewegung einer institutionellen Garantie und Erweiterung von Teilhabemöglichkeiten korrespondiert die Gegenbewegung ihrer Verweigerung und Einschränkung. Solche Doppelbewegungen wurden im Kolleg in drei Dimensionen untersucht: in ihrer sozialstrukturellen Dynamik von In- und Exklusion, Auf- und Abstieg; in ihrer räumlichen Dynamik von Mobilitätsprozessen und -blockaden; sowie in ihrer politischen Dynamik der progressiven und regressiven Bearbeitung gesellschaftlicher Widersprüche in sozialen Bewegungen und Gegenbewegungen.

Auf der Abschlusskonferenz werden zentrale Befunde der am Kolleg durchgeführten Forschung zur Dialektik der Teilhabe präsentiert und miteinander ins Gespräch gebracht. Das Panel Teilhabe in Labour widmet sich auf der Grundlage eines erweiterten Arbeitsbegriffes der Vergesellschaftung von Subjekten im Spannungsfeld von Reproduktion und Produktion, wobei es nach den subjektiven Be- und Verarbeitungsformen dieser Spannung fragt. Anhand von Auseinandersetzungen um städtische Bodenpolitik, rassistische Gewalt und die Kriminalisierung der Seenotrettung geht das Panel Räumliche Selektivität staatlicher Ordnung den Widersprüchen gesellschaftlicher Teilhabe nach. Das individuelle wie kollektive Ringen um Befreiung steht im Zentrum des Panels Das Vertrackte der Emanzipation, das sich für die inneren und äußeren Dynamiken, die Hindernisse und das Unabgegoltene von Emanzipationsprozessen interessiert. Das Panel Autoritäre Spuren in Gegenwartsphänomenen spürt in verschwörungstheoretischen Mobilisierungen, Aushandlungen zu regionalen Transformationsprozessen und rückzügliche Bewegungen der Selbstversorgung dem autoritären Potenzial vermeintlich normaler Vergesellschaftungsprozesse nach.

Eingerahmt wird die Vorstellung zentraler Ergebnisse der Kollegsarbeit durch drei Podien: Emma Dowling und Serhat Karakayali nehmen die Dialektik der Teilhabe ausgehend von der Verschränkung von Migration und Reproduktionsarbeit in den Blick nehmen. Eva von Redecker und Sven Reichardt denken über Liberalismus und Faschisierung in der Gegenwart nach. Mit der Initiative 19. Februar Hanau diskutieren wir über Rassismus, Solidarität und Erinnerung in postmigrantischen Räumen sowie über die Frage: Wem gehört die Stadt?

 

Das vollständige Programm findet sich hier als PDF-Datei zum Download.

Friday

Goethe-Universität Frankfurt (Campus Westend), Casino-Gebäude Renate von Metzler-Saal

Public Lectures, Meetings, Conferences, Workshops

Public Lectures, Meetings, Conferences, Workshops

Abschlusskonferenz des Promotionskollegs »Dialektik der Teilhabe«

Dialektik der Teilhabe bedeutet, dass die Entwicklungsdynamik moderner, demokratisch-kapitalistischer Gesellschaften ein Doppelgesicht aufweist: Der historischen Bewegung einer institutionellen Garantie und Erweiterung von Teilhabemöglichkeiten korrespondiert die Gegenbewegung ihrer Verweigerung und Einschränkung. Solche Doppelbewegungen wurden im Kolleg in drei Dimensionen untersucht: in ihrer sozialstrukturellen Dynamik von In- und Exklusion, Auf- und Abstieg; in ihrer räumlichen Dynamik von Mobilitätsprozessen und -blockaden; sowie in ihrer politischen Dynamik der progressiven und regressiven Bearbeitung gesellschaftlicher Widersprüche in sozialen Bewegungen und Gegenbewegungen.

