Mediathek
[Berliner Ensemble]
Alexandra Schauer: »Die eigene Identität erfahren kann man nur im Austausch mit anderen«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Unsere Gesellschaft ist von Vereinzelung und Individualisierung geprägt: Was macht das mit unserer Identität – auch innerhalb von Gruppen? Soziologin Alexandra Schauer gibt Antworten auf die Fragen, die in Brechts Stück »Mann ist Mann« verhandelt werden.
Aufzeichnungen mit Saba-Nur Cheema und Meron Mendel
Podcast
In der IfS-Podcastreihe »Aufzeichnungen« sprechen Stephan Lessenich und Sarah Speck mit Saba-Nur Cheema und Meron Mendel über die Anschläge auf Israel am 7. Oktober und die anschließenden Debatten und Positionierungen.
Manuela Bojadžijev »Migration problematisieren, Migration differenzieren, Migration regieren«
Videos
Migrationsbewegungen stehen seit Jahrzehnten im Zentrum dessen, was das Graduiertenkolleg »Dialektik der Teilhabe« nennt: Institutionelle Garantien wurden und werden historisch immer wieder verweigert - und dort, wo sie gewährt wurden, immer wieder neuen Einschränkungen unterworfen. Spätestens seit dem Anwerbestopp 1973 wird Migration in der Bundesrepublik Deutschland zur Ausnahme erklärt, Einwanderung wird systematisch und mit immer wiederkehrenden Behauptungen problematisiert. Zwar ist Deutschland offiziell ein Einwanderungsland - aber mit permanenten Ausnahmeregelungen. Dazu trägt auch der anhaltende gesellschaftliche Streit um Migration bei. Von einer linearen Logik der zeitlich sukzessiven Inklusion von Migrant:innen kann heute nicht mehr ausgegangen werden. Inklusion und Exklusion sind keine absoluten Größen. Es geht nicht darum, Migrant:innen einfach zu integrieren oder auszuschließen. Vielmehr beobachten wir einen Prozess der Ausdifferenzierung, in dem sich heute wiederum neue Regierungsweisen von Migration abzeichnen, die Teilhabe neu ordnen, hierarchisieren und organisieren. Der Vortrag zeigt auf, wie Migration problematisiert, differenziert und regiert wird. Die Vorlesung ist Teil der Internationalen Ringvorlesung des Promotionskollegs »Dialektik der Teilhabe. Dynamiken sozialräumlicher Öffnung und Schließung« Internationale Ringvorlesung (Wintersemester 2023/24) © IfS
Im Zentrum der Internationalen Ringvorlesung steht eine widersprüchliche Entwicklungsdynamik demokratisch-kapitalistischer Gesellschaften: Der historischen Bewegung einer institutionellen Garantie und Erweiterung von Teilhabemöglichkeiten korrespondiert die Gegenbewegung ihrer Verweigerung und Einschränkung. Derartige Prozesse der Öffnung und Schließung werden in insgesamt sechs Vorträgen in ihrer sozialstrukturellen Dynamik von In- und Exklusion, in ihrer räumlichen Dynamik von Mobilitätssteigerungen und -blockaden sowie in ihrer politischen Dynamik der progressiven wie regressiven Bearbeitung gesellschaftlicher Widersprüche in politischen Bewegungen und Gegenbewegungen untersucht.
28. November 2023
Goethe-Universität Frankfurt, Casino-Gebäude, Raum 1.811
Aufzeichnungen mit Nanthiny Rajamannan
Podcast
Nanthiny Rajamannan berichtet in der IfS-Podcastreihe »Aufzeichnungen« im Gespräch mit Almut Poppinga über ihre Forschung in dem Projekt »Leben nach Plan? Religiöse und nichtreligiöse Kontingenzbewältigung in der individualisierten Gesellschaft«.
Tine Haubner »Gesellschaft selber machen?« Internationale Ringvorlesung
Videos
Im Kontext zunehmender sozialräumlicher Ungleichheit in Deutschland wachsen nicht nur Metropolregionen. Auch ländliche Peripherien und ländliche Armutsräume sind das Ergebnis sozialräumlicher Zentralisierungs- und Peripherisierungsprozesse, die die soziale Teilhabe lokaler marginalisierter Bevölkerungsgruppen empfindlich einschränken. Wie Tine Haubner aus einem laufenden Forschungsprojekt zu ländlicher Armut berichten wird, lässt sich in der ländlichen Peripherie des reichsten Industrielands Europas die Herausbildung eines neuen Landproletariats beobachten, dessen soziale Reproduktion als zunehmend krisenhaft einzustufen ist. Ländliche Armutsbetroffene versuchen dabei, im Schatten von Arbeitsmarkt und sozialstaatlicher Sicherung, für ihre soziale Reproduktion zunehmend selbst, auf der Grundlage informeller Subsistenz und Selbsthilfestrukturen, Sorge zu tragen. Die so entstehenden informellen Ökonomien erweisen sich jedoch als ambivalente Bewältigungsstrategien von Armut und Ausgrenzung, weil sie soziale Teilhabe durchaus befördern aber auch einschränken. Die Vorlesung ist Teil der Internationalen Ringvorlesung des Promotionskollegs »Dialektik der Teilhabe. Dynamiken sozialräumlicher Öffnung und Schließung« Internationale Ringvorlesung (Wintersemester 2023/24) © IfS
Im Zentrum der Internationalen Ringvorlesung steht eine widersprüchliche Entwicklungsdynamik demokratisch-kapitalistischer Gesellschaften: Der historischen Bewegung einer institutionellen Garantie und Erweiterung von Teilhabemöglichkeiten korrespondiert die Gegenbewegung ihrer Verweigerung und Einschränkung. Derartige Prozesse der Öffnung und Schließung werden in insgesamt sechs Vorträgen in ihrer sozialstrukturellen Dynamik von In- und Exklusion, in ihrer räumlichen Dynamik von Mobilitätssteigerungen und -blockaden sowie in ihrer politischen Dynamik der progressiven wie regressiven Bearbeitung gesellschaftlicher Widersprüche in politischen Bewegungen und Gegenbewegungen untersucht.
