Mediathek


[soziopolis]

Dirk Braunstein im Gespräch mit Hannah Schmidt–Ott: »Die Protokolle zeugen von Kälte und Empathielosigkeit«

Interviews, Aus dem IfS

In den frühen 1950er-Jahren versuchte das Institut für Sozialforschung den Mentalitäten der bundesrepublikanischen Nachkriegsgesellschaft auf die Spur zu kommen. Beim sogenannten »Gruppenexperiment« wurden Personen im Rahmen von Gruppendiskussionen befragt. Große Teile des erhobenen Materials blieben jedoch unveröffentlicht. Das auf zwölf Jahre angelegte, DFG-geförderte Langzeitprojekt Die postnazistische Gesellschaft. Das ›Gruppenexperiment‹ des Instituts für Sozialforschung: Erschließung, Edition, Forschung will das gesamte Materialkorpus nun erstmals zugänglich machen und beforschen. Dirk Braunstein, Leiter des Archivs des Instituts für Sozialforschung, koordiniert das Projekt. Herr Braunstein, zu Beginn ganz grundsätzlich gefragt: Was zeichnet das Gruppenexperiment als Forschungsmethode aus?

 


[UniReport]

UniReport über die »Schlaglichter« des IfS

Zeitungsartikel, Über das IfS

100 JAHRE INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG. »Schlaglichter« erinnern auf der Website des Instituts an seine »häufig sagenumwobene, in jedem Fall aber wechselhafte Geschichte«.


[evangelisch.de]

Stephan Lessenich: »Gesellschaft verdrängt Folgen des Klimawandels«

Interviews, Aus dem IfS

Trotz scharfer Mahnungen vor den Folgen steigender Temperaturen verschiebt die Politik die Klimaziele. Katastrophenszenarien nutzen sich ab, sagt der Soziologe Lessenich. Hilfreich wäre es, die Vorteile notwendiger Veränderungen zu betonen.


[nd]

nd über die Adorno-Vorlesungen 2025: »Wer macht überhaupt das Geld?«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Die Juristin Katharina Pistor spricht im Interview mit Stephan Kaufmann über die herrschende Geldordnung und über die Frage, wer von dem System profitiert.


[jacobin]

Jacobin über die Adorno-Vorlesungen 2025: »Unser Geldsystem erodiert die Demokratie«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Um zu einer gerechteren Gesellschaft zu kommen, braucht es ein anderes Geldsystem, findet die Juristin Katharina Pistor. Im Interview spricht sie über das Problem mit Krypto, die Zukunft des Euro und darüber, wie demokratische Banken funktionieren könnten.


[TAZ]

Alexandra Schauer und Daniel Mullis: »Der Glaube, dass wir uns verändern können, geht verloren«

Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Städte gelten als progressiv, doch auch dort gewinnen Rechte Stimmen. Zwei Forschende erklären, warum fehlende Zukunftsvisionen eine Gefahr sind.


Adorno und Bourdieu. Zum Verhältnis von Sozio- und Psychoanalyse

Bilder

Alle Fotos sind von Micha Reinke. Das Copyright liegt beim Fotographen.

 

Öffentliche Abendveranstaltung im 2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei)

Mit Beiträgen von Christine Kirchhoff, Frank Schultheis, Vera King und Stephan Lessenich

Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft steht seit jeher im Zentrum soziologischer Reflexion. Während die analytische Bestimmung dieses Verhältnisses bisweilen einseitig – im Sinne individueller Autonomie oder gesellschaftlicher Determination – erfolgt, gehen die theoretisch produktiveren Ansätze von einer komplexen Verflochtenheit aus. Sie verbleiben dabei jedoch häufig an der Oberfläche einer Semantik von »Struktur« und »Handeln«, ohne die Bedeutung des Psychischen systematisch einzubeziehen. Als weiterführende und gerade auch für das Verständnis zeitgenössischer Krisen wegweisende Zugänge im Sinne einer substanziellen Verschränkung von Sozio- und Psychoanalyse können hingegen die kritischen Theorien Bourdieus und Adornos gelten.

Vor diesem Hintergrund gingen Institut für Sozialforschung (IfS) und Sigmund-Freud-Institut (SFI) in einer gemeinsamen Abendveranstaltung den Fragen nach, welche konzeptionelle und methodologische Bedeutung der Rekurs auf Psychoanalyse je für die soziologischen Analysen Adornos und Bourdieus hatte, und inwiefern beider Theorieangebote und Perspektivierungen wiederum miteinander vermittelt werden können.

Zur Veranstaltungsseite.


[soziopolis]

soziopolis über die Adorno-Vorlesungen 2025: »Frankfurt School statt Frankfurter Schule«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Bericht zu den Adorno-Vorlesungen »In guter Verfassung? Zur Neuordnung des Geldes« von Katharina Pistor am 22., 23. und 24. Oktober 2025 in Frankfurt am Main

Vom »Wesen des Geldes« bis zur »Neuordnung des Geldwesens« bot Katharina Pistor in drei Vorlesungen, den diesjährigen Adorno-Lectures, die Sicht einer sozialwissenschaftlich interessierten Rechtsprofessorin auf das liebe Geld dar. Sie changierte dabei zwischen juristischer Begutachtung, sozialwissenschaftlicher Problematisierung und politischer Intervention. Pistor hatte vor allem mit der Monografie »Der Code des Kapitals« (2020 hierzulande ein weites Publikum gefunden und die Sozialwissenschaften sowie andere Fachfremde für die kapitalismuskonstitutive Rolle des Rechts sensibilisiert. Dieser interdisziplinäre Dialog sollte nun in Frankfurt am Main über das Geld fortgeführt werden. Dass die Reden und Gegenreden an den drei Abenden mitunter etwas weitläufig gerieten, sagte weniger über die »intellektuell stets liquide« Rednerin von der Columbia University New York als über die Widerspenstigkeit des Themas und die überraschende Zusammensetzung des Frankfurter Publikums aus.


[Deutschlandfunk]

Kathrin Kühn und Patric Seibel: »Systemfragen: Rechtsextremismus. Warum die radikale Rechte so stark wird« Mit einem Interview mit Hannah Hecker

Interviews, Radiobeiträge, Aus dem IfS

Warum wählen so viele Menschen Parteien der radikalen Rechten? Forschung zum politischen Verhalten zeigt: Es liegt nicht daran, dass sich die Einstellungen geändert haben. Diese waren die ganze Zeit da und können jetzt nur offener gelebt werden.


[TAZ]

TAZ über die Adorno-Vorlesungen 2025 von Katharina Pistor: »Geld ist immer Kredit, aber nicht jeder Kredit ist Geld«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Wie wird Geld geregelt? Ihre Adorno-Vorlesungen in Frankfurt am Main widmete die Juristin Katharina Pistor der aktuellen Verfassung des Finanzsystems.