Auf der Abschlusskonferenz werden zentrale Befunde der am Kolleg durchgeführten Forschung zur Dialektik der Teilhabe präsentiert und miteinander ins Gespräch gebracht. Das Panel Teilhabe in Labour widmet sich auf der Grundlage eines erweiterten Arbeitsbegriffes der Vergesellschaftung von Subjekten im Spannungsfeld von Reproduktion und Produktion, wobei es nach den subjektiven Be- und Verarbeitungsformen dieser Spannung fragt. Anhand von Auseinandersetzungen um städtische Bodenpolitik, rassistische Gewalt und die Kriminalisierung der Seenotrettung geht das Panel Räumliche Selektivität staatlicher Ordnung den Widersprüchen gesellschaftlicher Teilhabe nach. Das individuelle wie kollektive Ringen um Befreiung steht im Zentrum des Panels Das Vertrackte der Emanzipation, das sich für die inneren und äußeren Dynamiken, die Hindernisse und das Unabgegoltene von Emanzipationsprozessen interessiert. Das Panel Autoritäre Spuren in Gegenwartsphänomenen spürt in verschwörungstheoretischen Mobilisierungen, Aushandlungen zu regionalen Transformationsprozessen und rückzügliche Bewegungen der Selbstversorgung dem autoritären Potenzial vermeintlich normaler Vergesellschaftungsprozesse nach.

Eingerahmt wird die Vorstellung zentraler Ergebnisse der Kollegsarbeit durch drei Podien: Emma Dowling und Serhat Karakayali nehmen die Dialektik der Teilhabe ausgehend von der Verschränkung von Migration und Reproduktionsarbeit in den Blick nehmen. Eva von Redecker und Sven Reichardt denken über Liberalismus und Faschisierung in der Gegenwart nach. Mit der Initiative 19. Februar Hanau diskutieren wir über Rassismus, Solidarität und Erinnerung in postmigrantischen Räumen sowie über die Frage: Wem gehört die Stadt?

 

Das vollständige Programm findet sich hier als PDF-Datei zum Download.

Monday

Institut für Sozialforschung | Sitzungssaal

Public Lectures

Public Lectures

Energie gilt gemeinhin als Ressource – als Stoff, den wir aus der Natur entnehmen, umwandeln und verbrauchen. Daniela Russ stellt in ihrem Buch Working Nature. A Critical History of Energy diese scheinbar selbstverständliche Vorstellung grundlegend in Frage: Energie sei nicht primär eine physikalische Eigenschaft von Dingen, sondern ein soziales Verhältnis zur Natur, das über 200 Jahre kapitalistischer Industrialisierung geformt wurde. Ausgehend von dieser These untersucht Russ, wie Ingenieur:innen, Naturwissenschaftler:innen und Ökonom:innen die Produkte der Natur trotz sozialer und natürlicher Widerstände nutzbar machten und in die Zirkulation gebracht haben. Diese kritische Geschichte der Energie liefert damit zentrale Hintergründe, um gegenwärtige Debatten über Energiewende, Dekarbonisierung und die Transformation unserer Energiesysteme historisch und gesellschaftstheoretisch einzuordnen. Theoretisch bietet das Buch eine faszinierende Verbindung des westlichen Marxismus der Frankfurter Schule und Adornos Kritik der Naturbeherrschung mit dem osteuropäischen Marxismus Alexander Bogdanows.

Daniela Russ wird das Buch vorstellen, bevor Andreas Folkers und Doris Schweitzer mit Kommentaren in die Diskussion einführen.

Zur Verlagsseite.

 

Book Discussion: Daniela Russ, Working Nature. A Critical History of Energy

Energy is commonly understood as a resource – something extracted from nature, converted, and consumed. In Working Nature. A Critical History of Energy, Daniela Russ fundamentally challenges this assumption: energy, she argues, is not primarily a physical property of things but a social relation to nature forged over two centuries of capitalist industrialization. On this basis, the book traces how engineers, scientists, and economists harnessed and circulated the products of nature in the face of both social and natural resistance. This critical history of energy provides essential context for understanding present-day debates around the energy transition, decarbonization, and the transformation of our energy systems. Theoretically, the book provides a fascinating combination of the Western Marxism of the Frankfurt School and Adorno's critique of the domination of nature with the Eastern Marxism of Alexander Bogdanov.

Daniela Russ will present the book, followed by comments from Andreas Folkers and Doris Schweitzer, before opening into broader discussion.

Tuesday

Gewerkschaftshaus Frankfurt – Saal A

Public Lectures

Public Lectures

Wie wird sich Arbeit verändern?
Welchen Einfluss hat Künstliche Intelligenz?
Welche Macht haben Arbeitnehmer:innen?
Was sind gewerkschaftliche Strategien?

Die Schlagwörter Künstliche Intelligenz, Transformation und Deindustrialisierung prägen die Diskussion über den Wandel der zukünftigen Arbeitswelt.
Florian Butollo (Arbeitssoziologie) und Detlef Gerst (IG Metall) diskutieren, ob diese Schlagwörter tatsächlich die anstehenden Veränderungen beschreiben können und welche Strategien Arbeitnehmer:innen und Gewerkschaften haben müssen.