15. November 2023
Goethe-Universität Frankfurt, Casino-Gebäude, Raum 1.801
[FAZ]
Stephan Lessenich: »Minimal exklusiv denken«
Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Soll das geplante Frankfurter Haus der Demokratie wegweisend sein, muss es sich auch mit Defiziten und Begrenzungen der Demokratie beschäftigen. Im Fokus sollten dabei vor allem die ungleichen Möglichkeiten der Teilhabe stehen.
[Feministische Studien]
Feministische Studien über die zweite Marxistische Arbeitswoche: »Eine feministische Perspektive auf »Unhaltbare Zustände« Tagungsbericht zur Zweiten Marxistischen Arbeitswoche am 26.–29.05.2023 in Frankfurt am Main«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Gegenwärtig sehen wir uns mit einer Vielzahl gesellschaftlicher und politischer Krisen konfrontiert, die als »unhaltbare Zustände« bezeichnet werden können. Diese reichen von der COVID-19-Pandemie über den Klimawandel und das globale Erstarken rechtsextremer Parteien bis hin zur Krise der sozialen Reproduktion. Die Liste ist lang. Unter diesen Vorzeichen
wurde vom Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt am Main vom 26. bis 29.05. die Zweite Marxistische Arbeitswoche (ZMAW) ausgerichtet.
Oliver Nachtwey »Regressive Modernisierung« Internationale Ringvorlesung
Videos
Westliche Gesellschaften beschreiben sich bis heute als Orte der Emanzipation und Modernisierung. Dieses Selbstbild wird zunehmend erschüttert durch das Erstarken von Akteuren, die auf eine Zurücknahme einmal erreichter Fortschritte drängen. Verfallsdiagnosen spätmoderner Gesellschaften übersehen, auf welche Weise Fortschritt und Rückschritt miteinander verzahnt sind. Mit dem Begriff der regressiven Modernisierung lassen sich die Rückschritte der Gegenwart als Nebenfolge von erlangten Fortschritten gesellschaftlicher Teilhabe verstehen. Die Vorlesung ist Teil der Internationalen Ringvorlesung des Promotionskollegs »Dialektik der Teilhabe. Dynamiken sozialräumlicher Öffnung und Schließung« Internationale Ringvorlesung (Wintersemester 2023/24) © IfS
Im Zentrum der Internationalen Ringvorlesung steht eine widersprüchliche Entwicklungsdynamik demokratisch-kapitalistischer Gesellschaften: Der historischen Bewegung einer institutionellen Garantie und Erweiterung von Teilhabemöglichkeiten korrespondiert die Gegenbewegung ihrer Verweigerung und Einschränkung. Derartige Prozesse der Öffnung und Schließung werden in insgesamt sechs Vorträgen in ihrer sozialstrukturellen Dynamik von In- und Exklusion, in ihrer räumlichen Dynamik von Mobilitätssteigerungen und -blockaden sowie in ihrer politischen Dynamik der progressiven wie regressiven Bearbeitung gesellschaftlicher Widersprüche in politischen Bewegungen und Gegenbewegungen untersucht.
31. Oktober 2023
Goethe-Universität Frankfurt, Casino-Gebäude, Raum 1.802
[soziopolis]
Soziopolis über Futuring Critical Theory: »›An asset and a burden‹ Bericht zur Konferenz ›Futuring Critical Theory‹ vom 13. bis 15. September 2023 in Frankfurt am Main«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Ein Jahr lang hatte der – inzwischen schon nicht mehr ganz so neue – Direktor Stephan Lessenich (Frankfurt am Main) mit seinen Kolleg:innen die künftigen Forschungslinien des Frankfurter Instituts für Sozialforschung diskutiert. 1923 war das Institut, finanziert vor allem vom marxistischen Mäzen Felix Weil, gegründet, 1924 dann eröffnet worden. Ein Höhepunkt der Veranstaltungen zum 100. Geburtstag war die internationale Tagung »Futuring Critical Theory«, die das neue Programm zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit präsentierte.
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[Jacobin]
Jacobin über das IfS: »For a Century, the Frankfurt School Has Studied How Domination Works in Modern Societies«
Zeitungsartikel, Über das IfS
The year 2023 marks a century since the founding of the Institute for Social Research, better known as the Frankfurt School. Its story is that of a long challenge to the status quo — and a refusal to accept that capitalism is the only possible reality.
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