Eine Kooperationsveranstaltung von DGB Frankfurt, Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Frankfurt-Rhein-Main und IfS.

Thursday

Künstler*innenhaus Mousonturm

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Migrationsabwehr ist gegenwärtig ein zentraler Auslöser von autoritären Transformationsprozessen innerhalb liberaler Demokratien. Das Ziel, Migrant:innen abzuschrecken, zu vergrämen oder abzuschieben, ist nicht nur grundlegend für Wahlerfolge rechtsextremer und/oder autoritär-populistischer Parteien. Es motiviert auch demokratische Parteien, grundgesetzliche Garantien oder rechtsstaatliche Prinzipien außer Kraft zu setzen. Konflikte um Migration stellen daher eine akute Herausforderung für demokratische Strukturen dar. Sie haben das Potential, bestehende Ungleichheitsverhältnisse zu verschärfen und Demokratie grundsätzlich zu gefährden.
Bei der Veranstaltung werden die Ergebnisse des Forschungsprojektes präsentiert und der Frage nachgegangen, wie Konflikte um das Migrationsgeschehen und Strategien der Migrationsabwehr durch globale Verteilungskämpfe geprägt sind.

Mit Gilda Sahebi, Stephan Lessenich und Birgit Glorius sowie Alexander Kern (Moderation).

Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.

Tuesday

Künstler*innenhaus Mousonturm

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Ein Gespräch mit Adrian Otto und Lisa Pfeifer

Die Trennung von Innen und Außen bildet ein zentrales, in der Forschung meist nur indirekt behandeltes Strukturmerkmal des Autoritarismus. Sie ist häufig geprägt von Reinheitsvorstellungen, die das Außen als potentielle Quelle von Verunreinigung markieren. Der Vortrag untersucht, wie Reinheitsphantasien und Bedrohungsszenarien individuell und kollektiv miteinander verschränkt werden. Anhand von Fallbeispielen aus dem Projekt »Destruktivität im zeitgenössischen Autoritarismus. Eine Neuvermessung autoritärer Syndrome im Kontext digitaler Medien« wird rekonstruiert, wie autoritäre Weltdeutungen in Krisensituationen bedeutsam werden. Digitale Medien stehen dabei in komplexer Wechselwirkung mit biographisch erworbenen Dispositionen. Gezeigt wird, wie projektive Mechanismen der Grenzziehung eine fragile Subjektivität stabilisieren können und destruktiv-autoritäre Resouveränisierung versprechen.

 

Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.

Friday

Institut für Sozialforschung

Public Lectures

Public Lectures

Welche Gefühle und (unbewussten) Konflikte kommen bei der Beschäftigung mit dem extrem rechten Terror des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) auf? Charlie Kaufhold zeichnet durch eine psychoanalytisch orientierte Vorgehensweise ein facettenreiches Bild der deutschen Gesellschaft, in der Rassismus und Antisemitismus vielfach das Empfinden prägen. Der Fokus liegt auf den psychosozialen Dynamiken der Dominanzgesellschaft, das heißt dem Teil der Gesellschaft, der nicht von Rassismus und/oder Antisemitismus betroffen ist.

Mittels Tiefenhermeneutik werden fünf Gruppendiskussionen mit soziodemografisch heterogenen Realgruppen ausgewertet. Der Nationalsozialistische Untergrund stellt für die Studienteilnehmenden eine Vergegenwärtigung der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands dar. Bei den dominanzdeutschen Teilnehmenden führt dies auf latenter Ebene zu Konflikten um die eigene Identität als Deutsche. Psychosoziale Folgewirkungen des Nationalsozialismus und des schuldabwehrenden Umgangs mit seinen Verbrechen in der Nachkriegszeit werden dabei erkennbar. Bei den Teilnehmenden, die von Rassismus oder Antisemitismus betroffen sind, zeigt sich hingegen auf latenter Ebene eine Konfrontation mit Angst, die so bedrohlich ist, dass sie abgewehrt werden muss.

 

Kaufhold wird das Buch vorstellen. Bettine Rau, Leonie Wüst und Dirk Braunstein aus dem Forschungsprojekt »Die postnazistische Gesellschaft. Das ›Gruppenexperiment‹ des Instituts für Sozialforschung« sowie Alexander Kern und Eva Fleischmann aus dem Forschungsprojekt »Globale Verteilungskämpfe. Migrationsabwehr als Quelle autoritärer Gefährdung der Demokratie« werden die Buchvorstellung kommentieren.

Zur Verlagsseite.

 

Anmeldung über: li.pfeifer@em.uni-frankfurt.de

Sunday

2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei)

Im Zuge des Projekts Frankfurt schaut einen Film werden Dr. Gertrud Koch (Zusage), Dr. Marc Ortmann (Zusage) und Heide Schlüppmann (angefragt) der Frage nachgehen, wie sich Alexander Kluges filmisches und theoretisches Schaffen im Kontext der Kritischen Theorie verorten lässt – welche Bezüge, Reibungen und Weiterentwicklungen sich zwischen seinem Werk und den Denktraditionen des Instituts für Sozialforschung erkennen lassen.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Film- und Kinobüro Hessen e.V.

Wednesday

Campus Bockenheim, Hörsaal IV

Adorno Lectures

Adorno Lectures

Adorno-Vorlesungen 2026

18–20 November 2026, 6.30–8 pm

 

November 18th, 6.30 pm: Patrimonial Capitalism

November 19th, 6.30 pm: Fascism as Revolutionary Conservatism

November 20th, 6.30 pm: Patriarchy Resurgent

 

Since 2002, the Institute for Social Research has organized in cooperation with Suhrkamp Verlag annual lectures commemorating Theodor W. Adorno that are held on three consecutive evenings. This year, the social and political theorist Melinda Cooper devotes her lectures, Anachronism in Our Times, to the revenants of three seemingly antiquated social practices we encounter in the present: The increasingly patrimonial style of high-tech capital, the rise of insurrectionist nativism and the crude reassertion of male power over women. Some interpret these developments as signs that we have entered a new era of feudalism or exited capitalism altogether, typically appealing to Marx as their standard of reference. Yet Marx’s understanding of capitalist temporality was more nuanced than this. Soon after The Communist Manifesto, Marx confronted the possibility that history could move backwards and revolution assume regressive forms. In this year’s lectures, Melinda Cooper takes inspiration from The Eighteenth Brumaire of Louis Bonaparte to interrogate these key anachronisms of our time. Rather than interpreting these as residues of a past epoch, she regards them as a prompt for rethinking the temporality of capitalism itself.

The publicly traded corporation was once the undisputed focal point of American economic life. In recent years, however, private, founder or family-controlled corporations and investment funds have assumed new prominence. Tech founders such as Elon Musk exemplify a trend towards »patrimonial« capitalism, in which the boundaries between family wealth protection and entrepreneurial innovation are increasingly blurred. Often framed as a return to feudalism, these developments more accurately recall the American Gilded Age. In her opening lecture, Patrimonial Capitalism, Melinda Cooper asks: What have we failed to understand about capitalism such that we recurrently exceptionalize its lapses into extreme wealth concentration and patrimonial politics?

While contemporary political theorists struggle with the apparent anachronism of the term »fascism«, the generic term »revolutionary conservatism« may be a way of capturing the unity and plasticity of the far right across time and place. This term has the advantage of expanding our gaze beyond the experience of early twentieth-century Europe to encompass the uniquely anti-statist, libertarian impulses of the American far right. Whereas »fascism« implies centralized economic control, »revolutionary conservatism« encompasses a diversity of economic styles while also grasping the core dynamic of far-right politics: revolutionary insurrection in the pursuit of radical restoration. In the second lecture, Fascism as Revolutionary Conservatism, Melinda Cooper examines the history of white-supremacist militias on the American far-right and asks what happens when a far-right government embraces the tradition of anti-government insurrection as its own.

Despite its proliferation in everyday discourse, the term »patriarchy« virtually disappeared from feminist theory sometime in the 1990s. Wielded by second-wave feminists in the wake of the sexual revolution, the concept was arguably anachronistic from the start. Yet the term captures an insight we cannot afford to lose: The persistence of male sexual violence against women defies rationalization within a liberal egalitarian perspective on gender relations. To make sense of it, we need to assume the existence of a shadow economy of reproduction and exchange which subjects women’s bodies to competing property interests on the part of men. How do we account for the survival of apparently »archaic« structures of sexual economy in modern times? In her closing lecture, Patriarchy Resurgent, Melinda Cooper unpacks the double logic of sexual property interest (fraternal rights of use versus paternal rights of reproduction), allowing her to illuminate the tensions between libertarianism and conservatism in light of this duality.

 

Melinda Cooper is professor at the School of Sociology at the Australian National University, Canberra. Her work focuses on the recent history of capitalism and its intersections with the politics of class, gender and race. She is the author of Counterrevolution: Extravagance and Austerity in Public Finance (2024), Clinical Labor: Tissue Donors and Research Subjects in the Global Economy (together with Catherine Waldby, 2014) and Life as Surplus: Biotechnology and Capitalism in the Neoliberal Era (2008). The German translation of her monograph Family Values: Between Neoliberalism and the New Social Conservatism (2017) will be published as part of the IfS publication series Schriften this fall.

 

The lectures will be held in English

Thursday

Campus Bockenheim, Hörsaal IV

Adorno Lectures

Adorno Lectures

Adorno-Vorlesungen 2026

18–20 November 2026, 6.30–8 pm

 

November 18th, 6.30 pm: Patrimonial Capitalism

November 19th, 6.30 pm: Fascism as Revolutionary Conservatism

November 20th, 6.30 pm: Patriarchy Resurgent

 

Since 2002, the Institute for Social Research has organized in cooperation with Suhrkamp Verlag annual lectures commemorating Theodor W. Adorno that are held on three consecutive evenings. This year, the social and political theorist Melinda Cooper devotes her lectures, Anachronism in Our Times, to the revenants of three seemingly antiquated social practices we encounter in the present: The increasingly patrimonial style of high-tech capital, the rise of insurrectionist nativism and the crude reassertion of male power over women. Some interpret these developments as signs that we have entered a new era of feudalism or exited capitalism altogether, typically appealing to Marx as their standard of reference. Yet Marx’s understanding of capitalist temporality was more nuanced than this. Soon after The Communist Manifesto, Marx confronted the possibility that history could move backwards and revolution assume regressive forms. In this year’s lectures, Melinda Cooper takes inspiration from The Eighteenth Brumaire of Louis Bonaparte to interrogate these key anachronisms of our time. Rather than interpreting these as residues of a past epoch, she regards them as a prompt for rethinking the temporality of capitalism itself.

The publicly traded corporation was once the undisputed focal point of American economic life. In recent years, however, private, founder or family-controlled corporations and investment funds have assumed new prominence. Tech founders such as Elon Musk exemplify a trend towards »patrimonial« capitalism, in which the boundaries between family wealth protection and entrepreneurial innovation are increasingly blurred. Often framed as a return to feudalism, these developments more accurately recall the American Gilded Age. In her opening lecture, Patrimonial Capitalism, Melinda Cooper asks: What have we failed to understand about capitalism such that we recurrently exceptionalize its lapses into extreme wealth concentration and patrimonial politics?

While contemporary political theorists struggle with the apparent anachronism of the term »fascism«, the generic term »revolutionary conservatism« may be a way of capturing the unity and plasticity of the far right across time and place. This term has the advantage of expanding our gaze beyond the experience of early twentieth-century Europe to encompass the uniquely anti-statist, libertarian impulses of the American far right. Whereas »fascism« implies centralized economic control, »revolutionary conservatism« encompasses a diversity of economic styles while also grasping the core dynamic of far-right politics: revolutionary insurrection in the pursuit of radical restoration. In the second lecture, Fascism as Revolutionary Conservatism, Melinda Cooper examines the history of white-supremacist militias on the American far-right and asks what happens when a far-right government embraces the tradition of anti-government insurrection as its own.

Despite its proliferation in everyday discourse, the term »patriarchy« virtually disappeared from feminist theory sometime in the 1990s. Wielded by second-wave feminists in the wake of the sexual revolution, the concept was arguably anachronistic from the start. Yet the term captures an insight we cannot afford to lose: The persistence of male sexual violence against women defies rationalization within a liberal egalitarian perspective on gender relations. To make sense of it, we need to assume the existence of a shadow economy of reproduction and exchange which subjects women’s bodies to competing property interests on the part of men. How do we account for the survival of apparently »archaic« structures of sexual economy in modern times? In her closing lecture, Patriarchy Resurgent, Melinda Cooper unpacks the double logic of sexual property interest (fraternal rights of use versus paternal rights of reproduction), allowing her to illuminate the tensions between libertarianism and conservatism in light of this duality.

 

Melinda Cooper is professor at the School of Sociology at the Australian National University, Canberra. Her work focuses on the recent history of capitalism and its intersections with the politics of class, gender and race. She is the author of Counterrevolution: Extravagance and Austerity in Public Finance (2024), Clinical Labor: Tissue Donors and Research Subjects in the Global Economy (together with Catherine Waldby, 2014) and Life as Surplus: Biotechnology and Capitalism in the Neoliberal Era (2008). The German translation of her monograph Family Values: Between Neoliberalism and the New Social Conservatism (2017) will be published as part of the IfS publication series Schriften this fall.

 

The lectures will be held in English

Friday

Campus Bockenheim, Hörsaal IV

Adorno Lectures

Adorno Lectures

Adorno-Vorlesungen 2026

18–20 November 2026, 6.30–8 pm

 

November 18th, 6.30 pm: Patrimonial Capitalism

November 19th, 6.30 pm: Fascism as Revolutionary Conservatism

November 20th, 6.30 pm: Patriarchy Resurgent

 

Since 2002, the Institute for Social Research has organized in cooperation with Suhrkamp Verlag annual lectures commemorating Theodor W. Adorno that are held on three consecutive evenings. This year, the social and political theorist Melinda Cooper devotes her lectures, Anachronism in Our Times, to the revenants of three seemingly antiquated social practices we encounter in the present: The increasingly patrimonial style of high-tech capital, the rise of insurrectionist nativism and the crude reassertion of male power over women. Some interpret these developments as signs that we have entered a new era of feudalism or exited capitalism altogether, typically appealing to Marx as their standard of reference. Yet Marx’s understanding of capitalist temporality was more nuanced than this. Soon after The Communist Manifesto, Marx confronted the possibility that history could move backwards and revolution assume regressive forms. In this year’s lectures, Melinda Cooper takes inspiration from The Eighteenth Brumaire of Louis Bonaparte to interrogate these key anachronisms of our time. Rather than interpreting these as residues of a past epoch, she regards them as a prompt for rethinking the temporality of capitalism itself.

The publicly traded corporation was once the undisputed focal point of American economic life. In recent years, however, private, founder or family-controlled corporations and investment funds have assumed new prominence. Tech founders such as Elon Musk exemplify a trend towards »patrimonial« capitalism, in which the boundaries between family wealth protection and entrepreneurial innovation are increasingly blurred. Often framed as a return to feudalism, these developments more accurately recall the American Gilded Age. In her opening lecture, Patrimonial Capitalism, Melinda Cooper asks: What have we failed to understand about capitalism such that we recurrently exceptionalize its lapses into extreme wealth concentration and patrimonial politics?

While contemporary political theorists struggle with the apparent anachronism of the term »fascism«, the generic term »revolutionary conservatism« may be a way of capturing the unity and plasticity of the far right across time and place. This term has the advantage of expanding our gaze beyond the experience of early twentieth-century Europe to encompass the uniquely anti-statist, libertarian impulses of the American far right. Whereas »fascism« implies centralized economic control, »revolutionary conservatism« encompasses a diversity of economic styles while also grasping the core dynamic of far-right politics: revolutionary insurrection in the pursuit of radical restoration. In the second lecture, Fascism as Revolutionary Conservatism, Melinda Cooper examines the history of white-supremacist militias on the American far-right and asks what happens when a far-right government embraces the tradition of anti-government insurrection as its own.

Despite its proliferation in everyday discourse, the term »patriarchy« virtually disappeared from feminist theory sometime in the 1990s. Wielded by second-wave feminists in the wake of the sexual revolution, the concept was arguably anachronistic from the start. Yet the term captures an insight we cannot afford to lose: The persistence of male sexual violence against women defies rationalization within a liberal egalitarian perspective on gender relations. To make sense of it, we need to assume the existence of a shadow economy of reproduction and exchange which subjects women’s bodies to competing property interests on the part of men. How do we account for the survival of apparently »archaic« structures of sexual economy in modern times? In her closing lecture, Patriarchy Resurgent, Melinda Cooper unpacks the double logic of sexual property interest (fraternal rights of use versus paternal rights of reproduction), allowing her to illuminate the tensions between libertarianism and conservatism in light of this duality.

 

Melinda Cooper is professor at the School of Sociology at the Australian National University, Canberra. Her work focuses on the recent history of capitalism and its intersections with the politics of class, gender and race. She is the author of Counterrevolution: Extravagance and Austerity in Public Finance (2024), Clinical Labor: Tissue Donors and Research Subjects in the Global Economy (together with Catherine Waldby, 2014) and Life as Surplus: Biotechnology and Capitalism in the Neoliberal Era (2008). The German translation of her monograph Family Values: Between Neoliberalism and the New Social Conservatism (2017) will be published as part of the IfS publication series Schriften this fall.

 

The lectures will be held in English

Wednesday

2og:dondorf

Public Lectures

Public Lectures

Ulrich Bröckling im Gespräch mit Regina Kreide und Martin Saar

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine gilt in Deutschland Kriegstüchtigkeit als das Gebot der Stunde. Die geistige Mobilmachung im Namen des militärischen Realismus wiederholt parteiübergreifend das immer gleiche Credo: Aufrüstung tut not, Abschreckung schafft Sicherheit, Pazifismus ist eine Schönwetterideologie für Träumer und Putin-Versteher. Längst sind drastische Erhöhungen des Wehretats beschlossen, und die Wiedereinführung der Wehrpflicht steht vor der Tür. Ulrich Bröckling erhebt in seinem Buch Einspruch gegen die vermeintliche Alternativlosigkeit dieses Rufs zu den Waffen. Ohne die Brutalität des russischen Angriffskriegs kleinzureden oder sich auf Utopien einer friedlichen Welt zurückzuziehen, formuliert er eine Antikriegsposition auf der Höhe der Zeit. Dabei stellt er die unausgesprochenen Vorannahmen der militärischen Thinktanks infrage und schärft den Blick dafür, dass eine Gesellschaft, die sich zur Verteidigung der Freiheit dem Imperativ der Kriegsführungsfähigkeit unterwirft, selbst in Richtung Autoritarismus rückt.

Ulrich Bröckling ist emeritierter Professor für Kultursoziologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Regina Kreide ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Martin Saar ist Professor für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. und Mitglied des Kollegiums am Institut für Sozialforschung.

 

Thursday

2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei)

Public Lectures

Public Lectures

Symposium im Rahmen der Reihe »Brüche«, einer Kooperation von Institut für Sozialforschung, Sigmund-Freud-Institut und der Oper Frankfurt

Thursday

Künstler*innenhaus Mousonturm

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

[Ankündigungstext folgt]

 

Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.

Tuesday

Künstler*innenhaus Mousonturm

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

[Ankündigungstext folgt]

 

Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.

Tuesday

Künstler*innenhaus Mousonturm

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

Wie es kommen musste – Aspekte des neuen Autoritarismus

[Ankündigungstext folgt]

 

Eine Veranstaltungsreihe von Institut für Sozialforschung und dem Künstler*innenhaus Mousonturm

Gegenwärtig wird sichtbar, was sich schon lange abzeichnete: Politische Kräfte, die neoliberale Politiken mit autoritären Anrufungen verknüpfen, rücken zunehmend zusammen und bilden Allianzen. Die Veranstaltungsreihe »Aspekte des neuen Autoritarismus« nimmt diese Konvergenz in den Blick, die nicht nur soziale Ungleichheiten vertieft, sondern auch demokratische Strukturen zunehmend untergräbt und für viele Menschen eine unmittelbare Bedrohung bedeutet.

Während der Neoliberalismus eine Gesellschaft des Wettbewerbs und der Entsicherung schafft, proklamiert der Autoritarismus einfache Feindbilder und rigide Ordnungen. Gemeinsam erzeugen sie ein gesellschaftliches Klima, das demokratische Prinzipien wie Menschenwürde und Grundrechte zunehmend unter Druck setzt. Die autoritär-neoliberale Allianz ist freilich kein Zufall, sie ist Ausdruck struktureller Dynamiken des Gegenwartskapitalismus. Analytisch wie historisch lässt sich zeigen, dass autoritäre Ordnungsvorstellungen bereits im Kern neoliberaler Ideologie verankert sind.

Die vom Institut für Sozialforschung und Künstler*innenhaus Mousonturm organisierte Veranstaltungsreihe beleuchtet die aktuelle Konjunktur dieser Allianz in Deutschland und der Welt, legt Mechanismen autoritär-neoliberaler Politik und deren gesellschaftlichen Konsequenzen offen und fragt danach, welche Gegenbewegungen zum neuen Autoritarismus sichtbar und denkbar sind.